BV Bodensee Kleingewässer und Nasswiese in Mahlspüren

Anlage eines Kleingewässers und Entwicklung einer Nasswiese in Mahlspüren im Tal/Stockach Baggerarbeiten zur Anstauung eines kleinen Baches in Mahlspüren. Foto: Jana Schneider. Historie Die Wiese befand sich im Eigentum eines Landwirtes und wurde zeitweise mit Rindern beweidet. Das umliegende Gebiet war bereits zuvor als Feuchtwiesenbiotop erfasst, konnte durch die umgesetzte Maßnahme jedoch erweitert und verbessert werden. Problemdarstellung Gerade in der zunehmend intensiv genutzten Kulturlandschaft wird der Erhalt und die Schaffung artenreicher Feucht- und Nasswiesen immer wichtiger, und das unabhängig von deren Größe. Sie gehören zu den wichtigsten Grünlandtypen. Da sie vom Vorfrühling bis in den Herbst blühen, sorgen sie für eine abwechslungsreiche Landschaft und bieten nebenbei einen essentiellen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Beschreibung der Maßnahme/n Durch den Flächenerwerb konnte die Erweiterung des bereits bestehenden Feuchtwiesen-Biotops gewährleistet werden. Auf der gekauften Fläche wurde durch Anstauen des Baches ein Kleingewässers entwickelt und das umliegende Grünland wird extensiviert. Durch die verschiedenen Schritte sollen auf kleiner Fläche vielfältige Lebensräume für Amphibien, Wasserinsekten, Heuschrecken und Tagfalter entstehen. Eine Aufwertung der Biotopverbundsachse feuchter Standorte ist hierdurch vorherzusehen. Angestautes Kleingewässer in Mahlspüren nach den Baggerarbeiten. Foto: Jana Schneider. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage von Stillgewässer und Extensivierung von Grünland Ziellebensraum Stillgewässer, Nasswiese Größe des Biotops ca. 1,3 ha Umsetzungszeitpunkt 2022 Kooperationspartner Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten 23.300 € (Flächenerwerb ca. 16.200 €, Kosten für die Umsetzung ca. 7.100) Ort 47.852695, 9.095812 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde durch die Heinz-Sielmann-Stiftung umgesetzt und überwiegend durch Spenden finanziert. Das Maßnahmengebiet befindet sich im Eigentum der Stiftung und wird durch diese weiterhin gepflegt. Neu geschaffenes Kleingewässer und umgebende Nasswiese in Mahlspüren. Foto: Jana Schneider. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: bodensee@sielmann-stiftung.de

Von |2022-04-05T15:24:41+02:005. April 2022|Steckbrief|0 Kommentare

Flühtewehr Göttingen

Anlage einer Biotoplandschaft am Flüthewehr im Süden der Stadt Göttingen, Niedersachsen Neu angelegter Wanderweg im Biotop am Flüthewehr im Süden Göttingens. Foto: Büro für Freiraumplanung. Historie Die umgestaltete Fläche mit der Größe von ca. 16 - davon ca. 12 ha Ackerland - ha liegt südlich vom Flüthewehr beidseitig des Flusses Leine. Das bisher intensiv genutzte Ackerland wird aktuell in einen vielfältigen Lebensraum verwandelt und flussbegleitend für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten aufgewertet. Im Fokus stehen Eisvogel, Flussregenpfeifer, Amphibien, Insekten und viele weitere Artengruppen. Für Naturbegeisterte sollen etwa 100 Meter Holzsteg, ein Beobachtungspunkt und Informationselemente entstehen. Um der Natur im Zentrum des Biotops Ruhe zu ermöglichen, wird zudem ein alter Wirtschaftsweg entlang des Leineufers nach Osten verlagert. Der Naturraum entsteht im Rahmen der Nachhaltigkeitsprogramme von Sartorius, der Life Science Konzern übernimmt auch die Kosten in Höhe von mehr als einer Million Euro. Neben der Stadt Göttingen, welche die Initiierung und Realisierung des Projektes gefördert und unterstützt sowie die Fläche zur Verfügung gestellt hat, ist auch die Heinz Sielmann Stiftung aus Duderstadt an dem Projekt beteiligt und hat die Koordination der Maßnahmen übernommen. Problemdarstellung Die Idee der Anlage eines Biotops im Raum von Göttingen entstand aufgrund des persönlichen Engagements des CEO von Sartorius, Dr. Joachim Kreuzburg. Anlass war keine Notwendigkeit im Sinne einer Auflage, die Maßnahme durchzuführen, sondern eine persönliche Überzeugung, der Natur etwas zurückzugeben. Angesichts der Intensivierung der Landwirtschaft, des enormen Flächenverbrauchs auch durch Unternehmen und des Klimawandels sind solche Projekte überall in Deutschland wünschenswert und auch dringend nötig, um flächendeckend Biotopstrukturen zum Erhalt der Artenvielfalt zu schaffen und diese nachhaltig im Sinne einer Biotopverbunds miteinander zu vernetzen. Beschreibung der Maßnahme/n Für die Anlage einer Flutrinne mit Mulden und Senken, mehrerer Flachwassertümpel und eines Teichs wurden seit August 2021 Erdarbeiten mit Bodenaushub durchgeführt. Weiterhin werden: das Ufer entsteint, Strömungslenker eingebaut, eine Spundwand für den Schwimmbalken am neuen Standort eingebaut und am alten Standort demontiert, sowie neue Durchlässe für den Anschluss des Landwehrgrabens an die Leine eingebaut. Zusätzlich wird ein neuer Wirtschaftsweg inkl. Wendeplatz für Betriebsfahrzeuge des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz gebaut, wobei der alte Wirtschaftsweg entlang des Flusses Leine rückgebaut wird. Für die Anlage eines Stegs, eines Beobachtungsturms, von Liegen, Fahrradständern, Infoschildern und Interaktionsstationen entlang der Wanderwege werden aktuell Fundamentbau- und Holzarbeiten durchgeführt. Neu angelegte Flutrinne im Biotop am Flüthewehr im Herbst 2021. Foto: Büro für Freiraumplanung. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage Feuchtbiotop Ziellebensraum Auwald, Flutrinne, Flachwassertümpel, Stillgewässer, Randstrukturen, extensives Grünland Größe des Biotops ca. 16 ha Umsetzungszeitpunkt Umsetzung ab August 2021 (Spatenstich am 16.08.2021) Kooperationspartner Sartorius AG, Stadt Göttingen und Heinz Sielmann Stiftung Kosten ca. 1,5 Mio. € Brutto Ort 51.509643591544034, 9.922468906249524 Rahmenbedingungen Auf Initiative des Life-Science-Konzerns Sartorius und unter Koordination der Heinz Sielmann Stiftung aus Duderstadt entsteht bis Frühjahr 2022 ein vielfältiges Feuchtbiotop südlich des Flüthewehrs, in Nähe zum Naherholungsgebiet Kiessee. Die Stadt Göttingen stellt für das Projekt eine etwa 16 Hektar große Fläche am Fluss [...]

Von |2022-02-07T15:38:04+01:007. Februar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Schlier Streuobstlebensraum

Neupflanzungen und Pflege der Streuobstbestände in Schlier, Baden-Württemberg Neuanlage einer Streuobstwiese in Schlier. Foto: Johanna Dodillet. Problemdarstellung Die Neupflanzungen wurden zur Schaffung artenreicher Streuobstlebensräume in der Gemeinde Schlier und zur Erweiterung von Sielmanns Biotopverbund Ravensburg durchgeführt Beschreibung der Maßnahme/n Es fanden umfangreiche Neupflanzungen von über 100 Streuobstbäumen auf sechs verschiedenen Flächen statt. Zusätzlich wurden bestehende Streuobstbestände gepflegt. Durch die Anlage neuer Streuobstbestände sowie den Erhalt bestehender Bestände können wichtige Nahrungs-, Brut- und Jagdhabitate etabliert werden. Dies steigert die Biodiversität in hohem Maße. Neuanpflanzungen von Streuobstbeständen entlang eines Wanderweges. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neupflanzungen Ziellebensraum Streuobstbestände und -wiesen Größe des Biotops ca. 3 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Gemeinde Schlier, private Akteure, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 8.000 € Brutto Ort 88281 Rahmenbedingungen Die Maßnahmen wurden in Kooperation der Gemeinde Schlier, verschiedenen privaten Akteuren und der Heinz-Sielmann-Stiftung finanziert und umgesetzt. Durch langfristige Verträge sind der Erhalt und die Pflege der Bestände gesichert. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T14:04:30+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Ravensburg Streuobstlebensraum

Pflege und Erhalt der Streuobstbestände in Ravensburg, Baden-Württemberg Älterer Streuobstbestand in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Problemdarstellung Streuobstbestände stellen einen wichtigen Baustein des landesweiten Biotopverbundkonzeptes Baden-Württemberg dar. Die Pflege und der Erhalt solcher Bestände, stellen wichtige biodiversitätsfördernde Maßnahmen dar, da Streuobstbäume und -wiesen sowohl als Nahrungs-, sowie als Bruthabitat genutzt werden und viele verschiedene Arten beherbergen können. Beschreibung der Maßnahme/n Auf den Streuobstflächen der Hochzeitswiese, am Bannegghang und auf der Galgenhalde wurden die vorhandenen Streuobstbäume gepflegt. Nachgepflanzte Hochstämme schließen Pflanzlücken von abgegangenen Bäumen. Die Flächen werden zukünftig beweidet oder extensiv mit einmaliger Mahd gepflegt. Ziel ist der Erhalt und die Entwicklung der Streuobstwiesen als Brut-, Nahrungs- und Jagdhabitat für Vögel, Fledermäuse, Schmetterlinge und Wildbiene. Neuanpflanzungen schließen Lücken in älteren Streuobstbeständen. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Gehölzpflegemaßnahmen und Neupflanzungen Ziellebensraum Streuobstbestände und -wiesen Größe des Biotops ca. 5 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Stadt Ravensburg, Landratsamt Ravensburg, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 10.000 € Brutto Ort 88212 Rahmenbedingungen Die Maßnahmen wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund in Zusammenarbeit der Stadt Ravensburg, der Heinz-Sielmann-Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Streuobstlebensraum in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-01-31T08:59:46+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Ravensburg Tobelbach

Strukturmaßnahmen am Eckerschen Tobelbach in Ravensburg, Baden-Württemberg Tobelbach in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Problemdarstellung Der Eckersche Tobelbach stellt ein wichtiges Habitat für die dort beherbergten Steinkrebse dar, deren Bestände in Baden-Württemberg stark rückläufig sind und die auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen. Durch die umgesetzte Maßnahme wurde der Lebensraum aufgewertet und soll so für eine zukünftig stabile Population sorgen. Beschreibung der Maßnahme/n Als artspezifische, ökologische Aufbesserung wurden Strukturen im Gewässer geschaffen, die den Lebensraumansprüchen des Steinkrebses entsprechen. Hierfür wurden Störsteine, Pfahlreihen sowie Stamm- und Astmaterial eingebracht und Totholzstrukturen z.B. mit Wurzelstöcken geschaffen. Darüber hinaus, ermöglicht die Maßnahme allen Altersgruppen die Natur hautnah zu erleben. Der Bachabschnitt wurde naturnah umgestaltet und Gewässerzugänge mit Stufen und sanft abfallenden Böschungen angelegt. Strukturelement im Tobelbach in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Habitatsanierung Ziellebensraum Fließgewässer Größe des Biotops ca. 1 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Stadt Ravensburg, Landratsamt Ravensburg, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 40.000 € Brutto Ort 88212 Rahmenbedingungen Die Maßnahmen wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund in Zusammenarbeit der Stadt Ravensburg, der Heinz-Sielmann-Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Tobelbach in Ravensburg nach Renaturierung. Foto: Johanna Dodillet. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-01-31T08:59:24+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Ravensburg Scherbelino

Schaffung verschiedener Biotope und Erstellung eines Lehrpfads auf dem „Monte Scherbelino“ in Ravensburg, Baden-Württemberg Baggerarbeiten am "Monte Scherbelino" in Ravensburg. Foto: Michael Müller. Historie Ein ehemaliges Deponiegelände wurde in den 70er Jahren von einem Landschaftsarchitekten Parkartig gestaltet. Die Bereiche sind jedoch in die Jahre gekommen, wurden sehr intensiv genutzt und es fehlte ein stimmiges Konzept, welches auch ökologische Aufwertungen berücksichtigt. Problemdarstellung Die Maßnahmenumsetzung wertet die stadtnahen Freiflächen, die sich auf einer Anhöhe im Nordosten Ravensburg befinden, auf und schafft für verschiedene Altersgruppen die Möglichkeit, Natur aktiv zu erleben und durch interaktive Tafeln wichtige Informationen zu den Lebensräumen verschiedener Tierarten und dem Biotopverbund zu erhalten. Beschreibung der Maßnahme/n Um Lebensraum zu bieten und die Artenvielfalt zu erhöhen wurden Kleingewässer, Heckenstrukturen. Trockenbiotope, Wiesenflächen und Blühstreifen angelegt. Heimische Gehölze wurden erweitert und gepflegt. Darüber hinaus wurde ein Lehrpfad mit verschiedenen Informationstafeln errichtet, der über die Tiere und Pflanzen und deren Lebensräume, sowie über den Biotopverbund informiert. Lehrpfad mit Infotafel am Monte Scherbelino. Foto: Julia Brantner. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage verschiedener Biotope Ziellebensraum Kleingewässer, Heckenstrukturen. Trockenbiotope, Wiesenflächen und Blühstreifen Größe des Biotops ca. 1 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Umweltamt Stadt Ravensburg, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 100.000 € Brutto Ort 88212 Rahmenbedingungen Das Modellprojekt wurde gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württembergs und der Heinz-Sielmann-Stiftung. Die Planung und die Umsetzung der Maßnahmen wurden durch das Umweltamt der Stadt Ravensburg in Zusammenarbeit mit der Heinz Sielmann Stiftung koordiniert. Neu angelegter Blühstreifen am Monte Scherbelino in Ravensburg. Foto: Julia Brantner. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-01-31T08:58:39+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Schlauchenweiher

Optimierung des Schlauchenweihers sowie Anlage von weiteren Amphibiengewässern in Wangen im Allgäu Baggerarbeiten zur Entschlammung des Schlauchenweihers in Wangen. Foto: Armin Wolf. Problemdarstellung Der Schlauchenweiher war zunehmend verlandet und das Ablassbauwerk defekt. Da dieser Bereich ein wichtiger Lebensraum u.a. für den Kammmolch darstellt wurde der Weiher zu großen Teilen entschlammt sowie weitere Lebensräume in Form von zusätzlichen flachen Amphibienlaichgewässern angelegt. Beschreibung der Maßnahme/n Auf einer Fläche von rund 2,5 ha wurden verschiedene Teilmaßnahmen zur Optimierung des vorhanden Schlauchenweihers und dessen Umgebung realisiert. Als wichtiger Lebensraum und Laichgewässer wurden fischfreie Kleingewässer angelegt. Zielarten waren u.a. Kammmolch und Laubfrosch. Außerdem wurde durch den Anstau des im Gebiet liegenden Nierätzer Baches die Entwicklung von Nasswiesenlebensräumen begünstigt. Schlauchenweiher nach der Entschlammung im Mai 2020. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Entschlammung von Stillgewässer und Analge von Feuchtwiese Ziellebensraum Stillgewässer und Umgebung Größe des Biotops ca. 2,5 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Stadt Wangen im Allgäu, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 50.000 € Brutto Ort 88239 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund im Landkreis Ravensburg in Zusammenarbeit der Stadt Wangen im Allgäu, der Heinz Sielmann Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Neu geschaffener Nasswiesenlebensraum am Schlauchenweiher in Wangen. Foto: Johanna Dodillet. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T14:03:19+01:0014. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Weiher im Ruhestetter Ried

Anlage eines Weihers im Ruhestetter Ried in der Gemeinde Wald (Lkr. Sigmaringen), Baden-Württemberg Baggerarbeiten zur Anlage eines Weihers im Ruhestetter Ried. Foto: Holger Spiering. Historie Die Fläche war in den Jahren vor der Maßnahmenumsetzung mit Bäumen, vorwiegend mit Fichten bestockt, die nach einem Windwurf gefallen sind. Die Maßnahmenfläche war durch eine Sukzession aus Birken und wenigen jungen Fichten sowie aus Hochstaudenfluren, Landschilf und Rohrkolben geprägt. Problemdarstellung Die Projektfläche, welche sich im Naturschutzgebiet „Ruhestetter Ried“ befindet, verfügte über ein hohes Potenzial zur Schaffung neuer Lebensräume und Habitatstrukturen vor allem im Bereich feuchter Standorte. Im umliegenden Gebiet fehlte ein solcher Lebensraumtyp. Daher stellt die Maßnahme einen, im umliegenden Gebiet einzigartigen, Rückzugsort für viele Tier- und Pflanzenarten dar und ist eine wichtige Ergänzung für den Biotopverbund im Naturschutzgebiet Ruhestetter Ried. Beschreibung der Maßnahme/n Auf einer Projektfläche wurde ein Stillgewässer mit rund 7.000 m² Wasserfläche angelegt. Der Weiher wurde mit verschiedenen Tiefenzonen und zwei geschützten Brutinseln ausgestattet. Hinzu kam die Einrichtung eines Mönchbauwerks zum Regulieren des Wasserstands und zum Ablassen des Weihers im Fall nötiger Pflegemaßnahmen. Außerdem wurden im Maßnahmengebiet Initialpflanzungen mit Schwarzerle, Birke und Stieleiche, zur Begründung eines standortgerechten, heimischen Sumpfwaldbestands, durchgeführt. Der Weiher ist umgeben von naturnahmen Sumpf- und Sukzessionswald sowie extensivem Feuchtgrünland. Weiher im Ruhestetter Ried kurz nach Fertigstellung im Mai 2020. Foto: Holger Spiering. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage von Stillgewässer Ziellebensraum Stillgewässer und Umgebung Größe des Biotops ca. 1,35 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 500.000 € Brutto Ort 47.891454; 9.167082 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde durch die Heinz-Sielmann-Stiftung umgesetzt und überwiegend durch Spenden finanziert. Das Maßnahmengebiet befindet sich im Eigentum der Stiftung und wird durch diese weiterhin gepflegt. Weiher im Ruhestetter Ried im Sommer 2021. Foto: Holger Spiering. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: bodensee@sielmann-stiftung.de

Von |2022-01-31T08:58:19+01:0014. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Waldweide Schlier

Waldweide und Verbesserung der Lebensraumstrukturen in einer ehemaligen Kiesgrube in Unterankenreute/Gemeinde Schlier, Baden-Württemberg Ziegen beweiden alte Kiesgrube bei Schlier. Foto: Dominik Hauser. Historie Bei den Flächen handelte es sich vor dem Kiesabbau um extensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen innerhalb, beziehungsweise direkt am Rand des Waldes. Seit etwa 21 Jahren befindet sich hier nun eine auf den Kiesabbau folgende Sukzessionslandschaft mit einzelnen Altbäumen im Randbereich. Es fand in dem Bereich kein Humusauftrag statt, so dass sich eine sehr langsame und lichte Sukzessionslandschaft einstellen konnte. Im Rahmen der Renaturierung wurden auf der Fläche bereits direkt nach dem Kiesabbau Laichgewässer für Amphibien angelegt (Zielarten hier u.a. Laubfrosch, Gelbbauchunke und Kammmolch). In der Vergangenheit fanden anschließend mehrfach gezielte Gehölzentnahmen auf der Fläche statt und es wurden teilweise verlandete Laichgewässer entschlammt umso den Erhalt der genannten Zielarten zu sichern. Problemdarstellung Das Gebiet der ehemaligen Kiesgrube bietet aufgrund seiner Standortbedingungen und der Abgeschiedenheit einen optimalen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Durch zunehmende Verbuschung freier Flächen nahm das Potenzial des Gebietes allerdings zunehmend ab und der Erhalt der Zielarten wurde daher gefährdet. Beschreibung der Maßnahme/n Im Gebiet der ehemaligen Kiesgrube in Oberankenreute konnten Lebensraumstrukturen nachhaltig verbessert und angereichert werden. Durch die Beweidung mit Ziegen, wird im Projektgebiet der Erhalt lichter Mager- und Trockenhabitate, für unter anderem verschiedene Orchideen, den Neuntöter, den Raubwürger und die Zauneidechse, sichergestellt. Auch wurden kleinen Tümpel angelegt und Wasserflächen wiederhergestellt. Dies erhöht die ökologische Vielfalt des Gebietes und steigert die Biodiversität. Die neugeschaffenen Kleingewässer bieten Lebensraum für Amphibien wie z.B. dem Kammmolch und dem Laubfrosch. Ziegen verbeißen auch Gehölze und tragen somit zur Offenhaltung bei. Foto: Dominik Hauser. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Beweidung mit Ziegen Ziellebensraum Mager- und Trockenhabitate, Kleingewässer, lichte Waldstrukturen Größe des Biotops ca. 6 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Gemeinde Schlier, Heinz-Sielmann-Stiftung, Landratsamt Ravensburg, Forst BW, Regierungspräsidium Freiburg Kosten ca. 18.000 € Ort 88281 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund in Zusammenarbeit der Gemeinde Schlier, der Heinz-Sielmann-Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Weitere Partner sind die Landesforstverwaltung Baden-Württemberg (Forst BW) sowie die Forstdirektion am Regierungspräsidium Freiburg. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T13:54:42+01:0014. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Wasserbüffelbeweidung

Extensive Wasserbüffelbeweidung in Leutkirch im Allgäu, Baden-Württemberg Wasserbüffel sollen auf Flächen bei Leutkirch zur extensiven Beweidung eingesetzt werden. Foto: Holger Spiering. Problemdarstellung Die Maßnahmenfläche wurde im Laufe der Zeit zunehmend von Schilf überwuchert. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde die Beweidung initiiert. Die auf der Fläche eingesetzten Wasserbüffel, halten die Landschaft offen und schaffen eine strukturreiche Nasswiesengesellschaft. Beschreibung der Maßnahme/n Durch die Maßnahme wird eine etwa 16 Hektar große Fläche östlich des Stadtweihers im Naturschutzgebiet Moosmühle durch extensive Beweidung mit Wasserbüffeln offengehalten. Hierdurch wird die Entstehung von vielfältigen Strukturen und Lebensräumen im Gebiet begünstigt Sowohl der Dung als auch die Trittspuren der Wasserbüffel beeinflussen das Gebiet positiv. Durch die Beweidung stellt sich eine vielfältige Nasswiesengesellschaft mit unterschiedlichen Strukturen ein. Zur Unterbringung und Versorgung der Tiere wurden ein Unterstand und andere notwendige Einrichtungen am Rand des Maßnahmengebietes errichtet. Weiterhin wurde die Beweidungsfläche eingezäunt und notwendige Infrastrukturen geschaffen. Wasserbüffel am Stall in Wielazhofen. Foto: Julia Brantner. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Extensive Beweidung mit Wasserbüffeln Ziellebensraum artenreiche Nass- und Feuchtwiesengesellschaft Größe des Biotops ca. 16 ha Beweidungsfläche Umsetzungszeitpunkt ab 2020 Kooperationspartner Wielazhofer Wasserbüffelgemeinschaft GmbH, Stadt Leutkirch im Allgäu Kosten ca. 150.000 € Brutto Ort 88299 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund in Zusammenarbeit der Stadt Leutkirch im Allgäu, der Heinz-Sielmann-Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Die Beweidung ist durch einen langfristigen Pachtvertrag zwischen der Stadt Leutkirch, örtlichen Landwirten und der Heinz-Sielmann-Stiftung gesichert. Wasserbüffel gewährleisten extensive Beweidung auf Maßnahmenflächen. Foto: Holger Spiering. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T13:55:47+01:0014. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare
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