Pressemitteilung: Grafschaft Bentheim: Brütender Wiesenvogel sorgt für Begeisterung bei Naturschützern

Pressemitteilung: Grafschaft Bentheim: Brütender Wiesenvogel sorgt für Begeisterung bei Naturschützern 19. Januar 2024 In der Vechte-Aue östlich von Emlichheim hat ein Kiebitzpaar erfolgreich an einem neu angelegten Tümpel gebrütet. Die auf der Roten Liste stehenden Wiesenvögel profitieren schon jetzt von der Naturschutzmaßnahme, die im Rahmen des BiotopVerbund-Projekts erst im März 2023 fertiggestellt worden ist. Wie die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim kürzlich mitteilte, hatten im April letzten Jahres die Kiebitze (Vanellus vanellus) bei dem neu angelegten Tümpel – auch Blänke genannt – mehrere Eier ausgebrütet und Jungtiere großgezogen. „Aus naturschutzfachlicher Sicht ist das ein großer Erfolg“, sagt Christian Kerperin, Projektleiter des Teilprojekts „BioGraf – Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ bei der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. „Wir sind natürlich begeistert, dass unsere Biotopverbundmaßnahmen so schnell positive Auswirkungen zeigen. Das ist eine sehr wichtige Bestätigung für unsere Arbeit.“ Kiebitzküken: Kiebitze brüten einmal im Jahr und legen bis zu vier Eier. Nach höchstens 29 Tagen schlüpfen die Küken, die Nestflüchter sind. Foto: Robert Tüllinghoff Geringer Aufwand, großer Erfolg „Kiebitze sind unter anderem für die Nahrungssuche auf offene, besonders feuchte Flächen mit niedrigem Bewuchs angewiesen. Daher siedeln die Vögel oft in direkter Nähe von Blänken, wie wir sie schaffen“, erklärt Cornelia Riechert, Mitarbeiterin bei dem BioGraf-Teilprojekt. „Unser Projekt zielt darauf ab, den Biotopverbund im Auenbereich von Vechte und Dinkel allgemein zu stärken. Davon profitieren sowohl Tier- als auch Pflanzenarten gleichermaßen. Der Kiebitz ist dabei nur eine von vielen Arten, für uns aber eine wichtige Zeigerart für die ökologische Qualität einer Fläche.“ Dabei waren die Arbeiten zum Anlegen der bis zu 1,4 Meter tiefen und 1250 Quadratmeter großen Blänke wie Ausbaggern, Abtransport des Erdreichs und Glätten des Ufers in nur wenigen Tagen abgeschlossen. Seitdem haben sich bereits standorttypische Pflanzen an der so geschaffenen und mit Wasser gefüllten Vertiefung angesiedelt. Blänke: Die neue Blänke liegt auf einer extensiv bewirtschafteten Fläche im Gebiet des seit 1989 bestehenden, kreiseigenen Feuchtwiesenprogramms, das traditionelle Wiesenvogelgebiete entwickeln und verbessern soll. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Drastische Abnahme des Kiebitzbestands Der Kiebitz ist ein sogenannter Kulturfolger, der in Deutschland landwirtschaftliche Nutzflächen bevorzugt. Allerdings gehen deutschlandweit die Bestandszahlen des Wiesenbrüters sehr stark zurück; vor allem aufgrund von Lebensraumverlusten, deren Ursachen unter anderem in der voranschreitenden Flächenversiegelung und der Intensivierung der Landwirtschaft zu finden sind; gleichzeitig nimmt der Druck durch Beutegreifer wie den Rotfuchs zu. Nach Angaben des Dachverbands Deutscher Avifaunisten e. V. (DDA) nahm der Bestand des Kiebitzes in den letzten 24 Jahren um fast 90 Prozent ab. Junger Kiebitz: Etwa 35 Tage nach dem Schlüpfen sind Kiebitze flügge, also flugfähig. Den Jungvögeln fehlt aber noch das metallisch grünlich glänzende Gefieder. Foto: Robert Tüllinghoff Vogelzahlen gehen ohne Biotopverbünde weiter zurück Umso erfreulicher ist, dass neben dem brütenden Kiebitzpaar im weiteren Verlauf des letzten Jahres auch eine Gruppe von Kiebitzen bei der Nahrungssuche beobachtet werden konnte. „Zusätzlich beobachteten wir auch vom Aussterben bedrohte Bekassinen“, führt Kerperin, weiter aus. „Sowohl bei dieser Art wie bei den Kiebitzen sind wir mit [...]

Von |2024-01-19T14:19:52+01:0019. Januar 2024|Allgemein|0 Kommentare

Pflanzaktionstag an den InselBiotopen

Pflanzaktionstag an den InselBiotopen 05. Januar 2024 Am 24.11.2023 drehte es sich im InselBiotope-Projekt wieder einmal um Obstbäume. Gleich drei kleine Pflanzaktionen an einem Tag: auf dem Grundstück der Kita „Zwergenland“ und im Schulgarten der Grundschule in Wiek sowie am Dorfteich unmittelbar neben der integrativen Musikkindertagesstätte in Samtens. Gemeinsam mit den Kindergarten- und Schulkindern wurden insgesamt neun junge Obstbäume gepflanzt.   Wertschätzung von Kindesbeinen an Um sich für unsere Natur einzusetzen, muss man zuerst wertschätzen können, was sie uns bietet. Dass das nicht selbstverständlich für viele Menschen ist, sieht man leider beispielsweise, wenn bei der Umsetzung von Maßnahmen an den InselBiotope-Teichen immer wieder erhebliche Müllansammlungen zum Vorschein kommen. Daher ist es umso wichtiger, schon bei den Kleinsten anzufangen, Verständnis und Liebe für die Natur zu fördern. An unserem Aktionstag hat sich wieder einmal gezeigt, wie gern die Kinder bereit sind, die Natur kennenzulernen und mit wie viel Neugier sie dabei selbst die Regenwürmer, die beim Graben der Pflanzlöcher zum Vorschein kamen, in Augenschein genommen haben. Natürlich haben sie es sich nicht nehmen lassen, selbst beim Graben und Verfüllen der Löcher anzupacken und ihre neuen Bäumchen zu gießen. Abbildung 1: Die Kinder der Kita "Zwergenland" in Wiek bestaunen den kleinen Regenwurm, den Florian Wolf (Inh. Baumschule Rügen) im Pflanzloch gefunden hat (Bild links, Foto: LPV Rügen e.V.) und lernen, wie wichtig das Gießen der Bäume nach dem Pflanzen ist (Bild rechts, Foto: LPV Rügen e.V.).   Frisches Obst direkt vor der Tür Dass Obst nicht immer einen langen Weg quer über den Kontinent hinter sich haben muss, um uns einen gesunden Genuss zu bieten, wird einem spätestens dann bewusst, wenn man den Luxus eines eigenen Gartens hat oder zumindest öffentliche Grünanlagen mit Obstgehölzen in seiner Nachbarschaft findet. Oder eben wie in unserem Fall nun direkt vor den Türen der Kitas und der Schule. Denn was schmeckt besser, als ein Apfel frisch vom Baum oder Johannisbeeren direkt vom Strauch? Und das Ganze sogar kostenlos. Klar, die Pflanzung von Obstgehölzen kostet prinzipiell erst einmal etwas Geld und natürlich brauchen die Pflanzen gerade in den ersten Jahren auch etwas Pflege, doch danken sie uns das dann über Jahre und Jahrzehnte hinweg mit reichen Erträgen. Auch die frisch gepflanzten Obstbäumchen an den Kitas und der Schule werden im nächsten Jahr schon die ersten Früchte zur Ernte bereithalten. Abbildung 2: Pflanzung im Schulgarten der Grundschule Wiek neben dem teilweise bereits renaturierten Dorfteich: Kita-Leiterin Carina Lipp (links), Inhaber der Baumschule Rügen Florian Wolf (Mitte) und Schulleiterin Anita Trillhaase-Rader (rechts) zusammen mit Schülerinnen der zweiten und dritten Klasse (Foto: LPV Rügen e.V.).   Nachhaltige Eindrücke Wenn die Kinder dann den ersten eigenen Apfel der selbst gepflanzten Bäume genießen können, zeigt sich, wie viel Mehrwert es bringt, etwas zu pflanzen und zu pflegen. Und ganz nebenbei lässt sich mit so einer kleinen Streuobstwiese noch so viel mehr entdecken. Beispielsweise wenn im Frühjahr die wunderschönen Blüten erscheinen und Insekten sich fleißig an die Arbeit machen, [...]

Von |2024-01-05T08:36:09+01:005. Januar 2024|Allgemein|0 Kommentare

Neuanlage und Optimierung von Gewässern in der Vechteaue

Neuanlage und Optimierung von Gewässern in der Vechteaue 08. Dezember 2023 Bereits im Frühjahr dieses Jahres fanden mehrere Gewässermaßnahmen auf Grünlandflächen in der Vechteaue in Engden, Lage und am Lamberg in Emlichheim statt. In den letzten Wochen folgte nun die Anlage und Optimierung weiterer Kleingewässer und Blänken in Engden und Neerlage sowie in der Denne in Emlichheim. Den Biotopverbund in der Vechteaue verbessern Früher konnte die Vechte natürlich fließen. Hochwasser überflutete häufig die ganze Aue und Lebensräume wie Blänken oder Kleingewässer entwickelten sich ständig dynamisch – neue Gewässer entstanden, alte Gewässer veränderten sich. Heute ist die Vechte jedoch so ausgebaut, dass Überschwemmungen nur noch selten vorkommen. In Folge dessen wird die Vechteaue auch nicht länger durch natürliche Kräfte gestaltet und Tiere und Pflanzen, die auf sich verändernde Biotope angewiesen sind, verlieren ihren Lebensraum. Abbildung 1. Blänken sind temporär wasserführende flache Mulden. Wiesenvögel finden in den feuchten Uferbereichen Nahrung wie Würmer, Schnecken oder Insektenlarven. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Mit den Gewässermaßnahmen in der Vechteaue möchte die Naturschutzstiftung die einst natürlichen Vorgänge in der Vechteaue nun durch die naturnahe Anlage und Optimierung von Blänken und Kleingewässern nachempfinden. Auf diese Weise kann ein wichtiger Beitrag zum Biotopverbund entlang der Vechte geleistet werden, da durch die Anlage von Gewässern neue Lebensräume entstehen, die von Tieren wie Vögeln, Amphibien oder Insekten, aber auch von Pflanzen als „Trittsteine“ genutzt werden können, um sich in der Vechteaue auszubreiten. Die Pflege bereits vorhandener Gewässer spielt in diesem Zusammenhang eine ebenso wichtige Rolle, denn wächst ein Gewässer zu oder verschlammt, kann es seine Aufgabe als Lebens,- Nahrungs- oder Fortpflanzungsraum für gewässergebundene Arten nicht mehr ausreichend erfüllen. Bagger schaffen neue Lebensräume Die Gewässerbauarbeiten wurden im März sowie von Ende September bis Mitte Oktober 2023 durchgeführt. Insgesamt entstanden hierbei acht neue Blänken und vier neue Kleingewässer. Außerdem wurden vier vorhandene Blänken und zwei Kleingewässer revitalisiert. Sowohl für die Revitalisierung als auch für die Herstellung der Gewässer kamen Bagger und Dumper zum Einsatz. Bild 2: Nach der Räumung kann diese kleine Blänke in Engden wieder von Wiesenvögeln und Insekten genutzt werden. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim.   Die zugewachsenen Gewässer wurden mithilfe des Baggers von Gehölzen freigestellt und entschlammt, indem die vorhandene Vegetation mitsamt einer ca. 20 cm dicken Schlammschicht am Gewässerboden und -ufer abgetragen wurde. Für die Herstellung der 1.250 - 2.000 m² großen Blänken wurden jeweils ca. 800 - 1.200 m³ Boden so ausgehoben, dass flache Mulden mit einer maximalen Tiefe von 1,4 m und flach auslaufenden Uferböschungen entstanden. Die neuen Kleingewässer wurden indes mit Flächengrößen von 300 - 400 m² sowie einer maximalen Tiefe von 2,5 m und variierenden Uferböschungen angelegt. Nach Abschluss der Bauarbeiten wurden die Gewässersaum-bereiche mit Regio-Saatgut eingesät, um die Begrünung der Flächen, die im Überschwemmungsgebiet der Vechte liegen, vor dem Winter sicherzustellen und so die Gefahr von Erosion zu verhindern. Bild 3: Drei Graureiher und zwei Kiebitze haben den im Frühjahr neugeschaffenen Lebensraum am Lamberg in Emlichheim bereits entdeckt.  Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Die Anlage [...]

Von |2023-12-08T08:11:29+01:008. Dezember 2023|Allgemein|0 Kommentare

Pressemitteilung: Stark gefährdete „Feuerkröte“ in Schwarbe nach Renaturierung nachgewiesen

Pressemitteilung: Stark gefährdete "Feuerkröte" in Schwarbe nach Renaturierung nachgewiesen 04. Dezember 2023 In dem kleinen Ortsteil der Ostseegemeinde Altenkirchen, im nördlichsten Teil der Rügener Insel, entdeckte ein Biologe die streng geschützte Rotbauchunke. Der Nachweis gelang an einem Teich, dessen naturnahe Umgestaltung im Rahmen des BiotopVerbund-Projekts im Frühjahr dieses Jahres durchgeführt wurde und auch noch nicht abgeschlossen ist. Im Zuge einer Artenerfassung fand der beauftragte Biologe neben verschiedener Froscharten, einer Kröten- und einer seltenen Molchart auch die Rotbauchunke (Bombina bombina). Außerdem konnten zwei weitere Rotbauchunken durch ihr markantes Rufen – einer Wiederholung langgezogener tiefer „Huuhs“ – ausgemacht werden. Rotbauchunke auftauchend (links) und in ihrem bevorzugtem lebensraum (rechts). Mit einer maximalen Größe von nicht mehr als fünf Zentimetern, ist die sonst unscheinbare Rotbauchunke (Bombina bombina) schnell zu übersehen. Fotos: Ingolf König/Heinz Sielmann Stiftung „Erst Ende 2021 wurde der Teich entschlammt und Anfang 2023 schritt die naturnahe Gestaltung mit gezielten Rodungsarbeiten weiter voran. Dass sich schon jetzt Rotbauchunken auf der Fläche einfinden, ist ein großartiger Erfolg für den Naturschutz“, sagt Dr. Johannes Heinze, Leiter des BiotopVerbund-Projekts bei der Heinz Sielmann Stiftung. „Dabei steht dieser kleine Froschlurch stellvertretend für zahlreiche andere Arten, deren Überleben ebenfalls eng verknüpft mit dem Vorhandensein und der Erreichbarkeit von ökologisch intakten Kleingewässer ist.“ Nutzen nicht nur für Amphibien Vreni Zimmermann, Projektmanagerin des InselBiotope-Teilprojektes beim Landschaftspflegeverband Rügen e. V., erklärt: „Solche Funde seltener und gefährdeter Arten belegen, wie wirksam unsere ökologischen Maßnahmen sind. Und wir hoffen, mit diesen Erfolgen weitere Gemeinden zu ermutigen, sich ebenfalls an unserem Projekt für die Renaturierung von Kleingewässern auf Rügen zu beteiligen.“ Die bereits umgesetzten und noch ausstehenden Maßnahmen wie das Anlegen von Blüh- und Streuobstwiesen und einem Gehölzsaum am Schwarbener Teich sollen das über die Zeit verlandete Gewässer wieder zu einem langfristigen wichtigen Bestandteil des Biotopverbunds auf Rügen machen. Luftaufahme des Dorfteiche in Schwarbe auf Rügen, vor (links) und nach dem Ausbaggern (rechts). Fotos: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Hintergründe Die Rotbauchunke (Bombina bombina) ist ein Froschlurch mit einer Körperlänge von maximal 50 Millimetern. Ihren Namen, aber auch die Bezeichnung „Feuer(-bauch)kröte“, trägt die ansonsten grau-schwarzgefärbte und weiß gepunktete Amphibienart aufgrund ihrer auffallend orange-rot gemusterten Bauchseite. Zudem weisen ihre Augen die für Unken charakteristischen herz- /dreiecksförmigen Pupillen auf. Die Rotbauchunke lebt in besonnten Flachgewässern in Niederungen mit dichtem Wasserpflanzenbewuchs. Auch in Flachwasserbereichen von Seen, verlandenden Kiesgruben und Wiesengräben kommt sie vor. An Land versteckt sich die Art zum Beispiel unter Wurzeln, Totholz und Steinen oder nutzt die Bauten von Kleinsäugern. Sowohl die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) der Europäischen Union als auch das Bundesnaturschutzgesetz stellen die Rotbauchunke unter strengen Schutz. Aus diesem Grund dürfen die Tiere weder gefangen noch verletzt oder getötet werden. Es ist auch verboten, sie durch Aufsuchen ihrer Lebensräume zu stören. Mecklenburg-Vorpommern stellt einen Verbreitungsschwerpunkt dieser Art dar. Aus diesem Grund trägt das Bundesland eine besondere Verantwortung bei den Bemühungen den Bestand der Rotbauchunke zu erhalten.

Von |2024-01-19T14:20:54+01:005. Dezember 2023|Allgemein|0 Kommentare

BiotopVerbund-Workshop in Nordhorn

BiotopVerbund-Workshop in Nordhorn zum Thema "Biotopverbund in der Grafschaft Bentheim" 30. November 2023 Zu dieser Veranstaltung hatte das BiotopVerbund-Projekt am 29.11.2023 lokale Akteure in den Schulungsraum der Zooschule des Tierparks Nordhorn eingeladen. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Abteilung Umwelt der Grafschafter Kreisverwaltung und der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim waren auch der Vechte-Verband, die ökologische Station „Grafschaft Betheim / Emsland-Süd“, die Stadt Nordhorn und der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz vertreten.   Zu Beginn der Veranstaltung wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer grundlegend über die Idee des Projektes und dessen Ziele informiert. Anschließend stellten die Teilprojekte InselBiotope (Kleingewässer als Trittsteine im Biotopverbund auf der Insel Rügen), MehrWert (Biotopverbund im Freisinger Ampertal) sowie BioGraf (Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal) ihre Arbeit aus dem Jahr 2023 vor. Aufbauend auf den Schilderungen und Ergebnissen des BioGraf-Projektes wurde eine Diskussionsrunde eröffnet. In dieser wurde erörtert inwieweit die Arbeit des Projektes über die Laufzeit des BiotopVerbund-Projektes hinaus fortgesetzt und darüber hinaus in den Landkreis Grafschaft Bentheim weitergetragen werden kann. Hierbei wurden bestehende Herausforderungen identifiziert aber auch Potenziale zur Beteiligung von Kommunen aufgezeigt.

Von |2023-12-04T16:12:28+01:004. Dezember 2023|Allgemein|0 Kommentare

Rotbauchunke gesichtet!

Rotbauchunke gesichtet! 01. November 2023 Maßnahmen zur Verbesserung der Biotopqualität zeigen erste Ergebnisse. In einem Dorfteich auf der Insel Rügen konnte im Frühjahr 2023 bei einer Kartierung, nach den Maßnahmen, die laut FFH-Richtlinie Anhang II und IV streng geschützte Rotbauchunke neu entdeckt werden. Dramatischer Rückgang an Amphibien ist bundesweit zu verzeichnen Im Jahr 2020 startete das BiotopVerbund-Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“. In einer der drei Modellregionen des Projekts, auf der Insel Rügen, hat sich Vreni Zimmermann vom Landschaftspflegeverband Rügen e.V. den Dorfteichen gewidmet. Dies ist nötig, da sich viele Dorfteiche auf Rügen in einem schlechten Zustand befinden und zudem auch knapp ein Drittel in den letzten Jahrzehnten verschwunden sind. Ein hoher Nährstoffeintrag verbunden mit einer unzureichenden Pflege führte zu verbuschten und verlandeten Gewässern, die keinen optimalen Lebensraum mehr für Amphibien darstellen. Zur Info: 40% der heimischen Amphibien sind in ihrem Bestand gefährdet. Beispielsweise ist der Bestand der Rotbauchunke im letzten Jahrhundert in Schleswig-Holstein und Niedersachsen um 60% eingebrochen. Mecklenburg-Vorpommern stellt einen Verbreitungsschwerpunkt dieser Art dar und trägt daher eine besondere Verantwortung zum Erhalt der Art. Der kleine Froschlurch, mit einer Größe von 4,5 bis 5cm, ist vor allem anhand seiner rot gefleckten Unterseite schnell zu erkennen. Diese signalisiert Feinden „Achtung! Ich bin giftig!“. Für Menschen ist die kleine Unke allerdings harmlos. Amphibien wie die Rotbauchunke sind auf intaktes Gewässernetz in der Landschaft angewiesen, denn sie migrieren nur wenige hundert Meter weit in ihrem Leben. Foto: Dr. Hannes Petrischak. Amphibien benötigen ein flächendeckendes Netz aus Kleingewässern Gerade Amphibien wie die Rotbauchunke sind auf ein Netz aus intakten Gewässern angewiesen, da sie nicht weit wandern, meist nur wenige hundert Meter in ihrem Leben. Der Verlust von Kleingewässern durch Verlandung und Verschlammung, Entwässerung der Landschaft, das Umwandeln von Grünland in Ackerland und ein hoher Nährstoffeintrag durch Düngung aber auch Chemikalien zerstören den Lebensraum der Amphibien. Die daraus entstehende Fragmentierung der geeigneten Lebensräume und Isolation der Vorkommen treibt den Rückgang durch genetische Verarmung weiter an. Rotbauchunken kommen in Deutschland nur im Norden und im Nordosten vor. Neben Überschwemmungsflächen zählen auch Gewässer in der Feldflur zum Lebensraum der Feuerkröte. Die Gewässer sollten wenig Schatten und Flachwasserzonen aufweisen sowie viele Wasserpflanzen, in denen sich die Nahrung der Unke tummeln kann. Der Verlust von ein Drittel an Kleingewässern auf der Insel Rügen, aber auch der schlechte Zustand der verbliebenen Kleingewässer kann schnell ein lokales Aussterben von Amphibien bedeuten. Foto: Ingolf König. Maßnahmen im BiotopVerbund-Projekt schlagen sofort an 2021 wurden die Kleingewässer auf Rügen vor den Maßnahmen kartiert, um den Status quo zu ermitteln. Danach erfolgten erste Maßnahmen am Gewässer, beispielsweise das Ausbaggern zur Wiederherstellung einer großen Offenwasserfläche und Entnahme der ca. 20 cm starken Schlammschicht im November 2021. Dabei wurden auch einige Gehölze entfernt, welche das Gewässer stark verschattet haben und für weitere Nährstoffeinträge sorgten. Der Fund der Rotbauchunke in dieser Modellregion in 2023 zeigt uns: Es wurden die richtigen Maßnahmen umgesetzt und sie tragen nach [...]

Von |2023-11-07T10:23:38+01:001. November 2023|Allgemein|0 Kommentare

Hoffest der 16. BIO-Landpartie in Kransdorf auf Rügen

Hoffest der 16. BIO Landpartie in Kransdorf auf der Insel Rügen 12. Oktober 2023 Am 23.09.2023 öffnete der landwirtschaftliche Betrieb des Insel e.V. als einer von 62 in Mecklenburg-Vorpommern seine Pforten. Im Rahmen der 16. BIO-Landpartie konnten sich Interessierte an diesem Tag ein eigenes Bild vom Ökolandbau verschaffen Der Landschaftspflegeverband Rügen e.V. vernetzt sich weiter auf der Insel Rügen In Kransdorf gab es einen bunten Markt regionaler und hofeigener Produkte, Mitmachaktionen für Jung und Alt sowie sogar ein eigenes Bühnenprogramm. Eine großartige Gelegenheit, das Verbundprojekt der Bevölkerung näherzubringen und für Fragen zur Verfügung zu stehen. Landwirtschaft als wichtiger Akteur im BiotopVerbund Der BiotopVerbund hat es sich zur Aufgabe gemacht, Landschaft und Menschen zu verbinden. In dieser Hinsicht ist es von großer Bedeutung regionale Landwirte in das Geschehen einzubeziehen. Landwirtschaftlich genutzte Flächen sollen möglichst hohe Erträge bringen und gleichzeitig zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Das ist eine große Herausforderung, die engagierte Landwirte benötigt. Deshalb ist ein transparenter und offener Austausch zwischen Naturschutzakteuren, der Bevölkerung und Landwirten sehr wichtig. Sichtbarkeit schaffen Interessierte Besucherinnen konnten sich an unserem eigenen Stand über den LPV Rügen e.V. sowie das BiotopVerbund-Projekt und seine Maßnahmen in der Modellregion Rügen informieren. Kinder hatten die Möglichkeit, ein eigenes Insekten-Memory zu basteln und so auf kreative Weise an das komplexe Thema der nützlichen Insekten herangeführt zu werden. Denn neben dem beliebten Schmetterling gibt es zahlreiche andere Insekten, die eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Das Thema soll in Zukunft weiter vertieft werden, indem auch sogenannte Insektenhotels in Form eines Bausatzes zum Selberbauen konzipiert werden. Vielseitige Zusammenarbeit mit Akteur:innen des Insel e.V. Nur zehn Minuten Fußweg vom Hof entfernt, im kleinen Ort Jarkvitz, befindet sich ein renaturiertes Kleingewässer des Teilprojekts „InselBiotope“. Da liegt es nahe, dass die Hofmeisterei in Kransdorf die Holz-Sitzbänke für den Dorfteich fertigt und aufstellt. Außerdem soll in enger Zusammenarbeit mit der Umweltpädagogin Ulrike Apitzsch-Schöttke ein gemeinsames Konzept zum Bau von Vogel- und Fledermausnisthilfen sowie Insektenhotels mit Kindern erarbeitet werden. Weitere Informationen zum Biotopverbund InselBiotope: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Vreni Zimmermann Telefon: 03838 404512 E-Mail: vreni.zimmermann@lpv-ruegen.de

Von |2023-11-07T10:24:05+01:0012. Oktober 2023|Allgemein|0 Kommentare

Umweltbildungsmaterial für Grafschafter Grundschulen

Umweltbildungsmaterial für Grafschafter Grundschulen 22. September 2023 Für Grundschulen in der Grafschaft Bentheim besteht seit September 2023 die Möglichkeit, ihren Unterricht mit Umweltbildungsmaterial aus der Stadtbibliothek Nordhorn zu ergänzen.  Dazu können Medienkisten zu verschiedenen Lebensräumen sowie zwei Materialkisten für den Einsatz im Klassenzimmer oder im Freien ausgeliehen werden. „Wie heißt eigentlich diese Pflanze?“ oder „Welcher Vogel singt denn da?“. Diese Fragen können heute viele Kinder nicht mehr beantworten. Dabei ist es in Zeiten von Klima- und Biodiversitätskrise wichtiger denn je, dass Kinder die Natur um sich herum kennen- und schätzen lernen. Nur so kann auch ein Verständnis dafür geweckt werden, warum der Schutz von Tieren, Pflanzen und ihren Lebensräumen von großer Bedeutung ist. Kinder beim Lernen und Forschen unterstützen Um Kindern die Natur näher zu bringen, hat die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim fünf verschiedene Medienkisten zu den Themen Wald und Boden, Moor und Heide, Wiese und Hecke, Stadt und Landwirtschaft sowie Wasser zusammengestellt. Unter den verschiedenen Materialen befinden sich neben Büchern auch Bestimmungshilfen, Flyer, Poster oder CDs. Zudem sollen zwei Materialkisten mit Utensilien wie Ferngläsern, Becherlupen und Keschern Kinder beim selbständigen Forschen unterstützen. Mithilfe von Kunststoff-Figuren können Schüler*innen den Lebenszyklus verschiedener Insekten kennenlernen. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Die Medien- und Materialkisten wurden im September 2023 der Stadtbibliothek Nordhorn übergeben, wo sie Grundschulen nun für den Einsatz im Unterricht zur Verfügung stehen. Die Ausleihe der Kisten in kostenlos und kann für die Dauer von 6 Wochen erfolgen und bei Bedarf verlängert werden. Lediglich ein Bibliotheksausweis wird benötigt. Mit Umweltbildung Verständnis für den Biotopverbund schaffen Die Naturschutzstiftung konnte das Umweltbildungsmaterial kostenlos an die Stadtbibliothek Nordhorn übergeben, da die Aktion Teil des Projekts „Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ ist. Das „BioGraf“-Projekt ist eines von drei Modellprojekten im BiotopVerbund-Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird. Neben praktischen Biotopverbund-Maßnahmen wie der Anlage von Hecken oder Blühstreifen liegt ein Schwerpunkt des Projekts auf der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Biotopverbund sowie der Etablierung von Rahmenbedingungen, die den Biotopverbund in den Kommunen innerhalb der Projektkulisse – dem Grafschafter Vechte- und Dinkeltal – langfristig stärken. Mit der Bereitstellung des Umweltbildungsmaterials leistet das „BioGraf“-Projekt einen Beitrag zur Vermittlung von Natur- und Artenschutz an Grundschulen. Damit wird eine wichtige Grundlage geschaffen, um auch für Kinder das Konzept Biotopverbund verständlich zu machen. Durch die Ausleihe der Medienkisten über die Stadtbibliothek können möglichst viele Schulen von dem Angebot profitieren. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten: Der Aktions-Steckbrief Aktionstyp: Bereitstellung von Umweltbildungsmaterial Zielgruppe: Grundschulkinder Umsetzung: September 2023 Kooperationspartner: Stadtbibliothek Nordhorn Kosten: ca. 850€ Wenn Sie selbst Medien- oder Materialkisten zusammenstellen wollen, es aber noch an Inspirationen fehlt, kontaktieren Sie gerne Ihre Ansprechpartner:innen bei der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Cornelia Riechert Telefon: 05921-961620 E-Mail: [...]

Von |2023-09-22T08:29:23+02:0022. September 2023|Allgemein|0 Kommentare

Natur erleben an den InselBiotopen

Natur erleben an den InselBiotopen 14. September 2023 An den Dorfteichen in Gingst, Trent und Patzig kann man nun auch spielerisch die Natur erleben. Ein lokaler Holzkünstler (Holzkunst nach Wunsch, Inh. Mirko Quade) hat im Auftrag des LPV Rügen e.V. kleine Naturerlebniselemente geschnitzt und aufgestellt. Spielerisch lernen in der Natur vor der Haustür Um auch jüngere Generationen für unsere InselBiotope zu begeistern und für die Natur vor ihrer eigenen Haustür zu sensibilisieren, hat der LPV Rügen e.V. mehrere kleine Naturerlebniselemente in Auftrag gegeben, die von Mirko Quade, einem lokalen Holzkünstler auf der Insel Rügen, geschnitzt und an den Dorfteichen aufgestellt wurden. Angefertigt wurde unter anderem eine bespielbare Libelle, die nun den Dorfteich Gingst schmückt und somit das zentrale Thema mehrerer Infotafeln des Standortes spielerisch aufgreift und Besucher:innen direkt im Eingangsbereich in Empfang nimmt. Libellen-Spielelement am Dorfteich Gingst. Foto: Mirko Quade. Für das Mönchsoll in Patzig wurde eine Eidechse angefertigt und in der Nähe des Totholz- und Lesesteinhaufens aufgestellt, da dieser für verschiedene Echsenarten ein Zuhause bietet. Ergänzend wurde nahe der Streuobstwiese eine kleine Sitzgruppe in Form von Himbeere, Apfel, Birne und Kirsche aufgestellt. In Trent kann man nun spielerisch das Prinzip der Trittsteinbiotope erkunden: mehrere kleine Holztrittsteine in Form von Blättern und Blüten laden dazu ein, über die Blühwiese hin und her zu hüpfen. Die neuen Trittsteine auf der Blühwiese am Dorfteich Trent. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Umweltbildung für mehr Wertschätzung Nur was man kennt, ist man auch bereit zu schützen. Daher ist es wichtig, schon von klein auf mit der Natur in Kontakt zu stehen und von ihr sowie über sie zu lernen. Mit den schönen Naturerlebniselementen soll das Interesse der Kinder geweckt und zum Spielen in der Natur eingeladen werden. Ergänzend dazu werden auch kleinere Pflanzaktionen zur Anlage von Streuobstwiesen mit Kita- und Schulkindern umgesetzt. An den Obstbäumen der ersten Pflanzaktion in Trent sind zum Teil bereits kleine Früchte und können von den Kindern selbst geerntet werden. Weitere Informationen zum Biotopverbund InselBiotope: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Vreni Zimmermann Telefon: 03838 404512 E-Mail: vreni.zimmermann@lpv-ruegen.de

Von |2023-09-19T10:00:47+02:0019. September 2023|Allgemein|0 Kommentare

BiotopVerbund im RügenTV

Ein Beitrag vom BiotopVerbund im RügenTV 04. August 2023 Der Landschaftspflegeverband Rügen e. V. hat zusammen mit der Heinz Sielmann Stiftung den neu gestalteten Dorfteich in Gingst am 19. Juli 2023 eingeweiht und feierlich an die Gemeinde übergeben. Neben der lokalen Presse war auch RügenTV vor Ort und berichtet nun in Form eines Beitrags über die neu geschaffene Naturoase. Sehen Sie selbst! Weitere Informationen zum Biotopverbund InselBiotope: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Vreni Zimmermann Telefon: 03838 404512 E-Mail: vreni.zimmermann@lpv-ruegen.de

Von |2023-09-12T07:35:40+02:0012. September 2023|Allgemein|0 Kommentare
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