Erste Dreharbeiten für die Image-Filme im BiotopVerbund-Projekt

Erste Dreharbeiten für die Image-Filme im BiotopVerbund-Projekt 29. Juli 2022 In der Modellregion Freising fanden vom 26.07. – 28.07.2022 die ersten Dreharbeiten für die Image-Filme im Rahmes der Image-Kampagne des BiotopVerbund-Projektes statt. Hierbei wurden u.a. Interviews, Umsetzungen von Maßnahmen und Aktionen mit Naturbegeisterten gefilmt sowie Landschaftsaufnahmen mit Drohnen gemacht. Unterstützt durch David Eschler vom Landschaftspflegeverband Freising e.V. und Johannes Heinze von der Heinz Sielmann Stiftung führte das Film-Team der Videoproduktionsfirma „Drehkraft“ Interviews durch, filmte Umsetzungen von Maßnahmen  und Aktionen mit Naturbegeisterten sowie Landschaftsaufnahmen im „Wiesenbrüterbgebiet Thonstetten“. Dazu wurden unter anderem Interviews mit Anwohner:innen und Vertretenden der Landwirtschaft geführt. Interviewaufnahmen mit einem Anwohner. Foto: Heinz Sielmann Stiftung Neben Filmaufnahmen der lokalen Bevölkerung und den Landnutzer:innen lag ein weiterer Fokus der Dreharbeiten auf Interviews mit Vertretenden der Verwaltung sowie politischen Entscheidungsträger:innen. Hierzu wurden Interviews mit Karl-Heinz Hoffmann von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Freising, mit der Bürgermeisterin von Langenbach Susanne Hoyer und dem Bürgermeister der Stadt Moosburg Josef Dollinger gefilmt. Interviewaufnahmen mit Karl-Heinz Hoffmann von der Unteren Naturschutzbehörde Freising im Büro im Landratsamt Freising. Foto: Heinz Sielmann Stiftung Zusätzlich zu den Interviews wurden auch umfängliche Aufnahmen der Landschaft mittels Drohne und von Maßnahmen, wie z.B. der Anlage von Seigen oder der Mahd eines abgeflachten Grabens, gemacht. Drohnenaufnahme der Amper-Aue mit angrenzenden Flächen des Wiesenbrütergebiets Thonstetten. Foto: Drehkraft - Videoproduktion.      

Von |2023-01-16T12:51:13+01:0029. Juli 2022|Allgemein|0 Kommentare

Gemeinsam für den Biotopverbund – 3. Treffen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe

Gemeinsam für den Biotopverbund - 3. Treffen der projektbegleitenden Arbeitsgruppe 07. Juli 2022 In dem im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten BiotopVerbund-Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ fand am 05.07.2022 das 3. Treffen der Projektbegleitenden Arbeitsgruppe (PAG) in Nordhorn statt. Hierbei tauschten sich Vertreter:innen des Programmbüros des Bundesamts für Naturschutz (DLR-PT), der Heinz Sielmann Stiftung, der Landschaftspflegeverbände Rügen und Freising, der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim sowie des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz und Partner:innen für die ökologische- und sozio-ökonomische Evaluation über den aktuellen Stand des Verbundprojektes aus. Am Vormittag informierten die Projektbeteiligten hierzu die Teilnehmer:innen der PAG mit Vorträgen über die bislang umgesetzten und die geplanten Maßnahmen in den jeweiligen Teilprojekten: Informations- und Image-Kampagne, InselBiotope, Biograf und MehrWert. Zusätzlich wurde der aktuelle Stand der ökologischen und sozio-ökonomischen Evaluation vorgestellt. Nach den jeweiligen Vorträgen wurden relevante Punkte diskutiert und Anregungen für das zukünftige Vorgehen in den entsprechenden Teilprojekten gegeben. Im Anschluss an die projektspezifischen Diskussionen gab der Naturschutzbeauftragte der Stadt Nordhorn in seinem Vortrag „Biotopverbund als kommunaler Sicht“ einen Einblick in seine Arbeit und berichtete über Erfolge und Herausforderungen bei der Arbeit zum Thema Biotopverbund. Teilnehmer:innen der 3.PAG-Sitzung bei der Vortragsreihe zum Stand des BiotopVerbund-Projektes am Vormittag. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Am Nachmittag, nach einem gemeinsamen Mittagessen, begaben sich die Teilnehmer:innen der 3. PAG-Sitzung auf eine Exkursion zu den Projektflächen in der Modellregion Grafschaft Bentheim. Bei diversen Stopps, an Projektflächen und weiteren markanten Standorten, konnten die Beteiligten vor Ort einen Eindruck vom konkreten Zustand der Flächen und der generellen Gebietskulisse gewinnen. Teilnehmer:innen der 3. PAG-Sitzung bei der Exkursion ins Projektgebiet an der Vechte. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Beispielweise informierte die Projektleiterin im BioGraf-Projekt, Manuela Monzka, in Nordhorn-Brandlecht und in der Samtgemeinde Neuhaus u.a. über Hintergründe zur Flächenakquise, den damit zusammenhängenden Herausforderungen und die bislang durchgeführten Maßnahmen auf den dortigen Flächen. Neben Vor-Ort-Diskussionen zum Stand der Maßnahmen wurden weiterhin auch Potentiale für die zukünftige Gewinnung weiterer Flächen und auch Gemeinden – zur Stärkung des lokalen Biotopverbundes – erörtert. Bei der Exkursion wurden den Teilnehmer:innen u.a. die Maßnahmen auf der in 2021 erworbenen Projektfläche in Nordhorn-Brandlecht (links) und dem kommunalen Wege-Rand-Streifen in Neuenhaus (rechts) erläutert. Fotos: Heinz Sielmann Stiftung Die Projektfläche in Nordhorn-Brandlecht konnte 2021 erworben werden. Seither wurde die ehemals intensiv genutzte Ackerfläche in Grünland umgewandelt, in dem nach einem Umbruch die Einsaat mit Regio-Saatgut erfolgte. Zukünftig soll diese Fläche extensiv bewirtschaftet werden. In der Samtgemeinde Neuhaus konnte ein ehemals überackerter kommunaler Wege-Rand-Streifen aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen werden. Auf dieser Fläche wurde im Frühjahr 2022 ein Blühstreifen mit Regio-Saatgut angelegt, welcher zukünftig ein Lebensraum und Wanderkorridor für Pflanzen und Tiere in der sonst landwirtschaftlich geprägten Region darstellt.  In 2021 erworbene Fläche in Nordhorn-Brandlecht, welche vom intensiv genutztem Mais-Acker zum extensiv genutztem Grünland umgewandelt wurde (links) und der in 2022 neu angelegte Blühstreifen in Neuenhaus (rechts). Fotos: Landschaftspflegeverband Rügen e.V.       [...]

Von |2023-01-13T10:27:52+01:008. Juli 2022|Allgemein|0 Kommentare

Umfeldgestaltung von Dorfteichen – Natur und Nutzung verbinden

Umfeldgestaltung von Dorfteichen - Natur und Nutzung verbinden 30. Juni 2022 Bei der Renaturierung und Umfeldgestaltung der Kleingewässer auf Rügen steht der naturschutzfachliche Aspekt an erster Stelle. Doch damit allein ist es nicht so leicht, die Gemeinden für die Idee des Biotopverbundes zu gewinnen. Im Idealfall profitieren alle Seiten von dem Projekt. Renaturierung der Kleingewässer Um die Qualität der Lebensräume im und am Gewässer für bereits vorkommende, aber auch hoffentlich in Zukunft neu angesiedelte Arten zu verbessern, sind verschiedene Maßnahmen vorgesehen. Zum einen sind an mehreren Gewässern bereits biologische und konventionelle Maßnahmen zur Entschlammung durchgeführt worden, um den Verlandungsprozess aufzuhalten und eine Verbesserung der Wasserqualität zu erreichen. Ergänzend sollen an einigen Gewässern noch Flachwasserbereiche angelegt werden, die besonders für Amphibien und (teilweise) im Wasser lebende Insekten eine Bereicherung der Lebensräume darstellen. Amphibien wie dieser Teichfrosch lieben flache Wasserzonen mit Steinen, auf denen sie ungestört in der Sonne sitzen können. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Heimische Pflanzen und natürliche Lebensräume Zum anderen sollen die aquatischen Lebensräume mit Maßnahmen im unmittelbaren Umfeld sinnvoll ergänzt werden. Denn viele wasserbewohnende Arten benötigen zu einigen Jahreszeiten oder Stadien in ihrer Entwicklung auch Landlebensräume. Zur Strukturanreicherung sind daher umfangreiche Pflanzungen aus (gebiets-)heimischen Gehölzen und die Anlage von Totholz- und Steinhaufen vorgesehen. Diese können beispielsweise als Tagesverstecke oder auch Winterquartiere dienen. Die Vorteile von heimischen Gehölzen liegen dabei klar auf der Hand: bessere Anpassung an lokales Klima und Standortbedingungen, dadurch pflegeleichter und auch robuster gegenüber Umwelteinflüssen (bspw. Dürre) sowie Krankheiten und Schädlingen, i.d.R. größerer Nutzen für heimische Fauna (Bienen- und Vogelnährgehölze), Förderung und Erhalt heimischer Arten und der Biodiversität, z.T. vielseitig nutzbar (essbare / nutzbare Früchte, Pflanzenteile mit Heilwirkung, …), optisch ansprechend durch langanhaltende Blüten und Früchte. Weiterführende Informationen zu einigen heimischen Gehölzen der Insel Rügen finden Sie auch in der Handreichung „Artenportraits einheimischer Gehölzarten“ im Download-Bereich. Naturschutz in Siedlungsbereichen Natürlich finden sich die hochwertigsten Lebensräume für seltene Arten in unberührter Natur, die für niemanden zugänglich ist. Jedoch können auch naturnahe Bereiche in Siedlungsgebieten wertvolle Lebensräume darstellen. Denn viele Arten kommen mit einem gewissen Grad an Störung aus, wenn die Qualität der Lebensräume entsprechend hoch ist. Allerdings benötigen Lebensräume in Siedlungen hin und wieder etwas Pflege durch die Gemeinden – deshalb ist es wichtig, dass die Akzeptanz der Maßnahmen und Biotopflächen besonders hoch ist und die Natur vor der Haustür die Wertschätzung erhält, die sie verdient. Dies funktioniert besonders dann, wenn man Entwürfe entwickelt, die Anwohner:innen und Besucher:innen nicht aussperren, sondern ganz gezielt einbeziehen. Der neue Steg fügt sich perfekt in die naturnahe Gestaltung am Dorfteich Gingst ein. Die Gemeinde freut sich jetzt schon sehr darauf, dass die Maßnahmen fertig werden und eine schöne Ruhe-Oase für Anwohner:innen und Besucher:innen mitten im Dorf entsteht. Gemeinden, die ihre Biotope wertschätzen, fällt auch die Pflege dieser leichter. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Nutzbarkeit für höhere Attraktivität der Flächen Es ist ein Balance-Akt, Nutzung und Naturschutz zu vereinen. Einerseits darf durch die Nutzung nicht zu viel [...]

Von |2023-01-13T10:24:23+01:0030. Juni 2022|Allgemein|0 Kommentare

Weitere geplante Seigenanlage für die Wiesenbrüter in Thonstetten

Weitere geplante Seigenanlage für die Wiesenbrüter in Thonstetten 16. Juni 2022 Im Rahmen des Teilprojektes MehrWert wird der Landschaftspflegeverband Freising e.V. dieses Jahr auf der Fläche, die er über die Fördermittel des Projekts im Projektgebiet Thonstetten erwerben konnte, eine weitere Senke/Seige anlegen. Die Senke wird so angelegt, dass sie eine Größe von ca. 1200m² haben, und bis zu 40 cm tief sein wird. Kiebitze (Vanellus vanellus) in einer Seige. Foto: Ralf Donat. Das Gefälle wird dabei einen fließenden Übergang von Seige/Senke zur Wiese haben, um sicher zu stellen, dass die Seige auch gemäht werden kann. Zusätzlich erfolgt eine artenreiche Ansaat mit autochthonem Saatgut. Sobald der Genehmigungsbescheid vorliegt, wird die Maßnahme umgesetzt. Lage der geplanten Seige (rot umrandet) auf der erworbenen Fläche (orange umrandet) im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Quelle: Landschaftspflegeverband Freising e.V. Der naturschutzfachliche Hintergrund Seigen/Senken sind flache Mulden in Wiesen, die sich meist im Frühjahr und nach vermehrten Niederschlägen mit Wasser füllen, ansonsten aber trocken fallen. Ähnlich wie Blänken, die natürliche Wasserstellen in Moorgebieten darstellen, sind Seigen wichtige Habitate für Wiesenbrüter, wie zum Beispiel den Kiebitz, da sie dort ihre Nahrung finden oder diese Wasserstellen als Trink- und Bademöglichkeit nutzen. Aber auch Insekten wie Libellen werden von der Maßnahme profitieren. Pechlibelle (Ischnura elegans) Foto: Ralf Donat. Sie interessieren sich für die Aufwertung von Feuchtwiesen? Dann melden Sie sich bei dem Landschaftspflegeverband Freising e.V.! Weitere Informationen zum Biotopverbund MehrWERT: Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161 600-439 E-Mail: david.eschler@kreis-fs.de

Von |2023-01-13T10:22:52+01:0016. Juni 2022|Allgemein|0 Kommentare

Pressemitteilung zu interaktiver Karte auf www.biotopverbund.de

Pressemitteilung zu interaktiver Karte auf www.biotopverbund.de 4. Juni 2022 BiotopVerbund-Projekt bietet digitale Informationsplattform für kommunal aktive Naturschutzakteur:innen Seit März ist es Kommunen, aber auch Verantwortlichen auf kommunaler Ebene - unter anderem Landschaftspflegeverbänden - möglich, ihre Maßnahmen für ein wachsendes Netzwerk aus Biotopverbünden in einer interaktiven Karte auf der BiotopVerbund-Internetseite deutschlandweit zu präsentieren. Alle Interessierten können so ihr Engagement mit anderen teilen und weitere Kommunen zum Nachahmen motivieren. BiotopVerbund im Netz Die Internetseite des BiotopVerbund-Projektes stellt Hintergrundinformationen zum Thema Biotopverbund bereit und informiert über die Maßnahmen und Ziele des Projektes. Das BiotopVerbund-Projekt möchte aber auch über weitere, in Deutschland aktuell durchgeführte, praktische Maßnahmen informieren und hat deshalb eine neue Unterseite eingerichtet. Die neue Unterseite „Werde Teil des BiotopVerbund-Netzwerkes“ bietet neben dem Überblick über aktuell durchgeführte Biotopmaßnahmen eine interaktive Deutschlandkarte, auf der Nutzer:innen sehen können wo in ihrer Nähe bereits welche Maßnahmen umgesetzt wurden. Die Karte befindet sich im Aufbau: einige Maßnahmen sind bereits erfasst, weitere Maßnahmen sollen fortlaufend ergänzt werden. Zur neuen Unterseite gelangt man von der Startseite aus über den Hauptnavigationspunkt „Biotopverbund“, nach Wählen des Unterpunktes „Weitere Biotopverbund-Projekte“, oder direkt via https://biotopverbund.de/weitere-biotopverbund-projekte/. Neue Unterseite mit interaktiver Karte (links) und Auszug aus dem Formular für die Projektsteckbriefe (rechts). Fotos: BiotopVerbund Mit gutem Beispiel voran Die durchgeführten Maßnahmen werden in kurzen Steckbriefen, mit Bildern und Texten, vorgestellt. Neben Informationen zu Gründen warum die Maßnahme notwendig war und einer kurzen Beschreibung der Maßnahme und der Rahmenbedingungen gibt es eine tabellarische Übersicht über die wichtigsten Eckdaten des jeweiligen Projektes. Diese Informationen sollen weitere Kommunen und Projektinitiativen grundlegend über durchführbare Maßnahmen informieren und zum Mitmachen anregen. Mit dem Aufzeigen von guten Beispiel-Projekten will das BiotopVerbund-Projekt auch erfahrene und interessierte Akteur:innen miteinander vernetzen und damit mögliche Synergien erzeugen. Beispiele für Projekt-Steckbriefe [Anlage einer Biotoplandschaft in Göttingen (links); Biotopvernetzung für Wildkatze & Co in Lucklum (mitte); Revitalisierung einer Quelle in Zilchenricht in Bayern (rechts)]. Fotos: BiotopVerbund Mitmachen und Maßnahme präsentieren Auf der Unterseite führt der Link-Button „Jetzt mitmachen“ zum Formular für den Steckbrief. Dort erfahren Nutzer:innen auch welche Biotopverbundmaßnahmen dargestellt werden. Um möglichst aktuelle Maßnahmen zu präsentieren sollten die Vorhaben in 2020 oder später durchgeführt worden sein, wobei praktische Umsetzungen von Biotopmaßnahmen schon stattgefunden haben sollten. Weiterhin sollte die Fläche des Biotops in Summe größer als 0.25 Hektar sein und/oder ein hohes Vernetzungspotential besitzen, damit die Maßnahme möglichst effektiv zum Biotopverbund beitragen kann. Auch sollten, aus Gründen der Nachhaltigkeit der Maßnahme, die Eigentumsverhältnisse und die Pflege des Biotops bestenfalls langfristig geklärt sein.

Von |2023-01-13T10:20:21+01:0016. Juni 2022|Allgemein|0 Kommentare

Streuobstwiesen blühen in Nordhorn auf

Streuobstwiesen blühen in Nordhorn auf 27. Mai 2022 Die Pflege von Streuobstwiesen gehört zu den vielfältigen Aufgaben der MitarbeiterInnen von städtischen Bauhöfen. Doch wie wird ein Obstbaum eigentlich fachgerecht geschnitten? Wie kann die Wiese am besten gemäht werden, um die Blütenvielfalt zu steigern und den Arbeitsaufwand zu verringern? Welche Rolle spielen Streuobstwiesen für die Natur und für die Menschen? Schulung zur fachgerechten Pflege von kommunalen Streubobstwiesen Um all diese komplexen Fragen zu beantworten, wurden die  Mitarbeiterinnen der kommunalen Bauhöfe im Landkreis Grafschaft Bentheim im Rahmen des Teilprojekts „BioGraf – Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ zu einem dreiteiligen Workshop eingeladen, von dem der erste Teil Mitte Mai in Nordhorn stattfand. Vielfältige Nutzungsansprüche Der Erfahrungsaustausch stand an diesem ersten Workshoptag ganz oben auf der Tagesordnung. Schnell wurde deutlich, dass gerade innerstädtische Streuobstwiesen in den letzten Jahren immer mehr von den BürgerInnen genutzt wurden – und so soll es auch sein. Allerdings bleibt oft wenig Zeit für die Pflege der Bestände und es fehlt das Spezialwissen. Da kommt der Workshop gerade recht, denn in den nächsten beiden Teilen im kommenden Sommer und Winter wird es um die konkreten Schnitttechniken gehen. Referent Marco Schnieder erläutert, worauf beim Baumschnitt zu achten ist. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Streuobstwiesen und Obstbaumreihen sind ein bedeutender Teil der Kulturlandschaft und können bei naturnaher Pflege und Gestaltung einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund leisten. Sie können außerdem Innen- und Außenbereiche von Siedlungen als ökologische Trittsteine miteinander vernetzen, denn sie stellen einen wichtigen Lebensraum insbesondere für Insekten, Vögel und Kleinsäuger dar. Zahlen, Daten, Fakten: Der Aktions-Steckbrief Aktionstyp: Multiplikatoren-Schulung Zielgruppe: Mitarbeiter:innen der kommunalen Bauhöfe Umsetzung: Mai 2022 – Dezember 2022 Kooperationspartner: Stadt Nordhorn Kosten: ca. 300 € je Veranstaltungs-Vormittag für Referenten + ca. 3 €/p. P. für Verpflegung Sie haben Fragen zur Organisation einer Schulung für Mitarbeiter:innen kommunaler Bauhöfe? Dann melden Sie sich bei der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim! Weitere Informationen zum Biotopverbund BioGraf: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de

Von |2023-01-13T10:16:21+01:0027. Mai 2022|Allgemein|0 Kommentare

Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt

Internationaler Tag der Biologischen Vielfalt 22. Mai 2022 Am 22. Mai 1992 wurde der Text des Übereikommens über die biologische Vielfalt (CBD) offiziell angenommen. Aus diesem Anlass wird seit 2001 der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Im Jahr 2011 hat die Bundesregierung das Bundesprogramm Biologische Vielfalt ins Leben gerufen, mit dem Naturschutzmaßnahmen in Deutschland gefördert und die Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt unterstützt werden soll. Biotopverbünde helfen die biologische Vielfalt zu erhalten Ein wesentlicher Grund für den Rückgang der biologischen Vielfalt ist die Nutzung von natürlichen Lebensräumen durch den Menschen, z.B. durch Landwirtschaft oder Besiedlung. Zusätzlich zum Verlust der Lebensräume werden diese Biotope durch den steigenden Flächenbedarf auch zerschnitten und kommen z.T. nur noch isoliert vor. Diese isolierten Biotope müssen miteinander vernetzt werden, um den Austausch und die Besiedlung zu fördern und somit einen weiteren Artenrückgang zu verhindern. Wichtige Mittel sind hierbei die Aufwertung oder Neuschaffung von Biotopen, welche als Trittsteine und Bewegungskorridore zur Vernetzung bestehender Biotope beitragen, aber auch selbst Lebensraum für Pflanzen und Tiere darstellen. Denn nur ein Verbund aus Biotopen kann effektiv die biologische Vielfalt erhalten. Das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderte BiotopVerbund-Projekt „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ will Kommunen im gesamten Bundesgebiet, aber auch Privatpersonen und Organisationen für die Idee des Biotopverbundes begeistern, darüber informieren und bei der Planung und Umsetzung unterstützen.

Von |2023-01-05T12:30:10+01:0023. Mai 2022|Allgemein|0 Kommentare

2. Steuergruppen-Sitzung im MehrWert-Projekt

2. Steuergruppen-Sitzung im MehrWert-Projekt 12. Mai 2022 Im Rahmen des Teilprojektes MehrWert fand am 10.05.2022 die 2. Sitzung der „Steuergruppe Ampertal“ in Thonstetten statt. Bei dieser Sitzung tauschten sich die Vertreter:innen der Ampertal- Gemeinden Langenbach und Haag und der Stadt Moosburg, der Unteren Naturschutzbehörde Landkreis Freising, der Höheren Naturschutzbehörde der Regierung Oberbayerns, des Wasserwirtschaftsamtes München, des Landschaftspflegeverbands Freising e.V. und der Heinz Sielmann Stiftung zum aktuellen Stand des Projektes aus. Das MehrWert-Projekt, welches im Rahmen des BiotopVerbund-Projektes „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ durchgeführt wird, hat zum Ziel gemeinsam mit Kommunen den Biotopverbund im Freisinger Ampertal zu stärken. Hierzu werden im Wiesenbrütergebiet Thonstetten beispielhaft konkrete Biotopverbundmaßnahmen umgesetzt. Ein einseitig abgeflachter Graben im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: Heinz Sielmann Stiftung. Zu Beginn der Sitzung informierte Matthias Maino (Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes Freising e.V.) über Hintergründe und Ziele des Projektes, sowie über die durchgeführten Maßnahmen im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Beispielhaft wurde hierzu der projekteigene Film über den Bau eines Storchenhorstes in Thonstetten vorgeführt. Anschließend diskutierten die Teilnehmer:innen den aktuellen Stand des Projektes und tauschten sich über zukünftige Herausforderungen aus. Zum Schluss des ersten Teils der Steuergruppensitzung erhielten die Bürgermeisterin der Gemeinde Langenbach, Susanne Hoyer, der Bürgermeister der Gemeinde Haag, Anton Geier, sowie der Bürgermeister der Stadt Moosburg, Josef Dollinger, und Sebastian Kreitmeier von der Stadt Moosburg eine Auszeichnung für bislang umgesetzte Maßnahmen zum Biotopverbund in ihren Kommunen. Links (v.l.n.r.): Anton Geier (Bürgermeister der Gemeinde Haag), Josef Dollinger (Bürgermeister der Stadt Moosburg) und Susanne Hoyer (Bürgermeisterin der Gemeinde Langenbach) bei der Steuergruppensitzung. Rechts: Sebastian Kreitmeier (Vertreter der Stadt Moosburg; links) und Matthias Maino (Landschaftspflegeverband Freising e.V.; rechts) bei der Übergabe der Plaketten, als Auszeichnung für die umgesetzten Maßnahmen. Fotos: Landschaftspflegeverband Freising e.V. Nach der Preisverleihung und einer kurzen Pause begaben sich die Teilnehmer:innen der 2. Steuergruppen-Sitzung auf eine Exkursion in das Projektgebiet „Wiesenbrütergebiet Thonstetten“, im Ampertal. Dort informierten David Eschler und Matthias Maino, vom Landschaftspflegeverband Freising e.V., die Teilnehmer:innen, an verschiedenen Standorten, über die bislang durchgeführten und geplanten Maßnahmen zur Stärkung des Biotopverbundes im Projektgebiet. David Eschler vom Landschaftspflegeverband Freising e.V. erläutert die bisher umgesetzten Maßnahmen im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: Heinz Sielmann Stiftung. Bei anregenden Diskussionen wurden zusätzlich wertvolle Informationen ausgetauscht, welche für die Umsetzung zukünftiger Maßnahmen und die Beteiligung weiterer Kommunen wichtig sind. Konstruktive Diskussion der Teilnehmer:innen an einen Maßnahmen-Standort im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e.V. Weitere Informationen zum Biotopverbund MehrWERT: Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161 600-439 E-Mail: david.eschler@kreis-fs.de

Von |2023-01-13T10:14:45+01:0013. Mai 2022|Allgemein|0 Kommentare

Umfeldgestaltung – vor der Pflanzung erst das Aufräumen

Umfeldgestaltung der Dorfteiche auf Rügen - vor der Pflanzung erst das Aufräumen 11. April 2022 Um an den Gewässern in Gingst, Trent und Patzig die in den Entwürfen vorgesehenen Umfeldgestaltungsmaßnahmen mit umfangreichen Gehölzpflanzungen und der Anlage von Lebensraumelementen durchführen zu können, mussten zuerst einige Gehölze weichen. Leitbilder für optimale Lebensräume Zu Beginn einer jeden Maßnahme muss zunächst das Ziel klar definiert sein, wie der optimale und naturnahe Lebensraum der heimischen Arten aussehen soll. Das übergeordnete Leitbild für die Aufwertung und Umfeldgestaltung der Kleingewässer sieht heimische und standortgerechte Gehölzbestände um die Gewässer vor, wobei jedoch auch eine gute Besonnung für einen optimalen Lebensraum von Amphibien gewährleistet sein soll. An den drei Gewässern in Gingst, Trent und Patzig fanden sich hier ganz unterschiedliche Ausgangssituationen. Eine Gemeinsamkeit gab es allerdings: nichtheimische Gehölzbestände, die in unmittelbarer Nähe zum Ufer für starke Beschattung oder reichlich Laubeintrag sorgten. Bevor also im Umfeld der Gewässer standortgerechte Pflanzungen aus heimischen Gehölzen angelegt werden können, sind erst einige Maßnahmen zum „Aufräumen“ erforderlich. Umfangreiche Rodungsarbeiten für eine bessere Ausgangssituation Auch wenn es im ersten Moment etwas wüst an den Gewässern anmutet – die umfangreichen Gehölzrodungen sind wichtig. Es wurden an allen drei Gewässern nichtheimische Nadelgehölze wie Lebensbäume (Thuja spec.) und Fichten (Picea spec.) entnommen, die nur einen geringen ökologischen Wert aufweisen. In Trent wurden zudem große Hybrid-Pappeln (Populus x canadensis) gefällt, die nicht nur für eine starke Verschattung des Kleingewässers sorgten, sondern auch aufgrund des hohen Alters stark bruchgefährdet waren, sodass neben großen Mengen an Laub auch Äste in das Gewässer fielen, was wiederum erhöhte Nährstoffeinträge bedeutete. Gesunde Gehölzbestände für langfristig stabile Lebensräume fördern In Patzig waren weitere Rodungsarbeiten erforderlich. Hier war der heimische Zitter-Pappel-Bestand (Populus tremula) von einer unbekannten Krankheit befallen, die sowohl junge als auch alte Bäume stark schädigte und zum Teil sogar bereits zum Absterben führte. Um ein weiteres Ausbreiten der Krankheit zu unterbinden oder zumindest zu verlangsamen, wurden befallene Pappeln und auch der üppige Jungwuchs entfernt. Der Gehölzbestand soll im weiteren Verlauf des Projektes einen neuen, artenreichen Saum erhalten, der auch in Zukunft für eine gesunde Naturverjüngung der Fläche sorgen wird. Um die kranken Gehölze möglichst bestandsschonend zu entfernen, wurde von der ausführenden Firma ein Spezialbagger (Menzi Muck Schreitbagger) eingesetzt, welcher einzelne Bäume greifen und zugleich absägen kann. Einsatz des Spezialbaggers am Mönchsoll in Patzig. Foto: Landschaftspflegeverband Rügen e.V. Fachgerechte Gehölzpflege als Präventionsmaßnahme Wie schon die vom LPV Rügen e.V. organisierten Workshops zum Themenschwerpunkt „Naturnah pflegen“ und die dazugehörige Broschüre vermitteln, ist die richtige Pflege das A und O für gut entwickelte und vitale Gehölzbestände, an denen Mensch und Tier lange Freude haben. Im Idealfall werden die Gehölze bereits ab der Pflanzung regelmäßig beschnitten, um einen dichteren und gesünderen Aufbau zu erreichen und somit langlebige und sichere Rückzugsorte für viele Tierarten zu bieten. Doch auch wenn die Pflege einige Jahre vernachlässigt wurde, können einige ältere Bäume auch mit radikal erscheinenden Maßnahmen noch gerettet werden. Kopfweiden: Kulturgut und wertvolles Lebensraumelement [...]

Von |2023-01-13T10:11:19+01:0011. April 2022|Allgemein|0 Kommentare

Groß angelegte Pflegemaßnahme im Wiesenbrütergebiet Thonstetten

Groß angelegte Pflegemaßnahme im Wiesenbrütergebiet Thonstetten 21. März 2022 Durchgeführte Grabenfreistellungen von Gehölzen soll die Wiederansiedlung der Wiesenbrüter unterstützen. Das Wiesenbrütergebiet in Thonstetten ist ein ehemaliges Niedermoor. Um das Gebiet landwirtschaftlich nutzbar zu machen, wurden hier Entwässerungsgräben angelegt, die heute immer noch bestehen. Aufgrund fehlender Pflege sind einige dieser Gräben mit Gehölzen zugewachsen. Diese vertikalen Strukturen verhindern unter anderem die Wiederansiedlung des bodenbrütenden Brachvogels, denn er reagiert sehr empfindlich auf lange und dichte Hecken, von welchen er mit seinem Gelege mind. 100 m Abstand hält. Nach der Entbuschung und einer anschließenden artenreichen Ansaat werden die Gräben zusätzlich zu einem Lebensraum für zum Beispiel Libellen, wie die selten gewordene Vogel-Azurjungfer. Graben vor (links), während (mitte) und nach (rechts) der Gehölzentfernung. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e.V. Rahmenbedingungen und Umsetzung Diese Maßnahme setzt die Ziele des Projektes im Bundesprogramm Biologische Vielfalt um, da gefährdeten Arten der Roten Liste Deutschlands, wie die Vogel-Azurjungfer oder der Große Brachvogel, entlang dieser künstlichen Kleingewässer ein Dasein ermöglicht wird. Gefördert wurde die Maßnahme zu 90 % über Mittel der Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinien, die restlichen Gelder hat der Landschaftspflegeverband Freising aufgebracht. Bei der Entbuschung wurden auch größere Gehölze entfernt. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e.V. Im Februar dieses Jahres, setzte der Landschaftspflegeverband Freising mithilfe von fachkundigen Betrieben, die Entbuschung mit einer Länge von ca. 700 Metern um. Im Frühling soll dann entlang der Gräben eine artenreiche Ansaat mit gebietseigenem Saatgut erfolgen. Für die Zukunft wünscht sich der Landschaftspflegeverband Freising, noch mehr Gräben im Wiesenbrütergebiet Thonstetten in Zusammenarbeit mit aufgeschlossenen Landwirten:innen freistellen zu dürfen. Dadurch hätte die bedrohte Tierwelt in diesem einzigartigen Lebensraum einen langfristigen und sicheren Rückzugsort. Möglich war die Umsetzung dieser Naturschutzmaßnahme nur mit Einverständnis der beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe, der Stadt Moosburg, der Unteren Naturschutzbehörde Freising und der Regierung von Oberbayern. Abtransport der gerodeten Gehölze. Foto: Landschaftspflegeverband Freising e.V. Zahlen, Daten, Fakten: Der Maßnahmen-Steckbrief Maßnahmentyp: Grabenfreistellung von Gehölzen Ziellebensraum: Naturnahe Gräben Größe: Rund 700 m Länge Umsetzung: Februar 2022 Kooperationspartner: Flächeneigentümer, Stadt Moosburg, Untere Naturschutzbehörde Freising, Regierung von Oberbayern Kosten: <10.000 € (inkl. Planungskosten) Wollen Sie sich auch für den Biotopverbund einsetzen? Dann melden Sie sich bei dem Landschaftspflegeverband Freising e.V.! Weitere Informationen zum Biotopverbund MehrWERT: Landschaftspflegeverband Freising e.V. David Eschler Telefon: 08161 600-439 E-Mail: david.eschler@kreis-fs.de

Von |2023-01-13T10:08:40+01:0021. März 2022|Allgemein|0 Kommentare
Nach oben