Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt

Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt 22. Mai 2023 Am 22. Mai 1992 wurde der Text des Übereikommens über die biologische Vielfalt (CBD) offiziell angenommen. Aus diesem Anlass wird seit 2001 der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Im Jahr 2011 hat die Bundesregierung das Bundesprogramm Biologische Vielfalt ins Leben gerufen, mit dem Naturschutzmaßnahmen in Deutschland gefördert und die Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt unterstützt werden soll. Biotopverbünde helfen die biologische Vielfalt zu erhalten Hauptursache für den akuten Artenschwund ist die Zerstörung der natürlichen Lebensräume durch den Menschen. Die intensive Landwirtschaft, die Besiedlung und der Verkehr stellen dabei die Hauptursachen dar. Tier- und Pflanzenarten kommen häufig nur noch in isolierten Gebieten (z.B. Naturschutzgebiete, Biosphärenreservate und Nationalparke) vor. Jedoch können auf diese Weise nur 30-40% der Arten auf lange Sicht überleben. Der übrige Teil ist auf einen genetischen Austausch mit weiteren Populationen angewiesen. Um dem Großteil unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten das Überleben zu sichern, müssen die Biotope, in denen sie leben, verbunden werden. Denn nur ein Verbund aus Biotopen kann effektiv die biologische Vielfalt erhalten. Der Biotpverbund wird durch Aufwertung oder Neuschaffung von Biotopen in unserer Landschaft gefördert. Dies können Trittsteine oder Bewegungskorridore sein. Der Biotopverbund ist gesetzlich unter §21 im Bundesnaturschutzgesetz verankert. Dennoch ist ersichtlich, dass die Umsetzung auf kommunaler Ebene häufig nicht erfolgt. Hier setzt das Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ an. Das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte BiotopVerbund-Projekt will Kommunen im gesamten Bundesgebiet, aber auch Privatpersonen und Organisationen für die Idee des Biotopverbundes begeistern, darüber informieren und bei der Planung und Umsetzung unterstützen.

Von |2023-05-24T11:24:24+02:0024. Mai 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt

Erwerb einer Grünlandfläche

Erwerb einer Grünlandfläche für den Biotopverbund in Lage an der Dinkel 17. Mai 2023 Nachdem die direkt an die Dinkel angrenzende, ca. 2,9 ha große Grünlandfläche im Juli 2022 durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim erworben wurde, erfolgten in diesem Frühjahr nun die ersten Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung. Durch die langfristige Sicherung und Extensivierung der Fläche sollen die Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere wie Wiesenvögel, Amphibien und Insekten in der Dinkelaue verbessert und die Fläche zu einem Trittstein für den Biotopverbund werden. Die Vorgeschichte Im Juli 2022 erwarb die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim eine Grünlandfläche in Lage nahe der niederländischen Grenze. Realisiert wurde der Kauf über das Projekt „BioGraf – Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“, welches mit Mitteln des Bundesamts für Naturschutz und des Landes Niedersachsen finanziert wird. Ziel des Projekts ist es, Areale der Vechte- und Dinkelaue wieder naturnäher zu gestalten und für den Biotopverbund aufzuwerten. Die Sicherung und Extensivierung von Flächen im Überschwemmungsbereich der beiden Flüsse stellen einen Baustein in der Realisierung des Projekts dar. Die Dinkel und ihre Aue wurden in der Vergangenheit durch Begradigungs- und Befestigungsmaßnahmen stark verändert. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Was die Fläche auszeichnet Bei der neuerworbenen Stiftungsfläche handelt es sich um eine bislang intensiv genutzte Grünlandfläche. Die Fläche wird von der Dinkel und schmalen Entwässerungsgräben begrenzt. Das Dinkelufer ist im nördlichen Teil der Fläche mit einigen Gehölzen bestanden, der übrige Böschungsbereich sowie die Fläche als solche sind bislang eher strukturarm. Mit einer Flächengröße von ca. 2,9 ha ist die Fläche vergleichsweise groß für eine Naturschutzfläche in der intensiv genutzten Kulturlandschaft. Ein weiteres besonderes Merkmal der Fläche ist die direkte Lage an der Dinkel. Die meisten Flächen entlang der Dinkel werden intensiv bis an den Fluss heran bewirtschaftet ohne einen Pufferbereich in Form von Wirtschaftswegen oder Gewässerrandstreifen. Eine naturnahe Entwicklung des Uferbereichs ist daher kaum möglich. Die Sicherung der Fläche durch die Stiftung und die damit einhergehende Einstellung der intensiven Bewirtschaftung birgt demensprechend ein großes Potenzial für die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen und kann endscheidend zur Verbesserung des Biotopverbunds im Dinkeltal beitragen. Gewässerrandstreifen dienen als Pufferzone zwischen Fluss und landwirtschaftlicher Nutzfläche und stellen zugleich einen Wanderkorridor für gewässergebundene Tier- und Pflanzenarten dar. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Maßnahmen zur Extensivierung Um die bislang intensiv genutzte Fläche in extensives Grünland umzuwandeln, soll einerseits die Bewirtschaftung entsprechend angepasst werden und andererseits die Umsetzung gezielter Naturschutzmaßnahmen erfolgen. Nach dem Erwerb der Fläche wurde daher ein neuer Pachtvertrag mit dem bisherigen Pächter der Fläche abgeschlossen. Die im neuen Pachtvertrag festgelegten Bedingungen sehen z.B. eine naturverträgliche Mahd bzw. Beweidung der Fläche vor, um die Lebensbedingungen für Wiesenbrüter und Insekten zu verbessern. Die mit der Extensivierung einhergehende starke Einschränkung der Düngung sowie der Verzicht auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wirkt sich aus naturschutzfachlicher Sicht positiv sowohl auf das Gewässer und die Uferbereiche als auch auf die Fläche an sich aus und bietet mesophilen Pflanzenarten, die nur bei geringeren Nährstoffkonzentrationen im Boden vorkommen, zukünftig eine Chance, [...]

Von |2023-05-17T11:55:27+02:0017. Mai 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Erwerb einer Grünlandfläche

Workshop zum Thema „Biotopverbund in Thüringen“

Workshop zum Thema „Biotopverbund in Thüringen“ 26. April 2023 Am 24.04.2023 lud die Projektleitung des BiotopVerbund-Projekts Entscheidungsträger:innen im Biotopverbund in Thüringen zum gemeinsamen Austausch in Erfurt im Mercure Hotel ein.  Das Treffen stieß im Vorfeld bereits auf eine hohe Resonanz. Mit insgesamt 25 Teilnehmenden fanden sich Vertreter:innen aus der Kommunalpolitik, verschiedenen Verwaltungen, Stiftungen, Verbänden und weiteren Institutionen zur ganztägigen Veranstaltung im Mercure Hotel zusammen. Caroline Hof vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz informiert über die rechtlichen Grundlagen zum Biotopverbund in Thüringen. Foto: Heinz Sielmann Stiftung a Caroline Hof  (Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz) gab den Teilnehmenden zu Beginn des Workshops eine detaillierte Einblicke in die rechtlichen Hintergründe zum Thema Biotopverbund sowie einen vertiefenden Einblick in das Thüringer Biotopverbundkonzept. Es folgte ein Vortrag zur Pflege von Kleingewässern als Beitrag zum Gewässer-Biotopverbund in der Mittleren Hainleite bei Sondershausen von Nicole Sollfrank und Isabel Hümpfner. Die Kleingewässer stellen wichtige Refugien für den bedrohten Kammolch dar und sind durch die anhaltenden Dürreperioden während der Sommermonate von Austrocknung bedroht. Ein erster gemeinsamer Austausch wurde in der anschließenden Kaffeepause ermöglicht. Danach folgte ein Vortrag zu den Biotopverbundmaßnahmen in West-Thüringen von Dr. Kerstin Wiesner und Lisa-Marie Kümmel (Landschaftspflegeverband Eichsfeld-Hainich-Werratal e.V.). Ein zentrales Element der Landschaftspflege im Projektgebiet stellt die Beweidung durch Schafe dar, die sich auf Flächen zwischen Thüringen und Hessen bewegen. Ein wichtiges Fazit aus diesem Projekt: Die Drittelparität, bestehend aus Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen, ist maßgeblich für den Projekterfolg entscheidend. Denn nur bei einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist ein langfristiger Erfolg möglich. Die Vortragsreihe wurde mit dem Projekt „VIA Natura-2000 – Vernetzung in den ländlichen Regionen durch Feldraine“ von Jana Apel (Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V.) abgeschlossen. Projektziel ist unter anderem die Anlage von Feldrainen in der ausgeräumten Agrarlandschaft Thüringens. Oft herrscht schon bei der Definition des Feldrains Verwirrung. Durch außerordentliches Engagement konnten bereits 17,4 Hektar an Feldrainen in Thüringen geschaffen werden. Nicole Sollfrank und Isabel Hümpfner von der NATURA 2000-Station geben einen Überblick der Kleingewässer in der Mittleren Hainleite bei Sondershausen. Foto: Heinz Sielmann Stiftung a Zum Abschluss des Workshops diskutierten die Teilnehmenden unterschiedliche Zwischenschritte, die in einer Biotopverbundplanung berücksichtig werden müssen. Bereichernd hierfür war die Heterogenität der Teilnehmenden, sodass Problemfelder aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden konnten. Zusammenfassend war das Ergebnis der Diskussionsrunde, dass die Entwicklung eines funktionalen Biotopverbunds aktuell durch mangelnde Kommunikation zwischen involvierten Parteien sowie langwierige Prozesse (zum Beispiel Flurbereinigungsverfahren) ausgebremst wird. Ein weiteres Problem stellt die Schwierigkeit der langfristigen Sicherung von Biotopverbundelementen dar, da hierfür häufig zum Beispiel nach Ende von Projektlaufzeiten die Verantwortlichkeit ungeklärt ist. Auf kommunaler Ebene sehen die Entscheidungträger:innen die Notwendigkeit eines regionalen Biotopverbundkonzeptes. Zudem wurde der Wunsch geäußert mehr Infoveranstaltungen zu Biotopverbundmaßnahmen für Bürgermeister:innen anzubieten.

Von |2023-05-04T09:03:42+02:0026. April 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Workshop zum Thema „Biotopverbund in Thüringen“

Natur-AG pflanzt Blühhecke aus heimischen Wildsträuchern

Natur-AG pflanzt Blühhecke aus heimischen Wildsträuchern in Emlichheim 29. März 2023 Anfang des Jahres legte die Natur-AG des Gymnasiums Emlichheim unter Anleitung von MitarbeiterInnen der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim eine Blühhecke auf einer Gemeindefläche zwischen Schule und Vechte in Emlichheim an. In wenigen Jahren werden die neugepflanzten Wildsträucher etlichen Tieren wie Vögeln, Schmetterlingen und anderen Insekten als Lebensraum und Nahrungsquelle dienen. Das Wetter spielte wieder einmal mit, als sich die Natur-AG des Gymnasiums Emlichheim unter der Betreuung von Christian Kühlenborg nach dem Unterricht zu einer weiteren Aktion mit der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim zusammenfand. Geplant war diesmal die Anlage einer Blühhecke aus heimischen Wildsträuchern am östlichen Rand des Sportplatzes. Bevor die SchülerInnen mit der praktischen Arbeit beginnen durften, wurde zunächst über die vielfältigen Funktionen und Nutzen gesprochen, die eine Hecke mit sich bringt. Dann taten sich die SchülerInnen in kleinen Gruppen zusammen und suchten sich jeweils eine von acht verschiedenen Straucharten aus. Nun konnte es endlich losgehen. Mit großem Eifer wurden Kreuzdorn, Holunder, Pfaffenhütchen und Co. in geringem Abstand in den vorbereiteten Boden gepflanzt. Die Bearbeitung des Bodens wurde zuvor von der Gemeinde Emlichheim übernommen. So entstand in kurzer Zeit eine mehrreihige, etwa 5 m breite Hecke, an der sich bald nicht nur die SchülerInnen der Natur-AG, sondern auch eine Vielzahl an Tieren erfreuen dürfte. Die Natur-AG des Gymnasiums Emlichheim nach erfolgreicher Pflanzung der neuen Blühhecke. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Hecken erfüllen viele wichtige Funktionen in unserer Landschaft Früher dienten Hecken dazu, das freiweidende Vieh von den Äckern fernzuhalten und erfüllten damit praktisch die Funktion eines Zauns. Auch heute stellen Hecken noch wichtige Elemente in unserer Kulturlandschaft dar. So nützen sie der Landwirtschaft, da sie einen natürlichen Schutz gegen Wind und Erosion darstellen. Denn durch ihre Barriere-Wirkung kann verhindert werden, dass fruchtbarerer Ackerboden leicht mit dem Wind abgetragen oder bei starkem Niederschlag weggeschwemmt wird. Hecken sind nicht nur schöne, sondern auch nützliche Bestandteile unserer Kulturlandschaft. Foto: Annette Dombrowski-Blanke. Hecken haben außerdem einen positiven Einfluss auf das Mikroklima. Auch hier kann die Landwirtschaft profitieren. Äcker, die von Hecken umgeben sind, sind besser vor Austrocknung geschützt, da hier die Bodenfeuchte länger erhalten bleibt. An heißen Sommertagen halten sich außerdem Tiere sowie Menschen gerne in der Umgebung von schattenspenden Hecken auf. In der kalten Jahreszeit hingegen freuen sich Tiere und Menschen über ein windgeschütztes Plätzchen. Vor allem wärmeliebende Tierarten wie Schmetterlinge suchen im Frühjahr oder früh morgens gerne besonnte Hecken auf, da diese sich im Vergleich zur Umgebung stärker erwärmen. Weidenblüten versorgen Bienen schon früh im Jahr mit Nektar. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Ein Zuhause für Schmetterlinge und Vögel Schmetterlinge nutzen Hecken nicht nur als Rückzugsort, um sich dort aufzuwärmen, zur Blütezeit besuchen sie die heimischen Wildsträucher auch zur Nektaraufnahme. Einige Schmetterlingsarten sind sogar auf ganz bestimmte Gehölzarten spezialisiert. Das bedeutet, sie legen ihre Eier bevorzugt oder ausschließlich an diesen Pflanzen ab. Die später schlüpfenden Raupen ernähren sich dann von dieser Pflanze, bis sie sich [...]

Von |2023-03-29T10:58:37+02:0029. März 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Natur-AG pflanzt Blühhecke aus heimischen Wildsträuchern

Zwei neue Senken in Thonstetten

Zwei neue Senken in Thonstetten 28. März 2023 Im Rahmen des Teilprojektes MehrWert hat der Landschaftspflegeverband Freising e.V. zwei neue Senken angelegt. Eine 1.300m² große Senke konnte auf der neu erworbenen Fläche, die über Projektmittel finanziert wurde, angelegt werden. Die restliche Fläche wird, wie die Senke selbst, mit einer standortgerechten Ansaat aufgewertet. Insgesamt konnten so 9.030m² Biotopfläche neu geschaffen werden. Senken sind geeignete Ausgleichs-und Ersatzmaßnahmen Die Gemeinde Marzling hat weitere zwei Flächen im Projektgebiet für Ausgleichs-und Ersatzmaßnahmen zur Verfügung gestellt. So konnte eine weitere 1.500m² große Senke entstehen. Auch hier wird die restliche Fläche artenreich angesät. Diese Maßnahmen helfen, das Feuchtgrünland im Projektgebiet für Wiesenbrüter und viele weitere Tier- und Pflanzenarten aufzuwerten. Lage der Senken im Projektgebiet des Freisinger Ampertals. Quelle: Landschaftspflegeverband Freising e.V. a Lebensräume auf intensiv genutzem Grünland Die neu angelegten Senken liegen zentral im Wiesenbrütergebiet Thonstetten, wo sie jetzt im bislang landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteten Gebiet neue Lebens- und Nahrungshabitate für viele Tier- und Pflanzenarten schaffen. Die Senken haben eine Gesamtgröße von 2800m² und wurden mit Hilfe von Baggern bis zu 50 cm tief ausgehoben. Der Große Brachvogel (Numenius arquata) benötigt für die erfolgreiche Brut extensiv genutztes Feuchtgrünland mit temporär wasserführenden Seigen. Foto: Johann Schranner. a Lebensräume für Wiesenbrüter Um das Feuchtgrünland im Wiesenbrütergebiet weiterhin naturschutzfachlich aufzuwerten erfolgte nach dem Abtragen des Oberbodens eine Ansaat auf 9.030m² mit einer artenreichen autochthonen Saatgutmischung. Die Senken wurden insgesamt so angelegt, dass sie weiterhin gemäht und genutzt werden können. Ausheben der neuen Senke. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e.V. a Ideale Voraussetzungen für Wiesenbrüter Allgemein sind Senken wichtige Habitate für viele Tier- und Pflanzenarten, speziell aber für wiesenbrütende Vögel wie den Kiebitz oder den großen Brachvogel. Auch Libellen und Amphibien profitieren, welche dort ihre Nahrung finden und diese periodischen Wasserstellen als Brutstätten nutzen. Die Flächen bieten ideale Voraussetzungen für diese Zielarten. Sie interessieren sich für die Aufwertung von Feuchtwiesen? Dann melden Sie sich bei dem Landschaftspflegeverband Freising e.V.! Weitere Informationen zum Biotopverbund MehrWERT: Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161 600-439 E-Mail: david.eschler@kreis-fs.de

Von |2023-03-28T09:21:35+02:0028. März 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Zwei neue Senken in Thonstetten

Neue Gehölze für das Vechte-Ufer – Pflanzaktionen in der Grafschaft

Neue Gehölze für das Vechte-Ufer – Pflanzaktionen in der Grafschaft 07. Februar 2023 Es wurde wieder fleißig gepflanzt. Im Januar führte die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim gemeinsam mit ehrenamtlich Engagierten Pflanzaktionen in Nordhorn, Emlichheim, Ohne und Samern durch. Insgesamt fast 200 Weiden und 500 Schwarzerlen wurden auf einer Gesamtstrecke von 1.250 m im Böschungsbereich der Vechte angepflanzt. Nachdem im vergangenen Winter bereits erfolgreich Pflanzaktionen in Quendorf und Nordhorn-Hesepe stattgefunden haben, rief die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim erneut zur Bepflanzung des Vechte-Ufers auf. Die in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ausgewählten Uferabschnitte befanden sich in Nordhorn, Echteler (Samtgemeinde Emichheim), Emlichheim sowie im Grenzbereich der Gemeinden Ohne und Samern. Tatkräftige Unterstützung bekam die Naturschutzstiftung von Mitgliedern lokaler Umwelt- und Naturschutzvereine, der Natur-AG des Gymnasiums Emlichheim sowie ehrenamtlich Engagierten der Gemeinden. Die zu bepflanzenden Teilstrecken wurden im Vorfeld abgesteckt. So konnten sich die Freiwilligen entlang des Ufers verteilen und selbständig mit der Pflanzung beginnen. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Vier Termine – 57 Engagierte – 675 Pflanzen Den Start für die Pflanzsaison machten am 3. Dezember 2022 Mitglieder der BUND Kreisgruppe Grafschaft Bentheim, des Imkervereins Emlichheim sowie des Bündnis 90 / Die Grünen Ortsverbands Emlichheim zusammen mit der offenen Gruppe des Grünen Ortsverbands in Echteler. Die zweite Pflanzaktion erfolgte am 10. Januar 2023 zusammen mit der Natur-AG des Gymnasiums Emlichheim. Für die SchülerInnen reite sich die Bepflanzung des nahegelegenen Vechteufers in eine Reihe von Naturschutzaktionen im direkten Umfeld der Schule ein. In der Nähe des Klosters Frenswegen in Nordhorn trafen sich am 14. Januar erneut Mitglieder der BUND Kreisgruppe Grafschaft Bentheim und des Bündnis 90 / Die Grünen Ortsverbands Nordhorn. Mit dabei waren außerdem Nordhorn nachhaltig e.V., das Bürgerforum Nordhorn e.V. sowie der Sportfischerverein Nordhorn e.V.. Am 28. Januar fand eine letzte Pflanzaktion in den Gemeinden Ohne und Samern statt. Diese wurde von Mitgliedern des Angelsportvereins Schüttorf e.V. und der BUND Kreisgruppe Grafschaft Bentheim sowie weiteren Freiwilligen der Gemeinde Ohne, darunter auch die Bürgermeisterin Charlotte Ruschulte, begleitet. Nach getaner Arbeit kamen alle HelferInnen der Pflanzaktion in Ohne/Samern zu einem Gruppenbild zusammen. Abgerundet wurde der gemeinsame Vormittag anschließend mit Kaffee und Brötchen. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Was muss bei einer Uferbepflanzung beachten werden? Geeignete Gehölze auswählen Bei der Auswahl von Gehölzen ist entscheidend, dass es sich um standortgerechte, heimische Arten aus gesicherter Herkunft handelt. Im Fall einer Uferbepflanzung ist klar: was hier wachsen soll, muss Nasse Füße und hin und wieder auch eine komplette Überflutung vertragen. Als Arten der Weichholzaue sind Weiden und Erlen perfekt an diese Bedingungen angepasst. So besitzt die Schwarzerle (Alnus glutinosa) sogenannte Lentizellen an der Stammbasis und an den Oberflächennahen Wurzeln. Mithilfe dieser Poren werden die Wurzeln der Schwarzerle trotz des nassen Untergrundes mit genügend Luft versorgt. Frisch gepflanzt ist die Schwarzerle (Alnus glutinosa) eher unscheinbar. Später lässt sie sich gut an ihren dunklen, zapfenartigen Früchten erkennen. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Die Weide [...]

Von |2023-03-29T10:47:59+02:009. Februar 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Neue Gehölze für das Vechte-Ufer – Pflanzaktionen in der Grafschaft

Zweite InselBiotope-Pflanzaktion auf der Insel Rügen

Zweite InselBiotope-Pflanzaktion auf der Insel Rügen 13. Januar 2023 Am 29.11.2022 halfen 22 Schulkinder der DRK Schule „Rügenwind“ auf einer Fläche zwischen ihrer Schule und dem Mönchsoll in Patzig mehrere Obstbäume einzupflanzen. Die Aktion fand im Rahmen des Projektes InselBiotope des Landschaftspflegeverbandes Rügen e.V. und mit Unterstützung der Baumschule Rügen statt. Ein Schulgarten der anderen Art Bereits zum zweiten Mal wurden unter der Anleitung von Florian Wolf, dem Inhaber der Baumschule Rügen, mehrere Obstbäume gemeinsam mit Schüler:innen gepflanzt, um eine Streuobstwiese anzulegen. Die Aktion kam bei den Jugendlichen trotz den kühlen Temperaturen sehr gut an: es wurde fleißig gegraben, Pflanzerde verfüllt und Pfähle gesetzt. Florian Wolf erklärt auch, warum es wichtig ist, einen Gießring anzulegen und einen fachgerechten Pflanzschnitt durchzuführen und zeigt die grundlegenden Schritte dazu. Zum krönenden Abschluss erhielten einige der neuen Bäumchen noch Namen und wurden mit Weihnachtsbaumkugeln festlich geschmückt. Klassenlehrerin Annett Fischer freut sich über die tolle Gelegenheit, denn sobald das erste Obst reif ist, können die Schüler:innen im Unterricht beispielsweise Marmeladen und Apfelmus daraus herstellen. Die Schüler:innen der DRK Schule „Rügenwind“ helfen fleißig beim Ausheben der Pflanzgruben, verteilen die Pflanzerde und legen Gießringe an. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Wertvolle Lebensräume entstehen Dank Maßnahmen wie der Anlage von Streuobstwiesen entstehen Lebensräume für viele verschiedene Tierarten, die hier ein reiches Nahrungsangebot finden. Insekten, Kleinsäuger, Vögel und Fledermäuse profitieren von den Blüten und Früchten der Obstbäume oder den Versteckmöglichkeiten in den älteren Bäumen. Wichtig ist eine fachgerechte und extensive Pflege der Flächen, um diesen Lebensraum langfristig erhalten zu können. Dabei liegt auch der Nutzen für die Menschen vor Ort klar auf der Hand, denn diese wertvollen Bestandteile unserer Kulturlandschaft liefern gesundes, regionales Obst, ganz ohne lange Transportwege. Igel freuen sich ganz besonders über die Früchte der Streuobstwiesen. Quelle: Erik Karits / Pixabay. Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmetyp: Umweltbildung mit Schulklassen Ziel: Streuobstwiese Größe: 13 Obstbäume Umsetzung: 29. November 2022 Ausführnedes Unternehmen: Baumschule Rügen Kosten: 1.900 € (brutto) Sie haben Fragen zur Konzipierung von Naturschutzmaßnahmen und naturnaher Umfeldgestaltung von Kleingewässern im Siedlungsbereich? Dann nehmen Sie gern Kontakt auf. Weitere Informationen zum Biotopverbund InselBiotope: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Telefon: 03838 404512 E-Mail: poststelle@lpv-ruegen.de

Von |2024-11-18T11:44:42+01:0013. Januar 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Zweite InselBiotope-Pflanzaktion auf der Insel Rügen

Schutz der Wiesenbrüter: Freisinger Informationsbroschüre motiviert zur Eigeninitiative

Schutz der Wiesenbrüter: Freisinger Informationsbroschüre motiviert zur Eigeninitiative 07. Dezember 2022 Ende Oktober erschien die kostenfreie Informationsschrift „Biotopverbundmaßnahmen in Wiesenbrütergebieten im Ampertal erfolgreich umsetzen“. Herausgegeben wird die Broschüre im Zusammenhang mit dem Teilprojekt „MehrWERT – Freisinger Ampertal“, im Rahmen des BiotopVerbund-Projektes „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“. Anhand konkreter und bereits durchgeführter Maßnahmen zeigt die Broschüre Möglichkeiten auf, wie auch ohne großen Aufwand Trittsteinbiotope aufgebaut und miteinander verbunden werden können. Renaturierung einer Flusslandschaft Seit 2020 läuft das von der Heinz Sielmann Stiftung koordinierte BiotopVerbund-Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt mit Unterstützung von Bundesamt für Naturschutz und Bundesumweltministerium. Das Teilprojekt „MehrWERT – Freisinger Ampertal“ im Landkreis Freising wird durch den Bayerischen Naturschutzfonds gefördert. Kommunalpolitik, Landwirtschaft und Naturschutzverbände engagieren sich gemeinsam im Ampertal für Wiesenbrüter und deren ökologische Bedürfnisse. „Es ist unser Ziel, Teile des Ampertals ökologisch aufzuwerten und damit wieder näher an ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zu führen. Dazu müssen die Folgen jahrelanger Entwässerung und Nutzungsintensivierung auf diesen Flächen ausgeglichen werden“, erläutert Projektleiter David Eschler. Der Große Brachvogel (Numenius arquata) benötigt für die erfolgreiche Brut extensiv genutztes Feuchtgrünland mit temporär wasserführenden Seigen. Foto: Johann Schranner. a Lebensräume für Wiesenbrüter Im Rahmen des MehrWERT-Teilprojektes fanden entsprechende Maßnahmen zur ökologischen Aufwertung von Grünlandflächen unter anderem bei Thonstetten statt. Der Schwerpunkt lag dabei auf den in den Wiesen brütenden Vögeln, wie Kiebitz und Großer Brachvogel. Sie benötigen die neu geschaffenen Strukturen dringend als Lebensraum, der gleichzeitig Teil eines übergeordneten Netzwerkes aus Einzelbiotopen ist und so einen Biotopverbund bildet. „Mit der Broschüre und den bereits umgesetzten Maßnahmen wollen wir zeigen, was möglich ist, um wieder naturnahe und somit artenreiche Biotope zu schaffen. Wir möchten als gutes Beispiel vorangehen und so die Menschen auf kommunaler, aber auch auf privater Ebene motivieren, selbst etwas für die Renaturierung des Ampertals zu tun“, beantwortet Eschler die Frage nach den Zielen des Projektes. Baggerarbeiten bei der Anlage einer Seige im Projektgebiet Thonstetten. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e.V. a Förderprogramme nutzen Zusätzlich zu den praktischen Biotopverbundmaßnahmen gibt die Broschüre auch Tipps zur Beantragung von Fördergeldern in Bezug auf die Pflege, Wiederherstellung und Neuschaffung ökologisch wertvoller Lebensräume. Die PDF-Version der Broschüre können sie hier oder bei "Aktuelles" im Downloadbereich herunterladen. Weitere Informationen zum Biotopverbund MehrWERT: Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161 600-439 E-Mail: david.eschler@kreis-fs.de

Von |2023-01-16T13:29:54+01:007. Dezember 2022|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Schutz der Wiesenbrüter: Freisinger Informationsbroschüre motiviert zur Eigeninitiative

Workshop zum Thema „Biotopverbund im Freisinger Ampertal“

Workshop zum Thema „Biotopverbund im Freisinger Ampertal“ 06. Dezember 2022 Um den Zwischenstand der Maßnahmenumsetzungen zum Biotopverbund im Projektgebiet Thonstetten zu besprechen und die Frage „Wie wird der Biotopverbund im gesamten Ampertal aufgebaut?“ zu erörtern trafen sich am 29.11.2022 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, verschiedener Verwaltungen, sowie von Stiftungen, Verbänden und weiteren Institutionen im Pallotti-Haus Freising. Zu den Teilnehmenden des Workshops „Biotopverbund im Freisinger Ampertal“ zählten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Kranzberg und Allershausen sowie der Stadt Moosburg, der Verwaltung des Wasserwirtschaftsamtes München, sowie von Stiftungen (Bayerischer Naturschutzfonds, Heinz Sielmann Stiftung), Verbänden/Vereinen (Wasser- und Bodenverband Moosach, Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V., Landschaftspflegeverband Dachau e.V., Heideflächenverein Münchener Norden e.V., Landschaftspflegeverband Freising e.V.) und weiteren Institutionen (ILE – Integrierte Ländliche Entwicklung Kulturraum Ampertal, Ökomodellregion Kulturraum Ampertal, PAN – Planungsbüro für angewandten Naturschutz GmbH, Schober Gesellschaft für Landschaftsplanung mbH). Im ersten Teil der Veranstaltung, am Vormittag, wurden die Teilnehmenden grundlegend über das Thema „Biotopverbund“ und das BiotopVerbund-Projekt informiert. Hierbei stellten die Projektbeteiligten vor allem Biotopmaßnahmen vor, welche bereits im Rahmen des BiotopVerbund-Projektes in den Modellregionen Rügen, Grafschaft Bentheim und Freising umgesetzt wurden. Zusätzlich berichtete Frau Sandra Semmler vom Heideflächenverein Münchener Norde e.V. über Maßnahmen zur Renaturierung von Heideflächen und zur Entwicklung des Biotopverbundes im Münchener Norden. Anschließend stellte Matthias Maino vom Landschaftspflegeverband Freising e.V. Ergebnisse eines Projektes zum Schutz von Quellmooren vor und erörterte mit welchen Maßnahmen diese wieder zu Trittsteinen im Biotopverbund im Freisinger Ampertal werden können. Weiterhin stellte Matthias Maino die Gebietskulisse des Ampertals vor und skizzierte mögliche zukünftige gemeinsame Projekte zur Aufwertung des Biotopverbundes im Ampertal. Vorträge aus den Modellregionen des BiotopVerbund-Projektes, aus der Münchener Schotterebene und dem Ampertal informierten die Teilnehmenden des Workshops über mögliche und einfach umzusetzende Biotopverbundmaßnahmen. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e.V. a Nach einer gemeinsamen Mittagspause stellte Frau Christine Simlacher vom PAN – Planungsbüro für angewandten Naturschutz best-practice Beispiele für Biotopmaßnahmen im Rahmen des BayernNetzNatur-Projektes vor. Hierbei wurden verschiedene Herangehensweisen zur Umsetzung von Biotopmaßnahmen aufgezeigt, wobei auch auf die örtlichen Voraussetzungen und allgemeinen Rahmenbedingungen eingegangen wurde. Aspekte wie z.B. Umweltbildung, Vermarktungsstrategien und Beteiligung der Landwirtschaft wurden anschließend als potentielle akzeptanzsteigernde Maßnahmen für zukünftige Projekte im Ampertal diskutiert. Aufgrund der hohen Flächenpreise und der damit eingehenden geringen Flächenverfügbarkeit wurde des Weiteren die Rolle kommunaler Flächen bei der Weiterentwicklung des Biotopverbundes in der Gebietskulisse des Ampertals diskutiert. Frau Christine Simlacher vom PAN – Planungsbüro für angewandten Naturschutz präsentierte den Teilnehmenden des Workshops am Nachmittag Ergebnisse von best-practice Beispiele aus dem BayernNetzNatur-Projekt. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e.V. a Bei der Diskussion wurde auch eine Umfrage, zu den größten Herausforderungen bei der Umsetzung von Biotopverbundmaßnahmen, ausgewertet. Hierbei stellte sich heraus, dass über alle Akteursgruppen hinweg „Finanzen“ in Bayern kein besonders großes Hindernis für die Umsetzung von Biotopmaßnahmen sind – vielmehr mangelt es in der Region an qualifiziertem Fachpersonal für die Bearbeitung der Projekte. Gemeinsam mit allen Beteiligten wurden die Ergebnisse der Umfrage aus den verschiedenen Blickwinkeln der unterschiedlichen Akteursgruppen betrachtet und weiterhin die [...]

Von |2023-01-16T13:25:47+01:006. Dezember 2022|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Workshop zum Thema „Biotopverbund im Freisinger Ampertal“

Workshop zum Thema „Biotopverbund auf der Insel Rügen“

Workshop zum Thema „Biotopverbund auf der Insel Rügen“ 21. November 2022 Am 15. November trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, verschiedenen Verwaltungen, sowie von Stiftungen, Verbänden und weiteren Institutionen im Naturerbe Zentrum Rügen, um sich beim Workshop „Biotopverbund auf der Insel Rügen“ über das Thema Biotopverbund zu informieren und gemeinsam dazu auszutauschen. Zu den Teilnehmenden des Workshops zählten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Altefähr, Gingst und Wiek, der Verwaltungen des Forstamtes Rügen, des Biosphärenreservatsamts Südost Rügen und der unteren Naturschutzbehörde Neumünster, sowie von Stiftungen (WWF Deutschland, OSTSEESTIFTUNG, Heinz Sielmann Stiftung), Verbänden/Vereinen (Wasser- und Bodenverband Rügen, Landschaftspflegeverband Rügen e.V.) und weiteren Institutionen (biota – Institut für ökologische Forschung und Planung). Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einer Einführung in das Thema „Biotopverbund“ und das gleichnamige BiotopVerbund-Projekt stellten die Projektbeteiligten den Teilnehmenden Biotopmaßnahmen vor, welche bereits im Rahmen des BiotopVerbund-Projektes in den Modellregionen Rügen, Grafschaft Bentheim und Freising umgesetzt wurden. Anschließend informierte Katharina Brauer vom WWF Deutschland über die Maßnahmen zur Renaturierung von Kleingewässern im Ostseeraum, welche im Verbundprojekt „Schatzküste“ durchgeführt wurden und den Biotopverbund in dieser Region stärken. Dr. Tim Hoffmann, vom biota Institut für ökologische Forschung und Planung, stellte im Anschluss vor, wie mit Hilfe von GeoDaten geeignete Flächen für den Biotopverbund identifiziert werden können. Die Teilnehmenden des Workshops diskutieren über die Ergebnisse der Umfrage und erörtern Gründe und mögliche Lösungen. Foto: Heinz Sielmann Stiftung a Am Nachmittag, nach einer gemeinsamen Mittagspause, diskutierten die Teilnehmenden über Perspektiven zur Stärkung des Biotopverbundes auf der Insel Rügen. Hierbei wurde besonders die Bedeutung kommunaler Flächen, wichtiger Flächeneigentümer sowie die Einbeziehung aller relevanten Akteursgruppen, insbesondere Landwirtschaft und Jägerschaft, hervorgehoben. Zusätzlich wurde am Nachmittag eine Umfrage ausgewertet, welche die Meinung der Teilnehmenden zu den größten Herausforderungen bei der Umsetzung von Biotopverbundmaßnahmen erfragte. Die Ergebnisse wurden aus den verschiedenen Blickwinkeln der unterschiedlichen Akteursgruppen betrachtet und anschließend gemeinsam mögliche Gründe für die Herausforderungen erörtert und potentielle Lösungen formuliert. Insgesamt wurde festgehalten, dass noch großes Potential zum Ausbau des Biotopverbundes besteht und die Bereitschaft bei allen Akteursgruppen zur Umsetzung vorhanden ist – aber auch, dass noch einige Rahmenbedingungen verändert werden müssen um die Prozesse effektiver zu gestalten.

Von |2023-01-16T13:19:55+01:0021. November 2022|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Workshop zum Thema „Biotopverbund auf der Insel Rügen“
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