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2. Steuergruppen-Sitzung im MehrWert-Projekt

2. Steuergruppen-Sitzung im MehrWert-Projekt 12. Mai 2022 Im Rahmen des Teilprojektes MehrWert fand am 10.05.2022 die 2. Sitzung der „Steuergruppe Ampertal“ in Thonstetten statt. Bei dieser Sitzung tauschten sich die Vertreter:innen der Ampertal- Gemeinden Langenbach und Haag und der Stadt Moosburg, der Unteren Naturschutzbehörde Landkreis Freising, der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung Oberbayerns, des Wasserwirtschaftsamtes München, des Landschaftspflegeverbands Freising e.V. und der Heinz Sielmann Stiftung zum aktuellen Stand des Projektes aus. Das MehrWert-Projekt, welches im Rahmen des BiotopVerbund-Projektes „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ durchgeführt wird, hat zum Ziel gemeinsam mit Kommunen den Biotopverbund im Freisinger Ampertal zu stärken. Hierzu werden im Wiesenbrütergebiet Thonstetten beispielhaft konkrete Biotopverbundmaßnahmen umgesetzt. Abbildung 1 Ein einseitig abgeflachter Graben im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: Johannes Heinze, Heinz Sielmann Stiftung. Zu Beginn der Sitzung informierte Matthias Maino (Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Freising e.V.) über Hintergründe und Ziele des Projektes, sowie über die durchgeführten Maßnahmen im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Beispielhaft wurde hierzu der projekteigene Film über den Bau eines Storchenhorstes in Thonstetten vorgeführt. Anschließend diskutierten die Teilnehmer:innen den aktuellen Stand des Projektes und tauschten sich über zukünftige Herausforderungen aus. Zum Schluss des ersten Teils der Steuergruppensitzung erhielten die Bürgermeisterin der Gemeinde Langenbach, Susanne Hoyer, der Bürgermeister der Gemeinde Haag, Anton Geier, sowie der Bürgermeister der Stadt Moosburg, Josef Dollinger, und Sebastian Kreitmeier von der Stadt Moosburg eine Auszeichnung für bislang umgesetzte Maßnahmen zum Biotopverbund in ihren Kommunen. Abbildung 2 Links (v.l.n.r.): Anton Geier (Bürgermeister der Gemeinde Haag), Josef Dollinger (Bürgermeister der Stadt Moosburg) und Susanne Hoyer (Bürgermeisterin der Gemeinde Langenbach) bei der Steuergruppensitzung. Rechts: Sebastian Kreitmeier (Vertreter der Stadt Moodsburg; links) und Matthias Maino (Landschaftspflegeverband Freising e.V.; rechts) bei der Übergabe der Plaketten, als Auszeichnung für die umgesetzten Maßnahmen. Fotos: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V. Nach der Preisverleihung und einer kurzen Pause begaben sich die Teilnehmer:innen der 2. Steuergruppen-Sitzung auf eine Exkursion in das Projektgebiet „Wiesenbrütergebiet Thonstetten“, im Ampertal. Dort informierten David Eschler und Matthias Maino, vom Landschaftspflegeverband Freising e.V., die Teilnehmer:innen, an verschiedenen Standorten, über die bislang durchgeführten und geplanten Maßnahmen zur Stärkung des Biotopverbundes im Projektgebiet. Abbildung 3 David Eschler vom Landschaftspflegeverband Freising e.V. erläutert die bisher umgesetzten Maßnahmen im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: Johannes Heinze, Heinz Sielmann Stiftung. Bei anregenden Diskussionen wurden zusätzlich wertvolle Informationen ausgetauscht, welche für die Umsetzung zukünftiger Maßnahmen und die Beteiligung weiterer Kommunen wichtig sind. Abbildung 4 Konstruktive Diskussion der Teilnehmer:innen an einen Maßnahmen-Standort im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V.       Haben Sie Fragen zum Biotopverbund im Freisinger Ampertal? Dann rufen Sie uns einfach an. Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161/600-439

Von |2022-05-13T09:22:56+02:0013. Mai 2022|Allgemein|0 Kommentare

Umfeldgestaltung – vor der Pflanzung erst das Aufräumen

Umfeldgestaltung - vor der Pflanzung erst das Aufräumen 11. April 2022 Um an den Gewässern in Gingst, Trent und Patzig die in den Entwürfen vorgesehenen Umfeldgestaltungsmaßnahmen mit umfangreichen Gehölzpflanzungen und der Anlage von Lebensraumelementen durchführen zu können, mussten zuerst einige Gehölze weichen. Leitbilder für optimale Lebensräume Zu Beginn einer jeden Maßnahme muss zunächst das Ziel klar definiert sein, wie der optimale und naturnahe Lebensraum der heimischen Arten aussehen soll. Das übergeordnete Leitbild für die Aufwertung und Umfeldgestaltung der Kleingewässer sieht heimische und standortgerechte Gehölzbestände um die Gewässer vor, wobei jedoch auch eine gute Besonnung für einen optimalen Lebensraum von Amphibien gewährleistet sein soll. An den drei Gewässern in Gingst, Trent und Patzig fanden sich hier ganz unterschiedliche Ausgangssituationen. Eine Gemeinsamkeit gab es allerdings: nichtheimische Gehölzbestände, die in unmittelbarer Nähe zum Ufer für starke Beschattung oder reichlich Laubeintrag sorgten. Bevor also im Umfeld der Gewässer standortgerechte Pflanzungen aus heimischen Gehölzen angelegt werden können, sind erst einige Maßnahmen zum „Aufräumen“ erforderlich. Umfangreiche Rodungsarbeiten für eine bessere Ausgangssituation Auch wenn es im ersten Moment etwas wüst an den Gewässern anmutet – die umfangreichen Gehölzrodungen sind wichtig. Es wurden an allen drei Gewässern nichtheimische Nadelgehölze wie Lebensbäume (Thuja spec.) und Fichten (Picea spec.) entnommen, die nur einen geringen ökologischen Wert aufweisen. In Trent wurden zudem große Hybrid-Pappeln (Populus x canadensis) gefällt, die nicht nur für eine starke Verschattung des Kleingewässers sorgten, sondern auch aufgrund des hohen Alters stark bruchgefährdet waren, sodass neben großen Mengen an Laub auch Äste in das Gewässer fielen, was wiederum erhöhte Nährstoffeinträge bedeutete. Gesunde Gehölzbestände für langfristig stabile Lebensräume fördern In Patzig waren weitere Rodungsarbeiten erforderlich. Hier war der heimische Zitter-Pappel-Bestand (Populus tremula) von einer unbekannten Krankheit befallen, die sowohl junge als auch alte Bäume stark schädigte und zum Teil sogar bereits zum Absterben führte. Um ein weiteres Ausbreiten der Krankheit zu unterbinden oder zumindest zu verlangsamen, wurden befallene Pappeln und auch der üppige Jungwuchs entfernt. Der Gehölzbestand soll im weiteren Verlauf des Projektes einen neuen, artenreichen Saum erhalten, der auch in Zukunft für eine gesunde Naturverjüngung der Fläche sorgen wird. Um die kranken Gehölze möglichst bestandsschonend zu entfernen, wurde von der ausführenden Firma ein Spezialbagger (Menzi Muck Schreitbagger) eingesetzt, welcher einzelne Bäume greifen und zugleich absägen kann. Abbildung 1: Einsatz des Spezialbaggers am Mönchsoll in Patzig (Foto: LPV Rügen e.V., 07.02.2022)   Fachgerechte Gehölzpflege als Präventionsmaßnahme Wie schon die vom LPV Rügen e.V. organisierten Workshops zum Themenschwerpunkt „Naturnah pflegen“ und die dazugehörige Broschüre vermitteln, ist die richtige Pflege das A und O für gut entwickelte und vitale Gehölzbestände, an denen Mensch und Tier lange Freude haben. Im Idealfall werden die Gehölze bereits ab der Pflanzung regelmäßig beschnitten, um einen dichteren und gesünderen Aufbau zu erreichen und somit langlebige und sichere Rückzugsorte für viele Tierarten zu bieten. Doch auch wenn die Pflege einige Jahre vernachlässigt wurde, können einige ältere Bäume auch mit radikal erscheinenden Maßnahmen noch gerettet werden. Kopfweiden: Kulturgut und wertvolles Lebensraumelement [...]

Von |2022-04-13T11:55:03+02:0011. April 2022|Allgemein|0 Kommentare

BV Bodensee Kleingewässer und Nasswiese in Mahlspüren

Anlage eines Kleingewässers und Entwicklung einer Nasswiese in Mahlspüren im Tal/Stockach Baggerarbeiten zur Anstauung eines kleinen Baches in Mahlspüren. Foto: Jana Schneider. Historie Die Wiese befand sich im Eigentum eines Landwirtes und wurde zeitweise mit Rindern beweidet. Das umliegende Gebiet war bereits zuvor als Feuchtwiesenbiotop erfasst, konnte durch die umgesetzte Maßnahme jedoch erweitert und verbessert werden. Problemdarstellung Gerade in der zunehmend intensiv genutzten Kulturlandschaft wird der Erhalt und die Schaffung artenreicher Feucht- und Nasswiesen immer wichtiger, und das unabhängig von deren Größe. Sie gehören zu den wichtigsten Grünlandtypen. Da sie vom Vorfrühling bis in den Herbst blühen, sorgen sie für eine abwechslungsreiche Landschaft und bieten nebenbei einen essentiellen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Beschreibung der Maßnahme/n Durch den Flächenerwerb konnte die Erweiterung des bereits bestehenden Feuchtwiesen-Biotops gewährleistet werden. Auf der gekauften Fläche wurde durch Anstauen des Baches ein Kleingewässers entwickelt und das umliegende Grünland wird extensiviert. Durch die verschiedenen Schritte sollen auf kleiner Fläche vielfältige Lebensräume für Amphibien, Wasserinsekten, Heuschrecken und Tagfalter entstehen. Eine Aufwertung der Biotopverbundsachse feuchter Standorte ist hierdurch vorherzusehen. Angestautes Kleingewässer in Mahlspüren nach den Baggerarbeiten. Foto: Jana Schneider. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage von Stillgewässer und Extensivierung von Grünland Ziellebensraum Stillgewässer, Nasswiese Größe des Biotops ca. 1,3 ha Umsetzungszeitpunkt 2022 Kooperationspartner Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten 23.300 € (Flächenerwerb ca. 16.200 €, Kosten für die Umsetzung ca. 7.100) Ort 47.852695, 9.095812 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde durch die Heinz-Sielmann-Stiftung umgesetzt und überwiegend durch Spenden finanziert. Das Maßnahmengebiet befindet sich im Eigentum der Stiftung und wird durch diese weiterhin gepflegt. Neu geschaffenes Kleingewässer und umgebende Nasswiese in Mahlspüren. Foto: Jana Schneider. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: bodensee@sielmann-stiftung.de

Von |2022-04-05T15:24:41+02:005. April 2022|Steckbrief|0 Kommentare

Groß angelegte Pflegemaßnahme im Wiesenbrütergebiet Thonstetten

Groß angelegte Pflegemaßnahme im Wiesenbrütergebiet Thonstetten 21. März 2022 Durchgeführte Grabenfreistellungen von Gehölzen soll die Wiederansiedlung der Wiesenbrüter unterstützen. Das Wiesenbrütergebiet in Thonstetten ist ein ehemaliges Niedermoor. Um das Gebiet landwirtschaftlich nutzbar zu machen, wurden hier Entwässerungsgräben angelegt, die heute immer noch bestehen. Aufgrund fehlender Pflege sind einige dieser Gräben mit Gehölzen zugewachsen. Diese vertikalen Strukturen verhindern unter anderem die Wiederansiedlung des bodenbrütenden Brachvogels, denn er reagiert sehr empfindlich auf lange und dichte Hecken, von welchen er mit seinem Gelege mind. 100 m Abstand hält. Nach der Entbuschung und einer anschließenden artenreichen Ansaat werden die Gräben zusätzlich zu einem Lebensraum für zum Beispiel Libellen, wie die selten gewordene Vogel-Azurjungfer. Abb. 1 Graben vor (links), während (mitte) und nach (rechts) der Gehölzentfernung. Foto: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V..   Rahmenbedingungen und Umsetzung Diese Maßnahme setzt die Ziele des Projektes im Bundesprogramm Biologische Vielfalt um, da gefährdeten Arten der Roten Liste Deutschlands, wie die Vogel-Azurjungfer oder der Große Brachvogel, entlang dieser künstlichen Kleingewässer ein Dasein ermöglicht wird. Gefördert wurde die Maßnahme zu 90 % über Mittel der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien, die restlichen Gelder hat der Landschaftspflegeverband Freising aufgebracht. Abb. 2 Bei der Entbuschung wurden auch größere Gehölze entfernt. Foto: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V..   Im Februar dieses Jahres, setzte der Landschaftspflegeverband Freising mithilfe von fachkundigen Betrieben, die Entbuschung mit einer Länge von ca. 700 Metern um. Im Frühling soll dann entlang der Gräben eine artenreiche Ansaat mit gebietseigenem Saatgut erfolgen. Für die Zukunft wünscht sich der Landschaftspflegeverband Freising, noch mehr Gräben im Wiesenbrütergebiet Thonstetten in Zusammenarbeit mit aufgeschlossenen Landwirten:innen freistellen zu dürfen. Dadurch hätte die bedrohte Tierwelt in diesem einzigartigen Lebensraum einen langfristigen und sicheren Rückzugsort. Möglich war die Umsetzung dieser Naturschutzmaßnahme nur mit Einverständnis der beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe, der Stadt Moosburg, der Unteren Naturschutzbehörde Freising und der Regierung von Oberbayern. Abb. 3 Abtransport der gerodeten Gehölze. Foto: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V..   Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmentyp: Grabenfreistellung von Gehölzen Ziellebensraum: Naturnahe Gräben Größe: Rund 700 m Länge Umsetzung: Februar 2022 Kooperationspartner: Flächeneigentümer, Stadt Moosburg, Untere Naturschutzbehörde Freising, Regierung von Oberbayern Kosten: <10.000 € (inkl. Planungskosten) Wollen Sie sich auch für den Biotopverbund einsetzen? Dann rufen Sie uns einfach an. Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161/600-439

Von |2022-03-21T08:01:31+01:0021. März 2022|Allgemein|0 Kommentare

Mit der Natur-AG am Schulwald Laar

Mit der Natur-AG am Schulwald Laar 7. März 2022 Ein Nachmittag rund um die Weide Die Schülerinnen und Schüler der Natur-AG des Gymnasiums an der Vechte in Emlichheim trafen sich auf Einladung der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Anfang März am Schulwald in Laar für einen Aktionsnachmittag rund um die Weide. Die Weide mit den Kühen oder die Weide mit den Kätzchen? Was ist gemeint? Das wurde erst einmal bei einem Teekesselchen-Spiel geklärt – gemeint ist natürlich der Baum bzw. Strauch. Es gibt viele Arten von Weiden. Im Schulwald in Laar wachsen sie besonders gut, denn so nah an der Vechte ist der Untergrund feucht. Abb.1 Schüler:innen der Natur-AG am Stadtwald Laar. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Von Hochstaplern und Hexenbesen   An drei Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler aktiv werden: beim Sägen von Stammholz, beim Stapeln der Holzscheiben zu einem möglichst hohen Turm (der Rekord lag bei 119 cm!) und beim Abschneiden und Bündeln von Weidenruten. Aus den Bündeln wurden im Handumdrehen Hexenbesen gebastelt, die natürlich auch mit nach Hause genommen werden durften. Lehrer Christian Kühlenborg war beeindruckt von der Kreativität seiner AG und freut sich schon auf zukünftige gemeinsame Aktionen. Für Mai ist der nächste Ausflug in den Schulwald geplant, dann wird sich alles um die Erforschung der Umgebung drehen. Abb.2 Hier werden Weidenruten mit einem speziellen Gerät gebündelt. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Aktionstyp: Thematischer Aktionsnachmittag Zielgruppe: Schüler:innen 5./6. Klasse Umsetzung: März 2022 Kooperationspartner: Gymnasium an der Vechte Emlichheim Kosten: 175 € für für die Busfahrt von der Schule zum Schulwald und zurück, Umweltbildung in Eigenleistung Sie haben Fragen zur Organisation eines Aktionsnachmittages? Ihre Ansprechpartnerin Manuela Monzka, Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim van-Delden-Str. 1-7, 48529 Nordhorn Telefon: 05921 96-1620 E-Mail: manuela.monzka@Grafschaft.de

Von |2022-03-10T07:49:06+01:007. März 2022|Allgemein|0 Kommentare

Gehölzpflegeworkshops für Gemeinden auf Rügen

Gehölzworkshops für Gemeinden auf Rügen 21. Februar 2022 Zur Unterstützung der Kommunen bei der fachgerechten Pflege des Siedlungsgrüns organisierte der LPV Rügen e.V. die Workshops „InselBiotope: Naturnah pflegen“. Denn nur wenn Gehölze und Blühwiesen richtig gepflegt werden, können sie langfristig als Habitate und auch als Trittsteinbiotope, mit denen der Zersiedelung von Lebensräumen entgegengewirkt werden kann, dienen. Biotopverbund beginnt mit kleinen Schritten Um den Biotopverbund bundesweit zu stärken, kann auch schon in einem kleinen Rahmen, innerhalb von Kommunen, viel getan werden, indem der lokale Biotopverbund ökologisch aufgewertet wird. Schon kleine Flächen mit naturnaher und extensiver Pflege helfen, damit sich Arten auch im Siedlungsraum wieder ansiedeln und einen dauerhaften Lebensraum finden können. Hierzu sollen die Projekt-Workshops und die dafür erarbeitete Broschüre als Unterstützung dienen. Denn mit fachgerechter Pflege wird eine gesunde Entwicklung und ein langfristiger Erhalt von Gehölzbeständen gesichert. Beispielsweise bieten richtig gepflegte Sträucher eine dichte Verzweigung und somit bessere Rückzugsmöglichkeiten für vorkommende Arten. Und auch alte Höhlenbäume (z.B. Allee- oder Kopfbäume) können mit der richtigen Pflege noch viele Jahrzehnte als wertvolles Lebensraumelement erhalten bleiben. Abbildung 1: Praktischer Teil des zweiten Workshops in Patzig - Pflege einer alten Kopfweide mit mehreren Jahren Pflegerückstand (Foto: LPV Rügen e.V., 28.01.2022)   Theorie und Praxis mit dem Fachmann von der Baumschule Rügen Zu diesem Zweck wurden im Januar und Februar 2022 insgesamt vier Workshops mit je bis zu acht Teilnehmern für die Gemeinden und Städte der Insel Rügen angeboten. Bei den halbtätigen Workshops erläuterte der Referent Florian Wolf (Inhaber der Baumschule Rügen) den Gemeindearbeitern zuerst im theoretischen Teil den korrekten Schnitt an unterschiedlichen Gehölzarten mit Positiv- und Negativbeispielen aus der Region. Im Anschluss folgte der praktische Teil, bei welchem er an örtlichen Gehölzbeständen den Schnitt noch einmal vorführte und anschließend die Teilnehmer beim Ausprobieren anleitete. Abbildung 2: Vorder- und Rückseite der Broschüre „Naturnah pflegen“ (LPV Rügen e.V. / Baumschule Rügen)   Unterstützung über die Workshops hinaus Um auch nach den Workshops noch die wichtigsten Informationen zur Verfügung zu stellen, wurde in enger Zusammenarbeit mit der Baumschule Rügen eine Broschüre erstellt, die die behandelten Schwerpunkte im Detail beleuchtet. Sie umfasst somit neben Informationen zum Biotopverbund auch die verschiedenen Schnitttechniken an Hecken und Knickgehölzen, an Kopfbäumen (bspw. Kopfweiden), an Allee- und Solitärbäumen sowie an Obstgehölzen in Streuobstwiesen. Auch die Anlage und richtige Pflege einer Blühwiese wird näher erläutert. Die Broschüre wird den Ämtern und Kommunen kostenfrei zur Verfügung gestellt und kann in der Geschäftsstelle des LPV Rügen e.V. angefordert werden. Die digitale Version kann unter der Rubrik Aktuelles – Downloads heruntergeladen werden. Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmetyp: Workshops zur Unterstützung der Gemeinden bei der Nachsorge Ziellebensraum: Naturnahe Grünflächen in Siedlungen Größe: 4 halbtägige Workshops Umsetzung: 27.01. - 24.02.2022 Kooperationspartner: Baumschule Rügen Kosten: Referent für fachgerechte Pflege / pro Workshop: 420 € Zuarbeit Broschüre: 150 € Druck Broschüre / 500 Stück: 1.100 € Weitere Informationen zum [...]

Von |2022-02-22T08:37:05+01:0022. Februar 2022|Allgemein|0 Kommentare

Pflanzaktion an der Vechte in Nordhorn-Hesepe

Pflanzaktion an der Vechte in Nordhorn-Hesepe 4. Februar 2022 Im Dezember trafen sich bei klirrender Kälte Mitglieder des Sportfischervereins (SFV) Nordhorn e.V. und der BUND Kreisgruppe Grafschaft Bentheim auf Einladung der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, um gemeinsam am Ufer der Vechte in Nordhorn-Hesepe 120 Schwarzerlen und einige Weiden zu pflanzen. Die Erlen strukturieren nun den bisher eher monotonen Uferabschnitt der Vechte und sind hervorragend an die wechselhaften Umweltbedingungen am Fluss angepasst. Pflanzktion am 11.12.21 in Hesepe. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Strukturen für Eisvogel & Co. schaffen „Im Schatte der Erlen kann in Zukunft eine Kinderstube für Fische entstehen und auf den Ästen findet der Eisvogel seinen Ansitz, daher sind solche Naturschutzmaßnahmen sehr wichtig für die Artenvielfalt“, erklärt Carsten Westerhof vom Vorstand des SFV. „Wir setzen uns als BUND schon lange für eine naturnahe Vechte ein, daher ist es umso schöner, wenn sich viele verschiedene Akteure zusammentun“ ergänzt Walter Oppel, Vorsitzender des BUND Grafschaft Bentheim. Pflanzktion am 11.12.21 in Hesepe. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Landschaftsbild verbessern Im Rahmen des BioGraf-Projekts sollen in Zukunft noch weitere ähnliche Aktionen an Vechte und Dinkel erfolgen, nicht zuletzt auch um das Landschaftsbild aufzuwerten und somit die Attraktivität des Vechtetals für die Erholung zu steigern. Die Aktion wurde in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) durchgeführt und von dort unterstützt. Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmetyp: Pflanzaktion Ziel: Strukturanreicherung des Vechte-Ufers zur Förderung der Biodiversität Umsetzung: Dezember 2021 Kooperationspartner: BUND Kreisgruppe Grafschaft Bentheim, Sportfischerverein Nordhorn Kosten: ca. 300 € für Pflanzmaterial, ca. 50 € für Verpflegung der Teilnehmer:innen Sie haben Fragen zur Organisation einer Pflanzaktion? Ihre Ansprechpartnerin Manuela Monzka, Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim van-Delden-Str. 1-7, 48529 Nordhorn Telefon: 05921 96-1620 E-Mail: manuela.monzka@Grafschaft.de

Von |2022-03-10T07:49:33+01:008. Februar 2022|Allgemein|0 Kommentare

Flühtewehr Göttingen

Anlage einer Biotoplandschaft am Flüthewehr im Süden der Stadt Göttingen, Niedersachsen Neu angelegter Wanderweg im Biotop am Flüthewehr im Süden Göttingens. Foto: Büro für Freiraumplanung. Historie Die umgestaltete Fläche mit der Größe von ca. 16 - davon ca. 12 ha Ackerland - ha liegt südlich vom Flüthewehr beidseitig des Flusses Leine. Das bisher intensiv genutzte Ackerland wird aktuell in einen vielfältigen Lebensraum verwandelt und flussbegleitend für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten aufgewertet. Im Fokus stehen Eisvogel, Flussregenpfeifer, Amphibien, Insekten und viele weitere Artengruppen. Für Naturbegeisterte sollen etwa 100 Meter Holzsteg, ein Beobachtungspunkt und Informationselemente entstehen. Um der Natur im Zentrum des Biotops Ruhe zu ermöglichen, wird zudem ein alter Wirtschaftsweg entlang des Leineufers nach Osten verlagert. Der Naturraum entsteht im Rahmen der Nachhaltigkeitsprogramme von Sartorius, der Life Science Konzern übernimmt auch die Kosten in Höhe von mehr als einer Million Euro. Neben der Stadt Göttingen, welche die Initiierung und Realisierung des Projektes gefördert und unterstützt sowie die Fläche zur Verfügung gestellt hat, ist auch die Heinz Sielmann Stiftung aus Duderstadt an dem Projekt beteiligt und hat die Koordination der Maßnahmen übernommen. Problemdarstellung Die Idee der Anlage eines Biotops im Raum von Göttingen entstand aufgrund des persönlichen Engagements des CEO von Sartorius, Dr. Joachim Kreuzburg. Anlass war keine Notwendigkeit im Sinne einer Auflage, die Maßnahme durchzuführen, sondern eine persönliche Überzeugung, der Natur etwas zurückzugeben. Angesichts der Intensivierung der Landwirtschaft, des enormen Flächenverbrauchs auch durch Unternehmen und des Klimawandels sind solche Projekte überall in Deutschland wünschenswert und auch dringend nötig, um flächendeckend Biotopstrukturen zum Erhalt der Artenvielfalt zu schaffen und diese nachhaltig im Sinne einer Biotopverbunds miteinander zu vernetzen. Beschreibung der Maßnahme/n Für die Anlage einer Flutrinne mit Mulden und Senken, mehrerer Flachwassertümpel und eines Teichs wurden seit August 2021 Erdarbeiten mit Bodenaushub durchgeführt. Weiterhin werden: das Ufer entsteint, Strömungslenker eingebaut, eine Spundwand für den Schwimmbalken am neuen Standort eingebaut und am alten Standort demontiert, sowie neue Durchlässe für den Anschluss des Landwehrgrabens an die Leine eingebaut. Zusätzlich wird ein neuer Wirtschaftsweg inkl. Wendeplatz für Betriebsfahrzeuge des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz gebaut, wobei der alte Wirtschaftsweg entlang des Flusses Leine rückgebaut wird. Für die Anlage eines Stegs, eines Beobachtungsturms, von Liegen, Fahrradständern, Infoschildern und Interaktionsstationen entlang der Wanderwege werden aktuell Fundamentbau- und Holzarbeiten durchgeführt. Neu angelegte Flutrinne im Biotop am Flüthewehr im Herbst 2021. Foto: Büro für Freiraumplanung. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage Feuchtbiotop Ziellebensraum Auwald, Flutrinne, Flachwassertümpel, Stillgewässer, Randstrukturen, extensives Grünland Größe des Biotops ca. 16 ha Umsetzungszeitpunkt Umsetzung ab August 2021 (Spatenstich am 16.08.2021) Kooperationspartner Sartorius AG, Stadt Göttingen und Heinz Sielmann Stiftung Kosten ca. 1,5 Mio. € Brutto Ort 51.509643591544034, 9.922468906249524 Rahmenbedingungen Auf Initiative des Life-Science-Konzerns Sartorius und unter Koordination der Heinz Sielmann Stiftung aus Duderstadt entsteht bis Frühjahr 2022 ein vielfältiges Feuchtbiotop südlich des Flüthewehrs, in Nähe zum Naherholungsgebiet Kiessee. Die Stadt Göttingen stellt für das Projekt eine etwa 16 Hektar große Fläche am Fluss [...]

Von |2022-02-07T15:38:04+01:007. Februar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Schlier Streuobstlebensraum

Neupflanzungen und Pflege der Streuobstbestände in Schlier, Baden-Württemberg Neuanlage einer Streuobstwiese in Schlier. Foto: Johanna Dodillet. Problemdarstellung Die Neupflanzungen wurden zur Schaffung artenreicher Streuobstlebensräume in der Gemeinde Schlier und zur Erweiterung von Sielmanns Biotopverbund Ravensburg durchgeführt Beschreibung der Maßnahme/n Es fanden umfangreiche Neupflanzungen von über 100 Streuobstbäumen auf sechs verschiedenen Flächen statt. Zusätzlich wurden bestehende Streuobstbestände gepflegt. Durch die Anlage neuer Streuobstbestände sowie den Erhalt bestehender Bestände können wichtige Nahrungs-, Brut- und Jagdhabitate etabliert werden. Dies steigert die Biodiversität in hohem Maße. Neuanpflanzungen von Streuobstbeständen entlang eines Wanderweges. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neupflanzungen Ziellebensraum Streuobstbestände und -wiesen Größe des Biotops ca. 3 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Gemeinde Schlier, private Akteure, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 8.000 € Brutto Ort 88281 Rahmenbedingungen Die Maßnahmen wurden in Kooperation der Gemeinde Schlier, verschiedenen privaten Akteuren und der Heinz-Sielmann-Stiftung finanziert und umgesetzt. Durch langfristige Verträge sind der Erhalt und die Pflege der Bestände gesichert. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T14:04:30+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Ravensburg Streuobstlebensraum

Pflege und Erhalt der Streuobstbestände in Ravensburg, Baden-Württemberg Älterer Streuobstbestand in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Problemdarstellung Streuobstbestände stellen einen wichtigen Baustein des landesweiten Biotopverbundkonzeptes Baden-Württemberg dar. Die Pflege und der Erhalt solcher Bestände, stellen wichtige biodiversitätsfördernde Maßnahmen dar, da Streuobstbäume und -wiesen sowohl als Nahrungs-, sowie als Bruthabitat genutzt werden und viele verschiedene Arten beherbergen können. Beschreibung der Maßnahme/n Auf den Streuobstflächen der Hochzeitswiese, am Bannegghang und auf der Galgenhalde wurden die vorhandenen Streuobstbäume gepflegt. Nachgepflanzte Hochstämme schließen Pflanzlücken von abgegangenen Bäumen. Die Flächen werden zukünftig beweidet oder extensiv mit einmaliger Mahd gepflegt. Ziel ist der Erhalt und die Entwicklung der Streuobstwiesen als Brut-, Nahrungs- und Jagdhabitat für Vögel, Fledermäuse, Schmetterlinge und Wildbiene. Neuanpflanzungen schließen Lücken in älteren Streuobstbeständen. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Gehölzpflegemaßnahmen und Neupflanzungen Ziellebensraum Streuobstbestände und -wiesen Größe des Biotops ca. 5 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Stadt Ravensburg, Landratsamt Ravensburg, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 10.000 € Brutto Ort 88212 Rahmenbedingungen Die Maßnahmen wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund in Zusammenarbeit der Stadt Ravensburg, der Heinz-Sielmann-Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Streuobstlebensraum in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-01-31T08:59:46+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare
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