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Zwei neue Senken im Wiesenbrütergebiet Thonstetten

27. September 2022 Im Rahmen des Teilprojektes MehrWert hat der Landschaftspflegeverband Freising e.V., in Zusammenarbeit mit interessierten Landwirt:innen, die Ihre Flächen zur Verfügung gestellt haben, am 02.09.22 im Wiesenbrütergebiet Thonstetten, die ersten zwei Senken angelegt. Mit diesen Maßnahmen helfen alle beteiligten Akteur:innen das Feuchtgrünland im Projektgebiet für Wiesenbrüter und viele weitere Tier- und Pflanzenarten aufzuwerten. Die neu angelegten Senken liegen zentral im Wiesenbrütergebiet Thonstetten, wo sie jetzt im bislang landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteten Gebiet neue Lebens- und Nahrungshabitate für viele Tier- und Pflanzenarten schaffen. Die Senken haben jeweils eine Größe von 480m² und 600m² und wurden mit Hilfe von Baggern bis zu 30 cm tief ausgehoben. Abb. 1 Lage der Senken (rot umrandet) im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Quelle: Landschaftspflegeverband Freising e.V. Um das Feuchtgrünland im Wiesenbrütergebiet weiterhin naturschutzfachlich aufzuwerten, erfolgte nach dem Ausbaggern bzw. Abtragen des Oberbodens eine Ansaat mit einer artenreichen Regio-Saatgutmischung. Die Senken wurden insgesamt so angelegt, dass sie weiterhin von den Landwirt:innen bewirtschaftet werden können – und diese dadurch keinen nennenswerten Ertragsausfall haben. Abb. 2 Ausbringung des Regio-Saatgutes auf eine frisch angelegte Senke. Quelle: Sebastian Bauer. Allgemein sind Senken wichtige Habitate für viele Tier- und Pflanzenarten, speziell aber für wiesenbrütende Vögel - wie den Kiebitz oder den großen Brachvogel -, Libellen und Amphibien, welche dort ihre Nahrung finden und diese Wasserstellen als Trink- und Bademöglichkeit nutzen. Um die Senken möglichst effektiv für diese Tier- und Pflanzenarten zu gestalten, müssen im bislang landwirtschaftlich intensiv genutzten Projektgebiet wesentliche Standortfaktoren verändert werden. Dies wurde durch das Ausbaggern der Flächen erreicht, da: die im Oberboden fixierten Nährstoffe werden entfernt und somit der Torfkörper lokal vor weiterer Nährstoffeinwaschung geschützt wird. die neue, tiefer liegende Geländeoberkante dem Grundwasserspiegel näher liegt, was eine geringere Austrocknung und damit eine längere Vernässung des Bodens ermöglicht. Der jetzt feuchtere und nährstoffärmere Standort bietet ideale Voraussetzungen für die Neuansaat und als Lebensraum für weitere Zielarten wie z.B. die Vogel-Azurjungfer. Abb. 3 Vogel-Azurjungfer (Coenagrion ornatum) Foto: Dirk Pape-Lange. Wollen Sie sich auch für den Biotopverbund einsetzen? Dann rufen Sie uns einfach an. Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161/600-439

Von |2022-09-27T10:32:36+02:0027. September 2022|Allgemein|0 Kommentare

Maßnahmenbeginn zur Umfeldgestaltung in drei Rügener Gemeinden

Maßnahmenbeginn zur Umfeldgestaltung in drei Rügener Gemeinden 14. September 2022 Nach einer kleinen Sommerpause begannen im Projekt InselBiotope Anfang August 2022 die ersten größeren Maßnahmen zur naturnahen Gestaltung des Gewässerumfeldes an den Kleingewässern in Gingst, Trent und Patzig. Diese Maßnahmen werten die Trittsteinbiotope auf und tragen zur Erweiterung des Biotopverbundes auf der Insel Rügen bei. Renaturierung des Gewässerumfeldes Um die bislang meist intensiv gepflegten und artenarmen Flächen im Umfeld der Kleingewässer ökologisch aufzuwerten, erfolgte nun eine fast vollständige Umgestaltung. Nachdem im Frühjahr 2022 bereits die vorbereitenden Rodungen nicht heimischer oder kranker Gehölze erfolgte, rollte nun schweres Gerät an, um großflächig die Grasnarbe abzutragen. Dabei wurde nur die oberste Schicht des Bodens (10 bis 15 Zentimeter) entfernt und anschließend nährstoffarmes Substrat als Grundlage für artenreiche Blühwiesen aufgetragen. Schotterrasenwege und -flächen zur gezielten Besucherlenkung wurden ebenso angelegt. Die Ansaat mit regionalem Saatgut aus heimischen Gräsern und Kräutern soll noch im Herbst erfolgen, sobald eine feuchtere Witterung einsetzt. Auch die größeren Baumpflanzungen (Hochstämme) kommen erst später im Jahr, voraussichtlich im November, um ein gutes Anwachsen zu gewährleisten. Die übrigen Gehölzpflanzungen aus heimischen Straucharten sind zum Teil schon fertiggestellt. Abbildung 1: Frische Strauchpflanzungen und für die Ansaat von Blühwiesen und Schotterrasen vorbereitete Flächen am Dorfteich Gingst. Foto: LPV Rügen e.V. Wertvolle Lebensraumelemente für Amphibien Die meisten Arten benötigen ein Mosaik aus vielen verschiedenen Lebensraumelementen, um sich in den Biotopen so richtig wohlzufühlen. Amphibien benötigen beispielsweise Flachwasserbereiche, die durch schnelleres Erwärmen zum Verweilen und Sonnen einladen, oder auch Stein- und Totholzhaufen, in denen sie Tagesverstecke und Winterquartiere finden. Daher wurden diese Lebensraumelemente an den Dorfteichen in Gingst und Trent angelegt. Für die Stein- und Totholzhaufen wurde das vor Ort anfallende Material vom Abbruch einiger Betonflächen und kleineren Rodungen wiederverwendet, sodass wertvolle Habitate mit vielen unterschiedlich großen Spalten und Höhlungen entstanden sind. Abbildung 2: Bei den Bauarbeiten in Gingst gefundene Erdkröte – sie konnte wohlbehalten umgesetzt werden und fand Unterschlupf in der neuen Benjeshecke. Foto: LPV Rügen e.V. Großer Nutzen für weitere Artengruppen Unsere Zielartengruppe Amphibien fungiert hier als sogenannte Schirmart („Umbrella species“), was bedeutet, dass die Maßnahmen zugleich auch zahlreichen anderen Arten(-gruppen) zugutekommen. Denn der Flachwasserbereich wird ebenso von vielen wasserbewohnenden Insekten benötigt und Stein- und Totholzhaufen bieten neben Amphibien beispielsweise auch Eidechsen und Kleinsäugern oder verschiedenen Insekten einen wertvollen Lebensraum. So wird das Ökosystem gestärkt und das Nahrungsangebot für viele Arten erheblich verbessert. Die dadurch gewonnene Artenvielfalt können Besucher:innen und Anwohner:innen bereits im kommenden Jahr bewundern. Um die entsprechenden Informationen vor Ort zur Verfügung zu stellen, werden nun verschiedene Infotafeln erarbeitet, die über das Projekt, vorkommende Arten und Lebensräume sowie ökologische Zusammenhänge und den Biotopverbund aufklären. Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief für die Umfeldgestaltung in Gingst, Trent und Patzig Maßnahmetyp: Naturnahe Umfeldgestaltung Ziellebensraum: Naturnahes Gewässerumfeld Größe: Gingst: ca. 1.800 m² Trent: ca. 3.500 m² Patzig: ca. 10.300 m² Umsetzung: August – November 2022 Kooperationspartner: Baumschule Rügen Kosten: 78.297,84 € (brutto) [...]

Von |2022-09-14T12:32:05+02:0014. September 2022|Allgemein|0 Kommentare

Planungshilfe-Broschüre zu Biotopverbundmaßnahmen erschienen

22. August 2022 Seit Anfang August stellt das BiotopVerbund-Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ die zwanzigseitige Broschüre „Planungshilfe für Biotopverbundmaßnahmen auf kommunaler Ebene“ kostenlos zum Download bereit. Die Broschüre bietet Akteurinnen und Akteuren auf kommunaler Ebene wichtige Tipps zur Initiierung, Planung und Umsetzung von Maßnahmen für den Erhalt und die Vernetzung ökologisch wertvoller Lebensräume. Ziel ist die Vergrößerung des nationalen Verbundes aus einzelnen Biotopen, da diese Vernetzung von Lebensräumen ein essenzieller Teil bei den Bemühungen für den Erhalt von Tier- und Pflanzenarten ist. Abbildung 1 Vorder- und Rückseite der Planungshilfe-Broschüre. @ BiotopVerbund-Projekt Neben allgemeinen Informationen und Erklärungen zum Thema Biotopverbund, sowie Erläuterungen zu gesetzlichen Hintergründen stellt die Planungshilfe-Broschüre das BiotopVerbund-Projekt "Landschaft + Menschen verbinden - Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund" vor. Zusätzlich wird die herausragende Rolle und die Wichtigkeit der Kommunen beim Erhalt und der Entwicklung von Biotopverbünden herausgestellt. Abbildung 2 Die Planungshilfe-Broschüre gibt neben allgemeinen Informationen zum Thema Biotopverbund auch einen Überblick über die Projektziele. @ BiotopVerbund-Projekt. a In Text und Bild werden die Funktionen und die Vorteile von intakten Biotopverbünden für Kommunen dargestellt und anschließend wichtige Punkte bei der Initiierung, Planung und Umsetzung erläutert. Abbildung 3 Beschreibung der Vorteile von intakten Biotopverbünden für Kommunen (links) und Aufzählung wichtiger Schritte bei der Initiierung, Planung und Umsetzung von Biotopverbundmaßnahmen (rechts). @ BiotopVerbund-Projekt. a Zusätzlich zur Beschreibung der wesentlichen Punkte bei der Initiierung, Planung und Umsetzung von Biotopverbundmaßnahmen bietet die Planungshilfe-Broschüre einen Überblick über die zu beteiligenden Behörden und Ämter. Weiterhin werden Beipiele für Maßnahmen dargeboten, welche Kommunen durchführen können um bestehende Biotope aufzuwerten, oder sogar neu anzulegen. Abbildung 4 Die Planungshilfe informiert über zu beteiligende Behörden und Ämter (links) und zeigt Beispiele für mögliche Biotopverbundmaßnahmen auf (rechts). @BiotopVerbund-Projekt. a Die Planungshilfe-Broschüre können Sie hier kostenlos herunterladen. Kostenfreie Druckexeplare können Sie über das Formular auf "Downloads" bestellen.

Von |2022-08-26T14:53:11+02:0026. August 2022|Allgemein|0 Kommentare

Weiterer Aktionstag im Wiesenbrütergebiet Thonstetten

11. August 2022 Im Rahmen des MehrWert-Teilprojektes im Verbundprojektes „Landschaft + Menschen verbinden - Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt hat der Landschaftspflegeverband Freising e.V. hat einen nicht nur arbeitsreichen, sondern auch schönen Tag den Beteiligten des Aktionstages im Wiesenbrütergebiet Thonstetten geboten. Bei den Teilnehmer:innen des Aktionstages am 13.07.2022 handelte es sich um Studierende des 2. Semester der Landwirtschaftsschule Erding. Die Fortbildung an der Landwirtschaftsschule zielt darauf ab, landwirtschaftliche Betriebsleiter:innen und Unternehmer:innen auszubilden. Im Rahmen des Unterrichts spielen Umweltthemen eine große Rolle, dazu zählt auch der Bereich Landschaftspflege. Um ein stärkeres Bewusstsein, für die Problematik des Lebensraumverlustes von Wiesenbrütern, Insekten und vielen anderen Tieren und Pflanzen, zu schaffen, durften die Studierenden, neu angelegte Biotope besichtigen und den Nutzen und die Funktion des Biotopverbunds kennen lernen. Abb. 1 Studierende der Landwirtschaftsschule Erding und Mitarbeiter:innen des Landschaftspflegeverband Freising beim Aktionstag im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e.V.   Um auch aufzuzeigen, dass Biotope gepflegt werden müssen und hier eine weitere Erwerbsmöglichkeit für Landwirte mit Landschaftspflege besteht, konnten die Teilnehmer eingeschleppte Pflanzenarten sogenannte Neophyten, die invasiv sind und sich in den Biotopflächen ausbreiten, entfernen. Jetzt können heimische Pflanzen wieder ihren alten Lebensraum besiedeln. Abb. 2 Das neophytische Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Quelle: Landschaftspflegeverband Freising e.V..   Beim Arbeitseinsatz wurde vorrangig das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera), welches ursprünglich aus dem Himalaya kommt, bekämpft. Als Neophyt stellt es eine Bedrohung für heimische Pflanzenarten in deren Lebensraum dar. Es kann in kürzester Zeit Wuchshöhen von über 2 Meter erreichen und so andere Pflanzen schnell überdecken und verdrängen. Wollen Sie sich auch für den Biotopverbund einsetzen? Dann rufen Sie uns einfach an. Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161/600-439

Von |2022-08-11T13:52:29+02:0011. August 2022|Allgemein|0 Kommentare

Erste Dreharbeiten für die Image-Filme im BiotopVerbund-Projekt

29. Juli 2022 In der Modellregion Freising fanden vom 26.07. – 28.07.2022 die ersten Dreharbeiten für die Image-Filme im Rahmes der Image-Kampagne des BiotopVerbund-Projektes statt. Hierbei wurden u.a. Interviews, Umsetzungen von Maßnahmen und Aktionen mit Naturbegeisterten gefilmt sowie Landschaftsaufnahmen mit Drohnen gemacht. Abbildung 1 Film-Team bei Interviewaufnahmen mit Matthias Maino vom Landschaftspflegeverband Freising e.V. im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: Johannes Heinze, Heinz Sielmann Stiftung. Unterstützt durch David Eschler vom Landschaftspflegeverband Freising e.V. und Johannes Heinze von der Heinz Sielmann Stiftung führte das Film-Team der Videoproduktionsfirma „Drehkraft“ Interviews durch, filmte Umsetzungen von Maßnahmen  und Aktionen mit Naturbegeisterten sowie Landschaftsaufnahmen im „Wiesenbrüterbgebiet Thonstetten“. Dazu wurden unter anderem Interviews mit Anwohner:innen und Vertretenden der Landwirtschaft geführt. Abbildung 2 Interviewaufnahmen mit einem Anwohner. Foto: Johannes Heinze, Heinz Sielmann Stiftung. Neben Filmaufnahmen der lokalen Bevölkerung und den Landnutzer:innen lag ein weiterer Fokus der Dreharbeiten auf Interviews mit Vertretenden der Verwaltung sowie politischen Entscheidungsträger:innen. Hierzu wurden Interviews mit Karl-Heinz Hoffmann von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Freising, mit der Bürgermeisterin von Langenbach Susanne Hoyer und dem Bürgermeister der Stadt Moosburg Josef Dollinger gefilmt. Abbildung 3 Interviewaufnahmen mit Karl-Heinz Hoffmann von der Unteren Naturschutzbehörde Freising im Büro im Landratsamt Freising. Foto: Johannes Heinze, Heinz Sielmann Stiftung. Zusätzlich zu den Interviews wurden auch umfängliche Aufnahmen der Landschaft mittels Drohne und von Maßnahmen, wie z.B. der Anlage von Seigen oder der Mahd eines abgeflachten Grabens, gemacht. Abbildung 4 Drohnenaufnahme der Amper-Aue mit angrenzenden Flächen des Wiesenbrütergebiets Thonstetten. Foto: Drehkraft - Videoproduktion.      

Von |2022-07-29T14:23:05+02:0029. Juli 2022|Allgemein|0 Kommentare

Initiative für Artenvielfalt in Hamburg-Lurup

100.000 Schmetterlinge in Lurup - Sicherung und Förderung der Artenvielfalt in Hamburg-Lurup   Historie Der Hamburger Stadtteil Lurup ist gekennzeichnet durch eine vielfältige Besiedlung mit (noch) vielen öffentlichen und privaten Grünflächen, die allerdings durch das seit Jahren laufende Programm „Wachsende Stadt“ bebaut werden oder durch falsche Pflege zunehmend verloren gehen. Bis 2021 gab es keine Interessenvertretung zum Erhalt und zum Ausbau der Naturräume im Stadtteil wie z.B. durch Naturschutzverbände oder politisch motivierte Bürgerbeteiligungen. Problemdarstellung Wie überall in der Stadt ist auch in Hamburg-Lurup zu beobachten, wie immer mehr öffentliche (insbesondere „Straßenbegleitgrün“) und private  Grünflächen (Schotter“gärten“, Bodenversiegelung in Vorgärten für Kfz-Stellplätze) als Lebensräume für Kleintiere, Insekten und insbesondere Schmetterlinge und deren Raupen verloren gehen, auch durch Baumaßnahmen bzw. Reservierung von Flächen für künftige Baumaßnahmen: ein nicht unerheblicher Faktor für den weltweit erschreckenden Artenverlust, der zusammen mit dem Klimawandel die Natur und menschliches Leben insgesamt bedroht. Vernichtung von Grünflächen in Hamburg-Lurup. Foto: K. Hillen Beschreibung der Maßnahme/n Am 11. Juni 2021 wurde von Luruper Bürgern und Bürgerinnen die Initiative „100.000 Schmetterlinge in Lurup“ gegründet. Das Ziel: Lurup bleibt ein lebenswerter Stadtteil, in dem die Bürger und Bürgerinnen den Schutz und die Wiederherstellung der natürlichen Lebensgrundlagen ernst nehmen und sichtbar danach handeln. Wir wollen einen umfassenden Biotopverbund mit artenreichen Blühwiesen, Feuchtgebieten und naturbelassene Ruheplätze in Lurup schaffen und fokussieren auf öffentliche Grünflächen, Schulen, Friedhöfe, Kirchen, Kleingarten-Vereine, private Gärten, Grünflächen von Wohnungsbaugesellschaften, und Gewerbegebieten. Dies wollen wir erreichen, indem wir viele Mitbürger*innen begeistern und zum Mitmachen bei der Schaffung eines blühenden und artenreichen Stadtteils gewinnen. Ergänzend adressieren wir unsere Ziele und konkrete Vorschläge durch Eingaben in den politischen Gremien der Stadt. Nach der Identifikation potenzieller Flächen führen wir eine Besichtigung und Beratung vor Ort durch. Im Anschluss planen wir die Umgestaltung mit den Eigentümern und begleiten die Maßnahmenumsetzung. Bei Bedarf beteiligen wir unsere Kooperationspartner wie z.B. Naturgarten e.V. und arbeiten mit Gartenbetrieben und politische Entscheidungsträgern zusammen. Seitdem wurden und werden viele Grünflächen in allen Bereichen wie etwa Privatgärten, Kirchen und Schulen in naturnahe und für Insekten attraktive Klein-Biotope umgewandelt und mit einem Schild sichtbar gekennzeichnet. Öffentliche Grünfläche die im Rahmen der Initiative neu bepflanzt wurde. Foto: K. Hillen   Straßenbegleitgrün in Hamburg-Lurup welches durch die Initiative betreut und gepflegt wird. Foto: K. Hillen   Auf unserer Webseite 100000schmetterlinge.de veröffentlichen wir unsere Ziele und Erfolge im Biotopverbund Lurup und liefern wichtige Informationen über das Warum, Was und Wie. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Information, Bewusstseinsänderung und konkrete (Um)Gestaltung von öffentlichen und privaten Grünflächen als Einzelprojekte und Biotopverbund Ziellebensraum Wildstrauch-Hecken, Solitärgehölz, Wildblumen-Wiesen und -Säume, Sickerflächen, Trockenmauern, Totholz/Benjeshecken, Gründächer Größe des Biotops Einzelflächen zwischen 100 und 2.000 m², Gesamtpotenzial im Stadtteil ca. 50 ha. Umsetzungszeitpunkt seit Sommer 2021; unbefristet Kooperationspartner Naturgarten e.V., Loki-Schmidt-Stiftung, Deutsche Wildtier-Stiftung, Heinz-Sielmann-Stiftung (angefragt) Kosten ca. 200.000 € (brutto) Ort 22547, 22549 Hamburg Rahmenbedingungen Die Initiative wurde 2021 von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Hamburg-Lurup und der äußerst kompetenten Unterstützung durch eine Diplom-Biologin unter dem [...]

Von |2022-07-13T10:16:38+02:0013. Juli 2022|Steckbrief|0 Kommentare

Gemeinsam für den Biotopverbund – 3. Treffen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe

07. Juli 2022 In dem im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten BiotopVerbund-Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ fand am 05.07.2022 das 3. Treffen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) in Nordhorn statt. Hierbei tauschten sich Vertreter:innen des Programmbüros des Bundesamts für Naturschutz (DLR-PT), der Heinz Sielmann Stiftung, der Landschaftspflegeverbände Rügen und Freising, der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim sowie des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz und Partner:innen für die ökologische- und sozio-ökonomische Evaluation über den aktuellen Stand des Verbundprojektes aus. Am Vormittag informierten die Projektbeteiligten hierzu die Teilnehmer:innen der PAG mit Vorträgen über die bislang umgesetzten und die geplanten Maßnahmen in den jeweiligen Teilprojekten: Informations- und Image-Kampagne, InselBiotope, Biograf und MehrWert. Zusätzlich wurde der aktuelle Stand der ökologischen und sozio-ökonomischen Evaluation vorgestellt. Nach den jeweiligen Vorträgen wurden relevante Punkte diskutiert und Anregungen für das zukünftige Vorgehen in den entsprechenden Teilprojekten gegeben. Im Anschluss an die projektspezifischen Diskussionen gab der Naturschutzbeauftragte der Stadt Nordhorn in seinem Vortrag „Biotopverbund als kommunaler Sicht“ einen Einblick in seine Arbeit und berichtete über Erfolge und Herausforderungen bei der Arbeit zum Thema Biotopverbund. Abbildung 1 Teilnehmer:innen der 3.PAG-Sitzung bei der Vortragsreihe zum Stand des BiotopVerbund-Projektes am Vormittag. Foto: Vreni Zimmermann, Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Am Nachmittag, nach einem gemeinsamen Mittagessen, begaben sich die Teilnehmer:innen der 3. PAG-Sitzung auf eine Exkursion zu den Projektflächen in der Modellregion Grafschaft Bentheim. Bei diversen Stopps, an Projektflächen und weiteren markanten Standorten, konnten die Beteiligten vor Ort einen Eindruck vom konkreten Zustand der Flächen und der generellen Gebietskulisse gewinnen. Abbildung 2 Teilnehmer:innen der 3. PAG-Sitzung bei der Exkursion ins Projektgebiet an der Vechte. Foto: Vreni Zimmermann, Landschaftspflegeverband Rügen e.V.   Beispielweise informierte die Projektleiterin im BioGraf-Projekt, Manuela Monzka, in Nordhorn-Brandlecht und in der Samtgemeinde Neuhaus u.a. über Hintergründe zur Flächenakquise, den damit zusammenhängenden Herausforderungen und die bislang durchgeführten Maßnahmen auf den dortigen Flächen. Neben Vor-Ort-Diskussionen zum Stand der Maßnahmen wurden weiterhin auch Potentiale für die zukünftige Gewinnung weiterer Flächen und auch Gemeinden – zur Stärkung des lokalen Biotopverbundes – erörtert. Abbildung 3 Bei der Exkursion wurden den Teilnehmer:innen u.a. die Maßnahmen auf der in 2021 erworbenen Projektfläche in Nordhorn-Brandlecht (links) und dem kommunalen Wege-Rand-Streifen in Neuenhaus (rechts) erläutert. Fotos: Johannes Heinze. Heinz Sielmann Stiftung. Die Projektfläche in Nordhorn-Brandlecht konnte 2021 erworben werden. Seither wurde die ehemals intensiv genutzte Ackerfläche in Grünland umgewandelt, in dem nach einem Umbruch die Einsaat mit Regio-Saatgut erfolgte. Zukünftig soll diese Fläche extensiv bewirtschaftet werden. In der Samtgemeinde Neuhaus konnte ein ehemals überackerter kommunaler Wege-Rand-Streifen aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen werden. Auf dieser Fläche wurde im Frühjahr 2022 ein Blühstreifen mit Regio-Saatgut angelegt, welcher zukünftig ein Lebensraum und Wanderkorridor für Pflanzen und Tiere in der sonst landwirtschaftlich geprägten Region darstellt. Abbildung 4 In 2021 erworbene Fläche in Nordhorn-Brandlecht, welche vom intensiv genutztem Mais-Acker zum extensiv genutztem Grünland umgewandelt wurde (links) und der in 2022 neu angelegte Blühstreifen in Neuenhaus (rechts). Fotos: Vreni Zimmermann, Landschaftspflegeverband Rügen e.V.     [...]

Von |2022-07-08T14:23:15+02:008. Juli 2022|Allgemein|0 Kommentare

Umfeldgestaltung – Natur und Nutzung verbinden

Umfeldgestaltung - Natur und Nutzung verbinden 30. Juni 2022 Bei der Renaturierung und Umfeldgestaltung der Kleingewässer auf Rügen steht der naturschutzfachliche Aspekt an erster Stelle. Doch damit allein ist es nicht so leicht, die Gemeinden für die Idee des Biotopverbundes zu gewinnen. Im Idealfall profitieren alle Seiten von dem Projekt. Renaturierung der Kleingewässer Um die Qualität der Lebensräume im und am Gewässer für bereits vorkommende, aber auch hoffentlich in Zukunft neu angesiedelte Arten zu verbessern, sind verschiedene Maßnahmen vorgesehen. Zum einen sind an mehreren Gewässern bereits biologische und konventionelle Maßnahmen zur Entschlammung durchgeführt worden, um den Verlandungsprozess aufzuhalten und eine Verbesserung der Wasserqualität zu erreichen. Ergänzend sollen an einigen Gewässern noch Flachwasserbereiche angelegt werden, die besonders für Amphibien und (teilweise) im Wasser lebende Insekten eine Bereicherung der Lebensräume darstellen. Abbildung 1:  Amphibien wie dieser Teichfrosch lieben flache Wasserzonen mit Steinen, auf denen sie ungestört in der Sonne sitzen können. Foto: LPV Rügen e.V. Heimische Pflanzen und natürliche Lebensräume Zum anderen sollen die aquatischen Lebensräume mit Maßnahmen im unmittelbaren Umfeld sinnvoll ergänzt werden. Denn viele wasserbewohnende Arten benötigen zu einigen Jahreszeiten oder Stadien in ihrer Entwicklung auch Landlebensräume. Zur Strukturanreicherung sind daher umfangreiche Pflanzungen aus (gebiets-)heimischen Gehölzen und die Anlage von Totholz- und Steinhaufen vorgesehen. Diese können beispielsweise als Tagesverstecke oder auch Winterquartiere dienen. Die Vorteile von heimischen Gehölzen liegen dabei klar auf der Hand: bessere Anpassung an lokales Klima und Standortbedingungen, dadurch pflegeleichter und auch robuster gegenüber Umwelteinflüssen (bspw. Dürre) sowie Krankheiten und Schädlingen, i.d.R. größerer Nutzen für heimische Fauna (Bienen- und Vogelnährgehölze), Förderung und Erhalt heimischer Arten und der Biodiversität, z.T. vielseitig nutzbar (essbare / nutzbare Früchte, Pflanzenteile mit Heilwirkung, …), optisch ansprechend durch langanhaltende Blüten und Früchte. Weiterführende Informationen zu einigen heimischen Gehölzen der Insel Rügen finden Sie auch in der Handreichung „Artenportraits einheimischer Gehölzarten“ im Download-Bereich. Naturschutz in Siedlungsbereichen Natürlich finden sich die hochwertigsten Lebensräume für seltene Arten in unberührter Natur, die für niemanden zugänglich ist. Jedoch können auch naturnahe Bereiche in Siedlungsgebieten wertvolle Lebensräume darstellen. Denn viele Arten kommen mit einem gewissen Grad an Störung aus, wenn die Qualität der Lebensräume entsprechend hoch ist. Allerdings benötigen Lebensräume in Siedlungen hin und wieder etwas Pflege durch die Gemeinden – deshalb ist es wichtig, dass die Akzeptanz der Maßnahmen und Biotopflächen besonders hoch ist und die Natur vor der Haustür die Wertschätzung erhält, die sie verdient. Dies funktioniert besonders dann, wenn man Entwürfe entwickelt, die Anwohner:innen und Besucher:innen nicht aussperren, sondern ganz gezielt einbeziehen. Abbildung 2: Der neue Steg fügt sich perfekt in die naturnahe Gestaltung am Dorfteich Gingst ein. Die Gemeinde freut sich jetzt schon sehr darauf, dass die Maßnahmen fertig werden und eine schöne Ruhe-Oase für Anwohner:innen und Besucher:innen mitten im Dorf entsteht. Gemeinden, die ihre Biotope wertschätzen, fällt auch die Pflege dieser leichter. Foto: LPV Rügen e.V. Nutzbarkeit für höhere Attraktivität der Flächen Es ist ein Balance-Akt, Nutzung und Naturschutz zu vereinen. Einerseits darf durch die Nutzung nicht [...]

Von |2022-07-01T07:47:49+02:0030. Juni 2022|Allgemein|0 Kommentare

Weitere geplante Seigenanlage für die Wiesenbrüter in Thonstetten

16. Juni 2022 Im Rahmen des Teilprojektes MehrWert wird der Landschaftspflegeverband Freising e.V. dieses Jahr auf der Fläche, die er über die Fördermittel des Projekts im Projektgebiet Thonstetten erwerben konnte, eine weitere Senke/Seige anlegen. Die Senke wird so angelegt, dass sie eine Größe von ca. 1200m² haben, und bis zu 40 cm tief sein wird. Abb. 1 Kiebitze (Vanellus vanellus) in einer Seige. Foto: Ralf Donat.   Das Gefälle wird dabei einen fließenden Übergang von Seige/Senke zur Wiese haben, um sicher zu stellen, dass die Seige auch gemäht werden kann. Zusätzlich erfolgt eine artenreiche Ansaat mit autochthonem Saatgut. Sobald der Genehmigungsbescheid vorliegt, wird die Maßnahme umgesetzt. Abb. 2 Lage der geplanten Seige (rot umrandet) auf der erworbenen Fläche (orange umrandet) im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Quelle: Landschaftspflegeverband Freising e.V..   Der naturschutzfachliche Hintergrund   Seigen/Senken sind flache Mulden in Wiesen, die sich meist im Frühjahr und nach vermehrten Niederschlägen mit Wasser füllen, ansonsten aber trocken fallen. Ähnlich wie Blänken, die natürliche Wasserstellen in Moorgebieten darstellen, sind Seigen wichtige Habitate für Wiesenbrüter, wie zum Beispiel den Kiebitz, da sie dort ihre Nahrung finden oder diese Wasserstellen als Trink- und Bademöglichkeit nutzen. Aber auch Insekten wie Libellen werden von der Maßnahme profitieren. Abb. 2 Pechlibelle (Ischnura elegans) Foto: Ralf Donat.     Wollen Sie sich auch für den Biotopverbund einsetzen? Dann rufen Sie uns einfach an. Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161/600-439

Von |2022-06-16T17:00:49+02:0016. Juni 2022|Allgemein|0 Kommentare

Pressemitteilung zu interaktiver Karte auf www.biotopverbund.de

4. Juni 2022 BiotopVerbund-Projekt bietet digitale Informationsplattform für kommunal aktive Naturschutzakteurinnen und - akteure Seit März ist es Kommunen, aber auch Verantwortlichen auf kommunaler Ebene - unter anderem Landschaftspflegeverbänden - möglich, ihre Maßnahmen für ein wachsendes Netzwerk aus Biotopverbünden in einer interaktiven Karte auf der BiotopVerbund-Internetseite deutschlandweit zu präsentieren. Alle Interessierten können so ihr Engagement mit anderen teilen und weitere Kommunen zum Nachahmen motivieren. BiotopVerbund im Netz Die Internetseite des BiotopVerbund-Projektes stellt Hintergrundinformationen zum Thema Biotopverbund bereit und informiert über die Maßnahmen und Ziele des Projektes. Das BiotopVerbund-Projekt möchte aber auch über weitere, in Deutschland aktuell durchgeführte, praktische Maßnahmen informieren und hat deshalb eine neue Unterseite eingerichtet. Die neue Unterseite „Werde Teil des BiotopVerbund-Netzwerkes“ bietet neben dem Überblick über aktuell durchgeführte Biotopmaßnahmen eine interaktive Deutschlandkarte, auf der Nutzer:innen sehen können wo in ihrer Nähe bereits welche Maßnahmen umgesetzt wurden. Die Karte befindet sich im Aufbau: einige Maßnahmen sind bereits erfasst, weitere Maßnahmen sollen fortlaufend ergänzt werden. Zur neuen Unterseite gelangt man von der Startseite aus über den Hauptnavigationspunkt „Biotopverbund“, nach Wählen des Unterpunktes „Weitere Biotopverbund-Projekte“, oder direkt via https://biotopverbund.de/weitere-biotopverbund-projekte/. Abb.1 Neue Unterseite mit interaktiver Karte (links) und Auszug aus dem Formular für die Projektsteckbriefe (rechts). Fotos: BiotopVerbund Mit gutem Beispiel voran Die durchgeführten Maßnahmen werden in kurzen Steckbriefen, mit Bildern und Texten, vorgestellt. Neben Informationen zu Gründen warum die Maßnahme notwendig war und einer kurzen Beschreibung der Maßnahme und der Rahmenbedingungen gibt es eine tabellarische Übersicht über die wichtigsten Eckdaten des jeweiligen Projektes. Diese Informationen sollen weitere Kommunen und Projektinitiativen grundlegend über durchführbare Maßnahmen informieren und zum Mitmachen anregen. Mit dem Aufzeigen von guten Beispiel-Projekten will das BiotopVerbund-Projekt auch erfahrene und interessierte Akteur:innen miteinander vernetzen und damit mögliche Synergien erzeugen. Abb.2 Beispiele für Projekt-Steckbriefe [Anlage einer Biotoplandschaft in Göttingen (links); Biotopvernetzung für Wildkatze & Co in Lucklum (mitte); Revitalisierung einer Quelle in Zilchenricht in Bayern (rechts)]. Fotos: BiotopVerbund Mitmachen und Maßnahme präsentieren Auf der Unterseite führt der Link-Button „Jetzt mitmachen“ zum Formular für den Steckbrief. Dort erfahren Nutzer:innen auch welche Biotopverbundmaßnahmen dargestellt werden. Um möglichst aktuelle Maßnahmen zu präsentieren sollten die Vorhaben in 2020 oder später durchgeführt worden sein, wobei praktische Umsetzungen von Biotopmaßnahmen schon stattgefunden haben sollten. Weiterhin sollte die Fläche des Biotops in Summe größer als 0.25 Hektar sein und/oder ein hohes Vernetzungspotential besitzen, damit die Maßnahme möglichst effektiv zum Biotopverbund beitragen kann. Auch sollten, aus Gründen der Nachhaltigkeit der Maßnahme, die Eigentumsverhältnisse und die Pflege des Biotops bestenfalls langfristig geklärt sein.

Von |2022-06-16T17:01:58+02:0016. Juni 2022|Allgemein|0 Kommentare
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