Weitere geplante Seigenanlage für die Wiesenbrüter in Thonstetten

16. Juni 2022 Im Rahmen des Teilprojektes MehrWert wird der Landschaftspflegeverband Freising e.V. dieses Jahr auf der Fläche, die er über die Fördermittel des Projekts im Projektgebiet Thonstetten erwerben konnte, eine weitere Senke/Seige anlegen. Die Senke wird so angelegt, dass sie eine Größe von ca. 1200m² haben, und bis zu 40 cm tief sein wird. Abb. 1 Kiebitze (Vanellus vanellus) in einer Seige. Foto: Ralf Donat.   Das Gefälle wird dabei einen fließenden Übergang von Seige/Senke zur Wiese haben, um sicher zu stellen, dass die Seige auch gemäht werden kann. Zusätzlich erfolgt eine artenreiche Ansaat mit autochthonem Saatgut. Sobald der Genehmigungsbescheid vorliegt, wird die Maßnahme umgesetzt. Abb. 2 Lage der geplanten Seige (rot umrandet) auf der erworbenen Fläche (orange umrandet) im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Quelle: Landschaftspflegeverband Freising e.V..   Der naturschutzfachliche Hintergrund   Seigen/Senken sind flache Mulden in Wiesen, die sich meist im Frühjahr und nach vermehrten Niederschlägen mit Wasser füllen, ansonsten aber trocken fallen. Ähnlich wie Blänken, die natürliche Wasserstellen in Moorgebieten darstellen, sind Seigen wichtige Habitate für Wiesenbrüter, wie zum Beispiel den Kiebitz, da sie dort ihre Nahrung finden oder diese Wasserstellen als Trink- und Bademöglichkeit nutzen. Aber auch Insekten wie Libellen werden von der Maßnahme profitieren. Abb. 2 Pechlibelle (Ischnura elegans) Foto: Ralf Donat.     Wollen Sie sich auch für den Biotopverbund einsetzen? Dann rufen Sie uns einfach an. Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161/600-439

Von |2022-06-16T17:00:49+02:0016. Juni 2022|Allgemein|0 Kommentare

Pressemitteilung zu interaktiver Karte auf www.biotopverbund.de

4. Juni 2022 BiotopVerbund-Projekt bietet digitale Informationsplattform für kommunal aktive Naturschutzakteurinnen und - akteure Seit März ist es Kommunen, aber auch Verantwortlichen auf kommunaler Ebene - unter anderem Landschaftspflegeverbänden - möglich, ihre Maßnahmen für ein wachsendes Netzwerk aus Biotopverbünden in einer interaktiven Karte auf der BiotopVerbund-Internetseite deutschlandweit zu präsentieren. Alle Interessierten können so ihr Engagement mit anderen teilen und weitere Kommunen zum Nachahmen motivieren. BiotopVerbund im Netz Die Internetseite des BiotopVerbund-Projektes stellt Hintergrundinformationen zum Thema Biotopverbund bereit und informiert über die Maßnahmen und Ziele des Projektes. Das BiotopVerbund-Projekt möchte aber auch über weitere, in Deutschland aktuell durchgeführte, praktische Maßnahmen informieren und hat deshalb eine neue Unterseite eingerichtet. Die neue Unterseite „Werde Teil des BiotopVerbund-Netzwerkes“ bietet neben dem Überblick über aktuell durchgeführte Biotopmaßnahmen eine interaktive Deutschlandkarte, auf der Nutzer:innen sehen können wo in ihrer Nähe bereits welche Maßnahmen umgesetzt wurden. Die Karte befindet sich im Aufbau: einige Maßnahmen sind bereits erfasst, weitere Maßnahmen sollen fortlaufend ergänzt werden. Zur neuen Unterseite gelangt man von der Startseite aus über den Hauptnavigationspunkt „Biotopverbund“, nach Wählen des Unterpunktes „Weitere Biotopverbund-Projekte“, oder direkt via https://biotopverbund.de/weitere-biotopverbund-projekte/. Abb.1 Neue Unterseite mit interaktiver Karte (links) und Auszug aus dem Formular für die Projektsteckbriefe (rechts). Fotos: BiotopVerbund Mit gutem Beispiel voran Die durchgeführten Maßnahmen werden in kurzen Steckbriefen, mit Bildern und Texten, vorgestellt. Neben Informationen zu Gründen warum die Maßnahme notwendig war und einer kurzen Beschreibung der Maßnahme und der Rahmenbedingungen gibt es eine tabellarische Übersicht über die wichtigsten Eckdaten des jeweiligen Projektes. Diese Informationen sollen weitere Kommunen und Projektinitiativen grundlegend über durchführbare Maßnahmen informieren und zum Mitmachen anregen. Mit dem Aufzeigen von guten Beispiel-Projekten will das BiotopVerbund-Projekt auch erfahrene und interessierte Akteur:innen miteinander vernetzen und damit mögliche Synergien erzeugen. Abb.2 Beispiele für Projekt-Steckbriefe [Anlage einer Biotoplandschaft in Göttingen (links); Biotopvernetzung für Wildkatze & Co in Lucklum (mitte); Revitalisierung einer Quelle in Zilchenricht in Bayern (rechts)]. Fotos: BiotopVerbund Mitmachen und Maßnahme präsentieren Auf der Unterseite führt der Link-Button „Jetzt mitmachen“ zum Formular für den Steckbrief. Dort erfahren Nutzer:innen auch welche Biotopverbundmaßnahmen dargestellt werden. Um möglichst aktuelle Maßnahmen zu präsentieren sollten die Vorhaben in 2020 oder später durchgeführt worden sein, wobei praktische Umsetzungen von Biotopmaßnahmen schon stattgefunden haben sollten. Weiterhin sollte die Fläche des Biotops in Summe größer als 0.25 Hektar sein und/oder ein hohes Vernetzungspotential besitzen, damit die Maßnahme möglichst effektiv zum Biotopverbund beitragen kann. Auch sollten, aus Gründen der Nachhaltigkeit der Maßnahme, die Eigentumsverhältnisse und die Pflege des Biotops bestenfalls langfristig geklärt sein.

Von |2022-06-16T17:01:58+02:0016. Juni 2022|Allgemein|0 Kommentare

Streuobstwiesen blühen auf

Streuobstwiesen blühen auf 27. Mai 2022 Schulung zur fachgerechten Pflege von kommunalen Streubobstwiesen Die Pflege von Streuobstwiesen gehört zu den vielfältigen Aufgaben der MitarbeiterInnen von städtischen Bauhöfen. Doch wie wird ein Obstbaum eigentlich fachgerecht geschnitten? Wie kann die Wiese am besten gemäht werden, um die Blütenvielfalt zu steigern und den Arbeitsaufwand zu verringern? Welche Rolle spielen Streuobstwiesen für die Natur und für die Menschen? Um all diese komplexen Fragen zu beantworten, wurden die  Mitarbeiterinnen der kommunalen Bauhöfe im Landkreis Grafschaft Bentheim im Rahmen des Teilprojekts „BioGraf – Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ zu einem dreiteiligen Workshop eingeladen, von dem der erste Teil Mitte Mai in Nordhorn stattfand. Abb.1 Referentin Antje Lübbers demonstriert die Kontrolle eines Verbisschutzes. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Vielfältige Nutzungsansprüche Der Erfahrungsaustausch stand an diesem ersten Workshoptag ganz oben auf der Tagesordnung. Schnell wurde deutlich, dass gerade innerstädtische Streuobstwiesen in den letzten Jahren immer mehr von den BürgerInnen genutzt wurden – und so soll es auch sein. Allerdings bleibt oft wenig Zeit für die Pflege der Bestände und es fehlt das Spezialwissen. Da kommt der Workshop gerade recht, denn in den nächsten beiden Teilen im kommenden Sommer und Winter wird es um die konkreten Schnitttechniken gehen. Abb.2 Referent Marco Schnieder erläutert, worauf beim Baumschnitt zu achten ist. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Streuobstwiesen und Obstbaumreihen sind ein bedeutender Teil der Kulturlandschaft und können bei naturnaher Pflege und Gestaltung einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund leisten. Sie können außerdem Innen- und Außenbereiche von Siedlungen als ökologische Trittsteine miteinander vernetzen, denn sie stellen einen wichtigen Lebensraum insbesondere für Insekten, Vögel und Kleinsäuger dar. Zahlen, Daten, Fakten: Der Aktions-Steckbrief Aktionstyp: Multiplikatoren-Schulung Zielgruppe: Mitarbeiter:innen der kommunalen Bauhöfe Umsetzung: Mai 2022 – Dezember 2022 Kooperationspartner: Stadt Nordhorn Kosten: ca. 300 € je Veranstaltungs-Vormittag für Referenten + ca. 3 €/p. P. für Verpflegung Sie haben Fragen zur Organisation einer Schulung für Mitarbeiter:innen kommunaler Bauhöfe? Ihre Ansprechpartnerin Manuela Monzka, Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim van-Delden-Str. 1-7, 48529 Nordhorn Telefon: 05921 96-1620 E-Mail: manuela.monzka@Grafschaft.de

Von |2022-05-27T08:35:11+02:0027. Mai 2022|Allgemein|0 Kommentare

Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt

Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt 22. Mai 2022 Am 22. Mai 1992 wurde der Text des Übereikommens über die biologische Vielfalt (CBD) offiziell angenommen. Aus diesem Anlass wird seit 2001 der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Im Jahr 2011 hat die Bundesregierung das Bundesprogramm Biologische Vielfalt ins Leben gerufen, mit dem Naturschutzmaßnahmen in Deutschland gefördert und die Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt unterstützt werden soll. Biotopverbünde helfen die biologische Vielfalt zu erhalten Ein wesentlicher Grund für den Rückgang der biologischen Vielfalt ist die Nutzung von natürlichen Lebensräumen durch den Menschen, z.B. durch Landwirtschaft oder Besiedlung. Zusätzlich zum Verlust der Lebensräume werden diese Biotope durch den steigenden Flächenbedarf auch zerschnitten und kommen z.T. nur noch isoliert vor. Diese isolierten Biotope müssen miteinander vernetzt werden, um den Austausch und die Besiedlung zu fördern und somit einen weiteren Artenrückgang zu verhindern. Wichtige Mittel sind hierbei die Aufwertung oder Neuschaffung von Biotopen, welche als Trittsteine und Bewegungskorridore zur Vernetzung bestehender Biotope beitragen, aber auch selbst Lebensraum für Pflanzen und Tiere darstellen. Denn nur ein Verbund aus Biotopen kann effektiv die biologische Vielfalt erhalten. Das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte BiotopVerbund-Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ will Kommunen im gesamten Bundesgebiet, aber auch Privatpersonen und Organisationen für die Idee des Biotopverbundes begeistern, darüber informieren und bei der Planung und Umsetzung unterstützen.

Von |2022-05-23T10:30:17+02:0023. Mai 2022|Allgemein|0 Kommentare

2. Steuergruppen-Sitzung im MehrWert-Projekt

2. Steuergruppen-Sitzung im MehrWert-Projekt 12. Mai 2022 Im Rahmen des Teilprojektes MehrWert fand am 10.05.2022 die 2. Sitzung der „Steuergruppe Ampertal“ in Thonstetten statt. Bei dieser Sitzung tauschten sich die Vertreter:innen der Ampertal- Gemeinden Langenbach und Haag und der Stadt Moosburg, der Unteren Naturschutzbehörde Landkreis Freising, der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung Oberbayerns, des Wasserwirtschaftsamtes München, des Landschaftspflegeverbands Freising e.V. und der Heinz Sielmann Stiftung zum aktuellen Stand des Projektes aus. Das MehrWert-Projekt, welches im Rahmen des BiotopVerbund-Projektes „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ durchgeführt wird, hat zum Ziel gemeinsam mit Kommunen den Biotopverbund im Freisinger Ampertal zu stärken. Hierzu werden im Wiesenbrütergebiet Thonstetten beispielhaft konkrete Biotopverbundmaßnahmen umgesetzt. Abbildung 1 Ein einseitig abgeflachter Graben im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: Johannes Heinze, Heinz Sielmann Stiftung. Zu Beginn der Sitzung informierte Matthias Maino (Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Freising e.V.) über Hintergründe und Ziele des Projektes, sowie über die durchgeführten Maßnahmen im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Beispielhaft wurde hierzu der projekteigene Film über den Bau eines Storchenhorstes in Thonstetten vorgeführt. Anschließend diskutierten die Teilnehmer:innen den aktuellen Stand des Projektes und tauschten sich über zukünftige Herausforderungen aus. Zum Schluss des ersten Teils der Steuergruppensitzung erhielten die Bürgermeisterin der Gemeinde Langenbach, Susanne Hoyer, der Bürgermeister der Gemeinde Haag, Anton Geier, sowie der Bürgermeister der Stadt Moosburg, Josef Dollinger, und Sebastian Kreitmeier von der Stadt Moosburg eine Auszeichnung für bislang umgesetzte Maßnahmen zum Biotopverbund in ihren Kommunen. Abbildung 2 Links (v.l.n.r.): Anton Geier (Bürgermeister der Gemeinde Haag), Josef Dollinger (Bürgermeister der Stadt Moosburg) und Susanne Hoyer (Bürgermeisterin der Gemeinde Langenbach) bei der Steuergruppensitzung. Rechts: Sebastian Kreitmeier (Vertreter der Stadt Moosburg; links) und Matthias Maino (Landschaftspflegeverband Freising e.V.; rechts) bei der Übergabe der Plaketten, als Auszeichnung für die umgesetzten Maßnahmen. Fotos: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V. Nach der Preisverleihung und einer kurzen Pause begaben sich die Teilnehmer:innen der 2. Steuergruppen-Sitzung auf eine Exkursion in das Projektgebiet „Wiesenbrütergebiet Thonstetten“, im Ampertal. Dort informierten David Eschler und Matthias Maino, vom Landschaftspflegeverband Freising e.V., die Teilnehmer:innen, an verschiedenen Standorten, über die bislang durchgeführten und geplanten Maßnahmen zur Stärkung des Biotopverbundes im Projektgebiet. Abbildung 3 David Eschler vom Landschaftspflegeverband Freising e.V. erläutert die bisher umgesetzten Maßnahmen im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: Johannes Heinze, Heinz Sielmann Stiftung. Bei anregenden Diskussionen wurden zusätzlich wertvolle Informationen ausgetauscht, welche für die Umsetzung zukünftiger Maßnahmen und die Beteiligung weiterer Kommunen wichtig sind. Abbildung 4 Konstruktive Diskussion der Teilnehmer:innen an einen Maßnahmen-Standort im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V.       Haben Sie Fragen zum Biotopverbund im Freisinger Ampertal? Dann rufen Sie uns einfach an. Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161/600-439

Von |2022-05-19T11:12:19+02:0013. Mai 2022|Allgemein|0 Kommentare

Umfeldgestaltung – vor der Pflanzung erst das Aufräumen

Umfeldgestaltung - vor der Pflanzung erst das Aufräumen 11. April 2022 Um an den Gewässern in Gingst, Trent und Patzig die in den Entwürfen vorgesehenen Umfeldgestaltungsmaßnahmen mit umfangreichen Gehölzpflanzungen und der Anlage von Lebensraumelementen durchführen zu können, mussten zuerst einige Gehölze weichen. Leitbilder für optimale Lebensräume Zu Beginn einer jeden Maßnahme muss zunächst das Ziel klar definiert sein, wie der optimale und naturnahe Lebensraum der heimischen Arten aussehen soll. Das übergeordnete Leitbild für die Aufwertung und Umfeldgestaltung der Kleingewässer sieht heimische und standortgerechte Gehölzbestände um die Gewässer vor, wobei jedoch auch eine gute Besonnung für einen optimalen Lebensraum von Amphibien gewährleistet sein soll. An den drei Gewässern in Gingst, Trent und Patzig fanden sich hier ganz unterschiedliche Ausgangssituationen. Eine Gemeinsamkeit gab es allerdings: nichtheimische Gehölzbestände, die in unmittelbarer Nähe zum Ufer für starke Beschattung oder reichlich Laubeintrag sorgten. Bevor also im Umfeld der Gewässer standortgerechte Pflanzungen aus heimischen Gehölzen angelegt werden können, sind erst einige Maßnahmen zum „Aufräumen“ erforderlich. Umfangreiche Rodungsarbeiten für eine bessere Ausgangssituation Auch wenn es im ersten Moment etwas wüst an den Gewässern anmutet – die umfangreichen Gehölzrodungen sind wichtig. Es wurden an allen drei Gewässern nichtheimische Nadelgehölze wie Lebensbäume (Thuja spec.) und Fichten (Picea spec.) entnommen, die nur einen geringen ökologischen Wert aufweisen. In Trent wurden zudem große Hybrid-Pappeln (Populus x canadensis) gefällt, die nicht nur für eine starke Verschattung des Kleingewässers sorgten, sondern auch aufgrund des hohen Alters stark bruchgefährdet waren, sodass neben großen Mengen an Laub auch Äste in das Gewässer fielen, was wiederum erhöhte Nährstoffeinträge bedeutete. Gesunde Gehölzbestände für langfristig stabile Lebensräume fördern In Patzig waren weitere Rodungsarbeiten erforderlich. Hier war der heimische Zitter-Pappel-Bestand (Populus tremula) von einer unbekannten Krankheit befallen, die sowohl junge als auch alte Bäume stark schädigte und zum Teil sogar bereits zum Absterben führte. Um ein weiteres Ausbreiten der Krankheit zu unterbinden oder zumindest zu verlangsamen, wurden befallene Pappeln und auch der üppige Jungwuchs entfernt. Der Gehölzbestand soll im weiteren Verlauf des Projektes einen neuen, artenreichen Saum erhalten, der auch in Zukunft für eine gesunde Naturverjüngung der Fläche sorgen wird. Um die kranken Gehölze möglichst bestandsschonend zu entfernen, wurde von der ausführenden Firma ein Spezialbagger (Menzi Muck Schreitbagger) eingesetzt, welcher einzelne Bäume greifen und zugleich absägen kann. Abbildung 1: Einsatz des Spezialbaggers am Mönchsoll in Patzig (Foto: LPV Rügen e.V., 07.02.2022)   Fachgerechte Gehölzpflege als Präventionsmaßnahme Wie schon die vom LPV Rügen e.V. organisierten Workshops zum Themenschwerpunkt „Naturnah pflegen“ und die dazugehörige Broschüre vermitteln, ist die richtige Pflege das A und O für gut entwickelte und vitale Gehölzbestände, an denen Mensch und Tier lange Freude haben. Im Idealfall werden die Gehölze bereits ab der Pflanzung regelmäßig beschnitten, um einen dichteren und gesünderen Aufbau zu erreichen und somit langlebige und sichere Rückzugsorte für viele Tierarten zu bieten. Doch auch wenn die Pflege einige Jahre vernachlässigt wurde, können einige ältere Bäume auch mit radikal erscheinenden Maßnahmen noch gerettet werden. Kopfweiden: Kulturgut und wertvolles Lebensraumelement [...]

Von |2022-04-13T11:55:03+02:0011. April 2022|Allgemein|0 Kommentare

Groß angelegte Pflegemaßnahme im Wiesenbrütergebiet Thonstetten

Groß angelegte Pflegemaßnahme im Wiesenbrütergebiet Thonstetten 21. März 2022 Durchgeführte Grabenfreistellungen von Gehölzen soll die Wiederansiedlung der Wiesenbrüter unterstützen. Das Wiesenbrütergebiet in Thonstetten ist ein ehemaliges Niedermoor. Um das Gebiet landwirtschaftlich nutzbar zu machen, wurden hier Entwässerungsgräben angelegt, die heute immer noch bestehen. Aufgrund fehlender Pflege sind einige dieser Gräben mit Gehölzen zugewachsen. Diese vertikalen Strukturen verhindern unter anderem die Wiederansiedlung des bodenbrütenden Brachvogels, denn er reagiert sehr empfindlich auf lange und dichte Hecken, von welchen er mit seinem Gelege mind. 100 m Abstand hält. Nach der Entbuschung und einer anschließenden artenreichen Ansaat werden die Gräben zusätzlich zu einem Lebensraum für zum Beispiel Libellen, wie die selten gewordene Vogel-Azurjungfer. Abb. 1 Graben vor (links), während (mitte) und nach (rechts) der Gehölzentfernung. Foto: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V..   Rahmenbedingungen und Umsetzung Diese Maßnahme setzt die Ziele des Projektes im Bundesprogramm Biologische Vielfalt um, da gefährdeten Arten der Roten Liste Deutschlands, wie die Vogel-Azurjungfer oder der Große Brachvogel, entlang dieser künstlichen Kleingewässer ein Dasein ermöglicht wird. Gefördert wurde die Maßnahme zu 90 % über Mittel der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien, die restlichen Gelder hat der Landschaftspflegeverband Freising aufgebracht. Abb. 2 Bei der Entbuschung wurden auch größere Gehölze entfernt. Foto: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V..   Im Februar dieses Jahres, setzte der Landschaftspflegeverband Freising mithilfe von fachkundigen Betrieben, die Entbuschung mit einer Länge von ca. 700 Metern um. Im Frühling soll dann entlang der Gräben eine artenreiche Ansaat mit gebietseigenem Saatgut erfolgen. Für die Zukunft wünscht sich der Landschaftspflegeverband Freising, noch mehr Gräben im Wiesenbrütergebiet Thonstetten in Zusammenarbeit mit aufgeschlossenen Landwirten:innen freistellen zu dürfen. Dadurch hätte die bedrohte Tierwelt in diesem einzigartigen Lebensraum einen langfristigen und sicheren Rückzugsort. Möglich war die Umsetzung dieser Naturschutzmaßnahme nur mit Einverständnis der beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe, der Stadt Moosburg, der Unteren Naturschutzbehörde Freising und der Regierung von Oberbayern. Abb. 3 Abtransport der gerodeten Gehölze. Foto: David Eschler, Landschaftspflegeverband Freising e.V..   Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmentyp: Grabenfreistellung von Gehölzen Ziellebensraum: Naturnahe Gräben Größe: Rund 700 m Länge Umsetzung: Februar 2022 Kooperationspartner: Flächeneigentümer, Stadt Moosburg, Untere Naturschutzbehörde Freising, Regierung von Oberbayern Kosten: <10.000 € (inkl. Planungskosten) Wollen Sie sich auch für den Biotopverbund einsetzen? Dann rufen Sie uns einfach an. Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161/600-439

Von |2022-03-21T08:01:31+01:0021. März 2022|Allgemein|0 Kommentare

Mit der Natur-AG am Schulwald Laar

Mit der Natur-AG am Schulwald Laar 7. März 2022 Ein Nachmittag rund um die Weide Die Schülerinnen und Schüler der Natur-AG des Gymnasiums an der Vechte in Emlichheim trafen sich auf Einladung der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Anfang März am Schulwald in Laar für einen Aktionsnachmittag rund um die Weide. Die Weide mit den Kühen oder die Weide mit den Kätzchen? Was ist gemeint? Das wurde erst einmal bei einem Teekesselchen-Spiel geklärt – gemeint ist natürlich der Baum bzw. Strauch. Es gibt viele Arten von Weiden. Im Schulwald in Laar wachsen sie besonders gut, denn so nah an der Vechte ist der Untergrund feucht. Abb.1 Schüler:innen der Natur-AG am Stadtwald Laar. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Von Hochstaplern und Hexenbesen   An drei Stationen konnten die Schülerinnen und Schüler aktiv werden: beim Sägen von Stammholz, beim Stapeln der Holzscheiben zu einem möglichst hohen Turm (der Rekord lag bei 119 cm!) und beim Abschneiden und Bündeln von Weidenruten. Aus den Bündeln wurden im Handumdrehen Hexenbesen gebastelt, die natürlich auch mit nach Hause genommen werden durften. Lehrer Christian Kühlenborg war beeindruckt von der Kreativität seiner AG und freut sich schon auf zukünftige gemeinsame Aktionen. Für Mai ist der nächste Ausflug in den Schulwald geplant, dann wird sich alles um die Erforschung der Umgebung drehen. Abb.2 Hier werden Weidenruten mit einem speziellen Gerät gebündelt. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Aktionstyp: Thematischer Aktionsnachmittag Zielgruppe: Schüler:innen 5./6. Klasse Umsetzung: März 2022 Kooperationspartner: Gymnasium an der Vechte Emlichheim Kosten: 175 € für für die Busfahrt von der Schule zum Schulwald und zurück, Umweltbildung in Eigenleistung Sie haben Fragen zur Organisation eines Aktionsnachmittages? Ihre Ansprechpartnerin Manuela Monzka, Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim van-Delden-Str. 1-7, 48529 Nordhorn Telefon: 05921 96-1620 E-Mail: manuela.monzka@Grafschaft.de

Von |2022-03-10T07:49:06+01:007. März 2022|Allgemein|0 Kommentare

Gehölzpflegeworkshops für Gemeinden auf Rügen

Gehölzworkshops für Gemeinden auf Rügen 21. Februar 2022 Zur Unterstützung der Kommunen bei der fachgerechten Pflege des Siedlungsgrüns organisierte der LPV Rügen e.V. die Workshops „InselBiotope: Naturnah pflegen“. Denn nur wenn Gehölze und Blühwiesen richtig gepflegt werden, können sie langfristig als Habitate und auch als Trittsteinbiotope, mit denen der Zersiedelung von Lebensräumen entgegengewirkt werden kann, dienen. Biotopverbund beginnt mit kleinen Schritten Um den Biotopverbund bundesweit zu stärken, kann auch schon in einem kleinen Rahmen, innerhalb von Kommunen, viel getan werden, indem der lokale Biotopverbund ökologisch aufgewertet wird. Schon kleine Flächen mit naturnaher und extensiver Pflege helfen, damit sich Arten auch im Siedlungsraum wieder ansiedeln und einen dauerhaften Lebensraum finden können. Hierzu sollen die Projekt-Workshops und die dafür erarbeitete Broschüre als Unterstützung dienen. Denn mit fachgerechter Pflege wird eine gesunde Entwicklung und ein langfristiger Erhalt von Gehölzbeständen gesichert. Beispielsweise bieten richtig gepflegte Sträucher eine dichte Verzweigung und somit bessere Rückzugsmöglichkeiten für vorkommende Arten. Und auch alte Höhlenbäume (z.B. Allee- oder Kopfbäume) können mit der richtigen Pflege noch viele Jahrzehnte als wertvolles Lebensraumelement erhalten bleiben. Abbildung 1: Praktischer Teil des zweiten Workshops in Patzig - Pflege einer alten Kopfweide mit mehreren Jahren Pflegerückstand (Foto: LPV Rügen e.V., 28.01.2022)   Theorie und Praxis mit dem Fachmann von der Baumschule Rügen Zu diesem Zweck wurden im Januar und Februar 2022 insgesamt vier Workshops mit je bis zu acht Teilnehmern für die Gemeinden und Städte der Insel Rügen angeboten. Bei den halbtätigen Workshops erläuterte der Referent Florian Wolf (Inhaber der Baumschule Rügen) den Gemeindearbeitern zuerst im theoretischen Teil den korrekten Schnitt an unterschiedlichen Gehölzarten mit Positiv- und Negativbeispielen aus der Region. Im Anschluss folgte der praktische Teil, bei welchem er an örtlichen Gehölzbeständen den Schnitt noch einmal vorführte und anschließend die Teilnehmer beim Ausprobieren anleitete. Abbildung 2: Vorder- und Rückseite der Broschüre „Naturnah pflegen“ (LPV Rügen e.V. / Baumschule Rügen)   Unterstützung über die Workshops hinaus Um auch nach den Workshops noch die wichtigsten Informationen zur Verfügung zu stellen, wurde in enger Zusammenarbeit mit der Baumschule Rügen eine Broschüre erstellt, die die behandelten Schwerpunkte im Detail beleuchtet. Sie umfasst somit neben Informationen zum Biotopverbund auch die verschiedenen Schnitttechniken an Hecken und Knickgehölzen, an Kopfbäumen (bspw. Kopfweiden), an Allee- und Solitärbäumen sowie an Obstgehölzen in Streuobstwiesen. Auch die Anlage und richtige Pflege einer Blühwiese wird näher erläutert. Die Broschüre wird den Ämtern und Kommunen kostenfrei zur Verfügung gestellt und kann in der Geschäftsstelle des LPV Rügen e.V. angefordert werden. Die digitale Version kann unter der Rubrik Aktuelles – Downloads heruntergeladen werden. Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmetyp: Workshops zur Unterstützung der Gemeinden bei der Nachsorge Ziellebensraum: Naturnahe Grünflächen in Siedlungen Größe: 4 halbtägige Workshops Umsetzung: 27.01. - 24.02.2022 Kooperationspartner: Baumschule Rügen Kosten: Referent für fachgerechte Pflege / pro Workshop: 420 € Zuarbeit Broschüre: 150 € Druck Broschüre / 500 Stück: 1.100 € Weitere Informationen zum [...]

Von |2022-02-22T08:37:05+01:0022. Februar 2022|Allgemein|0 Kommentare

Pflanzaktion an der Vechte in Nordhorn-Hesepe

Pflanzaktion an der Vechte in Nordhorn-Hesepe 4. Februar 2022 Im Dezember trafen sich bei klirrender Kälte Mitglieder des Sportfischervereins (SFV) Nordhorn e.V. und der BUND Kreisgruppe Grafschaft Bentheim auf Einladung der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim, um gemeinsam am Ufer der Vechte in Nordhorn-Hesepe 120 Schwarzerlen und einige Weiden zu pflanzen. Die Erlen strukturieren nun den bisher eher monotonen Uferabschnitt der Vechte und sind hervorragend an die wechselhaften Umweltbedingungen am Fluss angepasst. Pflanzktion am 11.12.21 in Hesepe. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Strukturen für Eisvogel & Co. schaffen „Im Schatte der Erlen kann in Zukunft eine Kinderstube für Fische entstehen und auf den Ästen findet der Eisvogel seinen Ansitz, daher sind solche Naturschutzmaßnahmen sehr wichtig für die Artenvielfalt“, erklärt Carsten Westerhof vom Vorstand des SFV. „Wir setzen uns als BUND schon lange für eine naturnahe Vechte ein, daher ist es umso schöner, wenn sich viele verschiedene Akteure zusammentun“ ergänzt Walter Oppel, Vorsitzender des BUND Grafschaft Bentheim. Pflanzktion am 11.12.21 in Hesepe. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Landschaftsbild verbessern Im Rahmen des BioGraf-Projekts sollen in Zukunft noch weitere ähnliche Aktionen an Vechte und Dinkel erfolgen, nicht zuletzt auch um das Landschaftsbild aufzuwerten und somit die Attraktivität des Vechtetals für die Erholung zu steigern. Die Aktion wurde in Abstimmung mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) durchgeführt und von dort unterstützt. Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmetyp: Pflanzaktion Ziel: Strukturanreicherung des Vechte-Ufers zur Förderung der Biodiversität Umsetzung: Dezember 2021 Kooperationspartner: BUND Kreisgruppe Grafschaft Bentheim, Sportfischerverein Nordhorn Kosten: ca. 300 € für Pflanzmaterial, ca. 50 € für Verpflegung der Teilnehmer:innen Sie haben Fragen zur Organisation einer Pflanzaktion? Ihre Ansprechpartnerin Manuela Monzka, Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim van-Delden-Str. 1-7, 48529 Nordhorn Telefon: 05921 96-1620 E-Mail: manuela.monzka@Grafschaft.de

Von |2022-03-10T07:49:33+01:008. Februar 2022|Allgemein|0 Kommentare
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