window.dataLayer = window.dataLayer || []; function gtag(){dataLayer.push(arguments);} gtag('js', new Date()); gtag('config', 'G-0Y5Q6GPY10', { 'anonymize_ip': true });

Gemeinsam für den Biotopverbund – Online-Auftaktveranstaltung zum BiotopVerbund-Projekt

14. Oktober 2021 Heute fand die Online-Auftaktveranstaltung des Verbundprojekts „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ statt, welches im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird. Bei dieser Veranstaltung konnten sich Interessierte über das Projekt, sowie fachliche Hintergründe und aktuelle Beispiele informieren und sich anschließend mit den Referenten austauschen. Die Aufzeichnung der Online-Auftaktveranstaltung finden Sie hier. Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise: Die Aufzeichnung wurde im Rahmen unserer Veranstaltung „Landschaft + Menschen verbinden - Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ erstellt. Ein Download der Datei ist nicht möglich. Bitte versuchen Sie nicht, die Datei herunterzuladen und lokal bei Ihnen zu speichern. Alle Urheberrechte liegen bei der Heinz Sielmann Stiftung. Die Verbreitung, Veränderung oder Entnahme von einzelnen Sequenzen sind verboten. Sollte uns bekannt werden, dass Aufnahmen verbreitet oder Teile davon ohne unsere Zustimmung verwendet wurden sind, behalten wir uns vor, rechtliche Schritte einzuleiten.

Von |2021-10-15T16:04:35+02:0014. Oktober 2021|Allgemein|0 Kommentare

2. Treffen der Projektbezogenen Arbeitsgruppe

2. Treffen der Projektbezogenen Arbeitsgruppe 14. Oktober 2021 Am 05.10.2021 fand in Bergen auf Rügen das 2. Treffen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) für das Verbundprojekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ statt, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird. Bei diesem Treffen tauschten sich Vertreter:innen des Programmbüros des Bundesamts für Naturschutz (DLR-PT), der Heinz Sielmann Stiftung, der Landschaftspflegeverbände Rügen und Freising, der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim sowie der Ostseestiftung und Partner:innen für die ökologische- und sozio-ökonomische Evaluation über den aktuellen Stand des Verbundprojektes aus. Hierzu fand am Vormittag eine Informationsveranstaltung mit Vorträgen der Projektbeteiligten statt, in denen sie über bereits umgesetzte und geplante Maßnahmen in den Modellregionen berichteten sowie über erreichte Ziele und bisherige Ergebnisse informierten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen begaben sich die Teilnehmer:innen des 2. PAG Treffens nachmittags auf eine Exkursion zu den Projektgewässern auf Rügen, um sich vor Ort über den konkreten Zustand und die geplanten Maßnahmen zur Stärkung des Biotopverbundes zu informieren und diskutieren.   Zustand der Kleingewässer und Maßnahmen Bei der Exkursion wurde beispielhaft an ausgewählten Kleingewässern in Gingst, Trent und Jarkvitz über den aktuellen Zustand sowie durchgeführte und geplante Maßnahmen informiert. Effektive Mikroorganismen gegen Verschlammung Dorfteich in Gingst, in dem effektive Mikroorganismen zum Abbau der Schlammschicht eingesetzt werden sollen. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V.   Der Dorfteich Gingst war früher ein wichtiger Treffpunkt für die Bewohner:innen der Gemeinde. Mit der zwischenzeitlichen Nutzung als Feuerlöschteich wurde er jedoch eingezäunt und ist es seither auch geblieben. Ökologisch betrachtet ist der Zustand sehr schlecht: die umgebenden Grünflächen werden intensiv gepflegt und das Gewässer verschlammt zunehmend. Derzeit wird das Gewässer regelmäßig untersucht – eine Vorbereitung auf ein Pilotprojekt, welches im Frühjahr 2022 starten soll. Geplant ist der Einsatz von effektiven Mikroorganismen, welche die wachsende Schlammschicht am Gewässergrund abbauen sollen. Nach einem Jahr sollten sichtbare Ergebnisse vorliegen, was mit umfangreichen Beprobungen untersucht wird. Die umgebenden Grünflächen werden durch naturnahe Pflanzungen und extensive Pflege aufgewertet und wieder für Anwohner:innen und Besucher:innen zugänglich gemacht. Mit Druck(luft) die Wasserqualität verbessern Dorfteich in Trent, bei dem seit August 2021 das DRAUSY-System zur Steigerung der Wasserqualität zum Einsatz kommt und dessen Umfeld in 2022 umgestaltet werden soll. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V.   Der Dorfteich Trent verzeichnete in den letzten Jahren eine starke Verschlechterung der Wasserqualität. Am Grund befindet sich eine bis zu einem Meter dicke Schicht aus Faulschlamm und die Wasserfläche ist vollständig von Wasserlinsen bedeckt. Um das Gewässer zu retten, wurde am 18.08.2021 das DRAUSY-System aufgebaut, welches mittels Kompressor und patentiertem Schlauchsystem den Gewässerboden belüftet. Als Pilotprojekt soll diese Maßnahme den Abbau der Schlammschicht und eine signifikante Verbesserung der Wasserqualität bewirken. Im Juli 2022 wird eine erneute Untersuchung des Schlammes die Wirksamkeit überprüfen. Bis dahin soll auch eine naturnahe Umgestaltung des Umfeldes stattfinden, welche die Ortsmitte ökologisch und auch ästhetisch aufwertet. Baggern gegen die Verlandung Kleingewässer in Jarkvitz. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V.   [...]

Von |2021-10-15T14:07:04+02:0014. Oktober 2021|Allgemein|0 Kommentare

Ein Zuhause für die Sommerboten

Ein Zuhause für Sommerboten 17. September 2021 Innerhalb einer kleinen Maßnahme wurden Mehlschwalben-Nisthilfen an Brücken im Vechtetal aufgehängt. Eine Beobachtung aus dem letzten Sommer war ausschlaggebend für diese Maßnahme – am unteren Seitenteil einer neu errichteten Brücke über die Dinkel klebten die lehmigen Überreste eines Schwalbennestes. Das Nest selbst lag auf den Steinen darunter. Anscheinend haben die Jungvögel den Ausflug aus dem Nest geschafft, aber sicher weiß man es nicht. Jedenfalls war die Brücke anscheinend zu glatt, das Nest ist abgefallen. Glatte Brücken können Schwalben zum Verhängnis werden Die Dinkelbrücke in Lage. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Eine Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Natur und Landschaft von Elle & Nagel (2020)* bestätigte, dass Flussbrücken geeignete Standorte für Brutkolonien der Mehlschwalbe sein können und dass künstliche Nisthilfen eine Alternative bei zu glatten Brücken darstellen. Die Auswahl geeigneter Brücken Hier hing das Schwalbennest unter der Brücke. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Daher wurden in der Grafschaft Bentheim zunächst zwei Flussbrücken ausgewählt, die nun mit jeweils drei Doppelnisthilfen aus wetterbeständigem Holzbeton ausgestattet werden. Bei der Auswahl der Brücken wurde darauf geachtet, dass die Brücke die richtige Höhe hat, keine Leitungen unter der Brücke durchführen, die sich Nesträuber als Laufwege zu nutzen machen könnten und das die Umgebung naturnah ist, so dass die Schwalben auch genug Futter finden können. Außerdem wurde das Einvernehmen mit dem Brückeneigentümer hergestellt. Weitere Brücken sollen folgen, um so zum Biotopverbund für die Mehlschwalben im Vechte- und Dinkeltal beizutragen. Gefährdete Lehm-Künstler Mehlschwalben-Nisthilfe aus Holzbeton. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Mehlschwalben sind echte Sommerboten: die 13 – 15 cm großen Vögel mit der markanten dunkelblau-weißen Zeichnung und dem gegabelten Schwanz überwintern in Afrika und kommen etwa im Mai zurück nach Europa. Sie sind eigentlich Felsbrüter und nutzen deshalb gern die Außenseiten von Gebäuden und ebene auch Brücken zum Brüten. Allerdings macht es die moderne Architektur den Schwalben oft unmöglich, ihre Nester zu bauen. Ihr Nest bauen sie aus ca. 1,5 kg Lehm, der in einzelnen kleinen Klümpchen kunstvoll zusammengesetzt wird. Mehlschwalben ernähren sich von Fluginsekten wie Mücken und Fliegen. Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmetyp: Aufhängung von Nisthilfen als Artenschutzmaßnahme Zielart: Mehlschwalbe (Delichon urbicum) Umsetzung: Herbst/ Winter 2021 Kooperationspartner: Stadt Nordhorn, Gemeinde Ohne Kosten: 30 € pro Nisthilfe Einbau ca. 150 €/h für eine/n Facharbeiter/in mit Hubsteiger Sie interessieren sich für die Anbringung von Nistkästen? Dann melden Sie sich bei der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim! Weitere Informationen zum Biotopverbund BioGraf: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Manuela Monzka Telefon: 05921 96-1620 E-Mail: manuela.monzka@Grafschaft.de Quelle * Elle, O. & Nagel, V. (2020): Brücken als konfliktarme Standorte für kompensatorische Maßnahmen des Artenschutzes – dargestellt am beispiel der Mehlschwalbe (Delichon urbicum) im Moseltal. Natur und Landschaft, 95. jahrgang (2020), Heft 12, S. 532- 537.

Von |2021-09-23T15:22:05+02:0023. September 2021|Allgemein|0 Kommentare

Dorfteich Gingst – ein Neuanfang für den ehemaligen Feuerlöschteich

Dorfteich Gingst – ein Neuanfang für den ehemaligen Feuerlöschteich 13. Juni 2021 Mit dem Projekt InselBiotope soll auch der Gingster Dorfteich wieder zu neuem Leben erwachen. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde hat der Landschaftspflegeverband Rügen e.V. einen Entwurf erstellt, wie das Gewässer und sein unmittelbares Umfeld bald aussehen sollen. Die Aufwertung am Dorfteich Gingst soll zeigen, dass sich Natur- und Artenschutz durchaus in den Lebensraum des Menschen integrieren lassen, auch wenn dies zum Teil eine Gratwanderung ist. Manchmal reichen schon kleine Veränderungen aus, um die Natur in die Siedlungsgebiete zurück zu holen. Davon profitieren sowohl Mensch als auch Tier. Der Dorfteich Gingst im Laufe der Zeit Der Zaun trennt die intensiv gepflegte Rasenfläche vom Gehweg an der ruhigen Gemeindestraße. Dass das Tor zum früheren Dorftreffpunkt nicht mehr abgeschlossen ist, weiß kaum jemand. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Der Gingster Dorfteich hat eine bewegte Geschichte. Das natürliche Gewässer wurde im Laufe der Zeit zu einem Treffpunkt im Dorf, der zum Spazieren und Beobachten und im Winter auch zum Schlittschuhlaufen einlud. Als der Teich zum Feuerlöschteich umfunktioniert wurde, musste ein Großteil der Vegetation und der alten Bäume weichen und das Gewässer wurde umzäunt. Mittlerweile wird er als Löschteich nicht mehr benötigt, die Umzäunung ist jedoch geblieben und das Gelände wird intensiv gepflegt. (K)ein Paradies für Mensch und Tier? Die intensiv gepflegte Rasenfläche sieht zwar ordentlich aus, bietet aber weder für die Anwohner:innen und Besucher:innen noch für die vorkommenden Tierarten einen besonderen Anreiz zum Verweilen. Auch wenn die Natur sich mit Aufgabe der Löschnutzung schon stellenweise den Teich zurückerobert und ein Reiher regelmäßig zu Besuch kommt, findet sich hier dennoch viel ungenutztes Potenzial. Und auch ein bisher kaum bemerkbares Risiko. Die schleichende Bedrohung Der zunehmende Bewuchs lässt die offene Wasserfläche von Jahr zu Jahr kleiner werden. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Was man auf den ersten Blick nur erahnen kann, ist mit einer genaueren Untersuchung unter der Wasseroberfläche klar zu erkennen: der Teich wird wie viele seiner Art von Verschlammung und Verlandung bedroht. Durch unspezifische Nährstoffeinträge und anfallende Laubstreu hat sich am Grund des Gewässers eine knapp 80 cm starke Schlammschicht gebildet. Dabei hat der Teich an der tiefsten Stelle gerade einmal eine Gesamttiefe von rund 180 cm. Der zunehmende Rohrkolbenbewuchs verrät den voranschreitenden Prozess. Effektive Mikroorganismen als Pilotprojekt Um der wachsenden Schlammschicht Herr zu werden, soll der Teich als Pilotprojekt mit Effektiven Mikroorganismen beimpft werden, um auf biologische Weise zu entschlammen. Diese Mikroorganismen können auch unter den anaeroben Verhältnissen leben und die organischen Bestandteile in den Ablagerungen verstoffwechseln. Wenn sich nachweislich eine bessere Wasserqualität einstellt und der Schlamm abgebaut wird, kann die minimalinvasive Methode auch bei weiteren Gewässern verwendet werden, um diese – möglichst schonend für Tiere und Pflanzen – zu renaturieren. Damit wieder Leben einkehrt Vielleicht bald nicht mehr so allein - neben dem in der Gegend [...]

Von |2021-07-19T08:36:57+02:0013. Juli 2021|Allgemein|0 Kommentare

Neue Storchenwohnung bei Thonstetten zu vergeben

Neue Storchenwohnung bei Thonstetten zu vergeben 01. Mai 2021 Unter Anleitung des Landschaftspflegeverbandes Freising wurde ein neuer Storchenhorst im Thonstettener Moos aufgestellt. Der letzte hier brütende Storch wurde 1945 von den Aliierten erschossen – daher ist es umso erfreulicher, dass diesem schönen Vogel wieder eine neue Ansiedlungsmöglichkeit geschaffen wurde. Die Vorarbeit Anbringung des Storchenshorstes mithilfe einer Hebebühne. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e. V. Im März 2021 wurde ein alleinstehender, hoher Baum im Thonstettener Moos für das Vorhaben ausgewählt und für die Maßnahme "aufgeastet". Der Eigentümer stand der Maßnahme positiv gegenüber und erhielt für die Umsetzung der Maßnahme einen finanziellen Ausgleich. Der Horst wurde mit Nistmaterial eingedeckt sowie mit weißer Farbe besprüht, um die Hinterlassenschaften vorheriger Störche zu simulieren. So soll der Storch angelockt werden und sich gleich wohlfühlen, weil er den Eindruck vermittelt bekommt, dass der Horst schon einmal besetzt war. Die Umsetzung Fertig montierter Storchenhorst. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e. V. Der präparierte Nistplatz wurde von einem Landwirt auf den vorbereiteten Baumstamm passgenau mithilfe einer Hebebüne montiert. Dieser bietet nun dem Storch eine Aussicht auf die Wiesen des Thonstettener Mooses, in denen Meister Adebar seine Nahrung finden kann. Gleichzeitig wurde auf dem Kirchturm in Thonstetten der vorhandene Storchenhorst mit neuem Astmaterial ausgestattet und mit Farbe angestrichen, damit sich auch hier Störche niederlassen können. Dieser Horst wurde schon vor vielen Jahren vom Landschaftspflegeverband Freising aufgestellt. So schnell kann es gehen... Die geringe Umgestaltung des Storchenhorsts auf dem Kirchturm in Thonstetten führte bereits nach kürzester Zeit zu einem überraschenden positiven Ergebnis! Nach nur wenigen Tagen siedelte sich nach langer Zeit direkt ein brütendes Strochenpaar an. Neue Bewohner des zuvor präparierten Storchenhorstes auf dem Kirchturm in Thonstetten im Frühjahr 2021. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e. V. Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmetyp: Bau eines Storchenhorsts Ziellebensraum: Extensives Grünland Größe: Durchmesser: 1,50; Höhe: ca. 13 m Umsetzung: März 2021 Kooperationspartner: landwirtschaftlichen Betriebe, Gemeinde Haag, Langenbach und Marzling, Stadt Moosburg, Untere Naturschutzbehörde Freising Kosten: ca. 3.000 € Sie wollen auch den Bau eines Storchenhorstes umsetzen? Dann melden Sie sich gern beim Landschaftspflegeverband Freising. Weitere Informationen zum Biotopverbund MehrWERT: Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161 600-439 E-Mail: david.eschler@kreis-fs.de

Von |2021-07-15T15:08:44+02:0013. Juli 2021|Allgemein|0 Kommentare

Wer quakt denn da? Revitalisierung des „Froschteichs“ in Emlichheim

Wer quakt denn da? Revitalisierung des „Froschteichs“ in Emlichheim 13. April 2021 Neuer Lebensraum für Wasserfrosch, Teichmolch und  Wasserskorpion: Als erste Maßnahme im Projekt „BioGraf“ wurde Anfang des Jahres in Kooperation mit der niedersächsischen Samtgemeinde Emlichheim der rund 500 Quadratmeter große Froschteich im Überschwemmungsbereich der Vechte revitalisiert. Klein, aber oho: So lautet das Motto für die erste Maßnahme im Projekt „BioGraf“. Denn schließlich reichen schon ein paar Dutzend Quadratmeter Wasserfläche als Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten aus. Die Vorgeschichte Verschlammt und verschattet: Der Froschteich im Dezember 2020. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zwischen dem Flusslauf der Vechte und dem Ortskern von Emlichheim liegt eine große Wiese (Extensivgrünland). Vor Jahren wurde hier im Rahmen einer Naturschutzaktion ein rund 500 Quadratmeter großes Flachgewässer angelegt, für das sich rasch der Name „Froschteich“ einbürgerte. Das laute Quaken der Wasserfrösche war vor allem im Sommer zu vernehmen. Im Lauf der Zeit siedelten sich Weiden- und Erlengebüsch an, sodass das Gewässer immer weiter zuwuchs und beschattet wurde. Durch den Laubfall im Herbst entstand eine dicke Schlammschicht, sodass die Wasserfläche insgesamt auch immer kleiner wurde und komplett zu verschlammen drohte. Die natürliche Dynamik der Landschaft nachempfinden Um das Gewässer als Lebensraum für Amphibien und Wasserinsekten zu erhalten, entschieden wir uns in Kooperation mit der Flächeneigentümerin, der Samtgemeinde Emlichheim, für eine Revitalisierungsmaßnahme, die der natürlichen Dynamik der Landschaft nachempfunden ist. Zur Erklärung: Der Froschteich liegt im Überschwemmungsbereich der  Vechte. Früher konnte der Fluss natürlich fließen; Hochwasser überflutete häufig die ganze Aue, es bildeten sich Sandbänke, Altarme und Kleingewässer. Die Landschaft veränderte sich dynamisch, es entstanden ständig neue Lebensräume. Doch heute ist die Vechte so ausgebaut, dass Überschwemmungen nur noch selten vorkommen. Das bietet uns Menschen Schutz, ist aber schlecht für die Tiere und Pflanzen. Denn die sind auf dynamische, sich immer wieder verändernde Lebensräume angewiesen. Bewährtes und gut erprobtes Prinzip Der Froschteich wurde gründlich entschlammt. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Unser Ansatz bestand also darin, die Auswirkungen eines starken Hochwassers nachzuempfinden. Der Froschteich wurde von Gehölzen und grobem Schlamm befreit – als wäre er gerade neu entstanden oder durch eine Hochwasserwelle komplett freigespült. Klingt vielleicht drastisch, ist aber eine bewährte und gut erprobte Vorgehensweise. Schon in diesem Sommer werden sich wieder Pflanzen und Tiere ansiedeln, die Artenvielfalt wird größer sein als zuvor. Damit der Froschteich nicht so bald wieder  zuwächst, werden die Ufer von nun an in die Beweidung der angrenzenden Wiese mit einbezogen. Der Froschteich im Februar 2021. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Klare Gewinner: Sie alle profitieren von der Maßnahme Der Wasserfrosch Typisches Geräusch des Sommers: das Quaken der Wasserfrösche. Die Männchen wollen damit Weibchen zur Paarung anlocken. Nach der Paarung entwickeln sich aus dem Froschlaich Kaulquappen, die sich von Algen und Wasserpflanzen ernähren. Schon nach wenigen Wochen haben sie sich zu kleinen Fröschen umgewandelt, das Fachwort dafür lautet Metamorphose. Der Wasserfrosch lebt, anders als andere Amphibienarten, das ganze [...]

Von |2021-07-13T15:22:48+02:0013. April 2021|Allgemein|0 Kommentare
Nach oben