21. November 2022

Am 15. November trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, verschiedenen Verwaltungen, sowie von Stiftungen, Verbänden und weiteren Institutionen im Naturerbe Zentrum Rügen, um sich beim Workshop „Biotopverbund auf der Insel Rügen“ über das Thema Biotopverbund zu informieren und gemeinsam dazu auszutauschen.

Zu den Teilnehmenden des Workshops zählten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Altefähr, Gingst und Wiek, der Verwaltungen des Forstamtes Rügen, des Biosphärenreservatsamts Südost Rügen und der unteren Naturschutzbehörde Neumünster, sowie von Stiftungen (WWF Deutschland, OSTSEESTIFTUNG, Heinz Sielmann Stiftung), Verbänden/Vereinen (Wasser- und Bodenverband Rügen, Landschaftspflegeverband Rügen e.V.) und weiteren Institutionen (biota – Institut für ökologische Forschung und Planung).

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und einer Einführung in das Thema „Biotopverbund“ und das gleichnamige BiotopVerbund-Projekt stellten die Projektbeteiligten den Teilnehmenden Biotopmaßnahmen vor, welche bereits im Rahmen des BiotopVerbund-Projektes in den Modellregionen Rügen, Grafschaft Bentheim und Freising umgesetzt wurden. Anschließend informierte Katharina Brauer vom WWF Deutschland über die Maßnahmen zur Renaturierung von Kleingewässern im Ostseeraum, welche im Verbundprojekt „Schatzküste“ durchgeführt wurden und den Biotopverbund in dieser Region stärken. Dr. Tim Hoffmann, vom biota Institut für ökologische Forschung und Planung, stellte im Anschluss vor, wie mit Hilfe von GeoDaten geeignete Flächen für den Biotopverbund identifiziert werden können.

Abbildung 1 Vorträge am Vormittag informieren die Teilnehmenden des Workshops u.a. über das BiotopVerbund-Projekt und verschiedene Biotopverbundmaßnahmen @ BiotopVerbund-Projekt

Am Nachmittag, nach einer gemeinsamen Mittagspause, diskutierten die Teilnehmenden über Perspektiven zur Stärkung des Biotopverbundes auf der Insel Rügen. Hierbei wurde besonders die Bedeutung kommunaler Flächen, wichtiger Flächeneigentümer sowie die Einbeziehung aller relevanten Akteursgruppen, insbesondere Landwirtschaft und Jägerschaft, hervorgehoben. Zusätzlich wurde am Nachmittag eine Umfrage ausgewertet, welche die Meinung der Teilnehmenden zu den größten Herausforderungen bei der Umsetzung von Biotopverbundmaßnahmen erfragte. Die Ergebnisse wurden aus den verschiedenen Blickwinkeln der unterschiedlichen Akteursgruppen betrachtet und anschließend gemeinsam mögliche Gründe für die Herausforderungen erörtert und potentielle Lösungen formuliert. Insgesamt wurde festgehalten, dass noch großes Potential zum Ausbau des Biotopverbundes besteht und die Bereitschaft bei allen Akteursgruppen zur Umsetzung vorhanden ist – aber auch, dass noch einige Rahmenbedingungen verändert werden müssen um die Prozesse effektiver zu gestalten.

Abbildung 2 Die Teilnehmenden des Workshops diskutieren über die Ergebnisse der Umfrage und erörtern Gründe und mögliche Lösungen. @ BiotopVerbund-Projekt.

a