Initiative für Artenvielfalt in Hamburg-Lurup

100.000 Schmetterlinge in Lurup - Sicherung und Förderung der Artenvielfalt in Hamburg-Lurup   Historie Der Hamburger Stadtteil Lurup ist gekennzeichnet durch eine vielfältige Besiedlung mit (noch) vielen öffentlichen und privaten Grünflächen, die allerdings durch das seit Jahren laufende Programm „Wachsende Stadt“ bebaut werden oder durch falsche Pflege zunehmend verloren gehen. Bis 2021 gab es keine Interessenvertretung zum Erhalt und zum Ausbau der Naturräume im Stadtteil wie z.B. durch Naturschutzverbände oder politisch motivierte Bürgerbeteiligungen. Problemdarstellung Wie überall in der Stadt ist auch in Hamburg-Lurup zu beobachten, wie immer mehr öffentliche (insbesondere „Straßenbegleitgrün“) und private  Grünflächen (Schotter“gärten“, Bodenversiegelung in Vorgärten für Kfz-Stellplätze) als Lebensräume für Kleintiere, Insekten und insbesondere Schmetterlinge und deren Raupen verloren gehen, auch durch Baumaßnahmen bzw. Reservierung von Flächen für künftige Baumaßnahmen: ein nicht unerheblicher Faktor für den weltweit erschreckenden Artenverlust, der zusammen mit dem Klimawandel die Natur und menschliches Leben insgesamt bedroht. Vernichtung von Grünflächen in Hamburg-Lurup. Foto: K. Hillen Beschreibung der Maßnahme/n Am 11. Juni 2021 wurde von Luruper Bürgern und Bürgerinnen die Initiative „100.000 Schmetterlinge in Lurup“ gegründet. Das Ziel: Lurup bleibt ein lebenswerter Stadtteil, in dem die Bürger und Bürgerinnen den Schutz und die Wiederherstellung der natürlichen Lebensgrundlagen ernst nehmen und sichtbar danach handeln. Wir wollen einen umfassenden Biotopverbund mit artenreichen Blühwiesen, Feuchtgebieten und naturbelassene Ruheplätze in Lurup schaffen und fokussieren auf öffentliche Grünflächen, Schulen, Friedhöfe, Kirchen, Kleingarten-Vereine, private Gärten, Grünflächen von Wohnungsbaugesellschaften, und Gewerbegebieten. Dies wollen wir erreichen, indem wir viele Mitbürger*innen begeistern und zum Mitmachen bei der Schaffung eines blühenden und artenreichen Stadtteils gewinnen. Ergänzend adressieren wir unsere Ziele und konkrete Vorschläge durch Eingaben in den politischen Gremien der Stadt. Nach der Identifikation potenzieller Flächen führen wir eine Besichtigung und Beratung vor Ort durch. Im Anschluss planen wir die Umgestaltung mit den Eigentümern und begleiten die Maßnahmenumsetzung. Bei Bedarf beteiligen wir unsere Kooperationspartner wie z.B. Naturgarten e.V. und arbeiten mit Gartenbetrieben und politische Entscheidungsträgern zusammen. Seitdem wurden und werden viele Grünflächen in allen Bereichen wie etwa Privatgärten, Kirchen und Schulen in naturnahe und für Insekten attraktive Klein-Biotope umgewandelt und mit einem Schild sichtbar gekennzeichnet. Öffentliche Grünfläche die im Rahmen der Initiative neu bepflanzt wurde. Foto: K. Hillen   Straßenbegleitgrün in Hamburg-Lurup welches durch die Initiative betreut und gepflegt wird. Foto: K. Hillen   Auf unserer Webseite 100000schmetterlinge.de veröffentlichen wir unsere Ziele und Erfolge im Biotopverbund Lurup und liefern wichtige Informationen über das Warum, Was und Wie. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Information, Bewusstseinsänderung und konkrete (Um)Gestaltung von öffentlichen und privaten Grünflächen als Einzelprojekte und Biotopverbund Ziellebensraum Wildstrauch-Hecken, Solitärgehölz, Wildblumen-Wiesen und -Säume, Sickerflächen, Trockenmauern, Totholz/Benjeshecken, Gründächer Größe des Biotops Einzelflächen zwischen 100 und 2.000 m², Gesamtpotenzial im Stadtteil ca. 50 ha. Umsetzungszeitpunkt seit Sommer 2021; unbefristet Kooperationspartner Naturgarten e.V., Loki-Schmidt-Stiftung, Deutsche Wildtier-Stiftung, Heinz-Sielmann-Stiftung (angefragt) Kosten ca. 200.000 € (brutto) Ort 22547, 22549 Hamburg Rahmenbedingungen Die Initiative wurde 2021 von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus Hamburg-Lurup und der äußerst kompetenten Unterstützung durch eine Diplom-Biologin unter dem [...]

Von |2022-07-13T10:16:38+02:0013. Juli 2022|Steckbrief|0 Kommentare

Biotopvernetzung in Lucklum

Biotopvernetzung für Wildkatze & Co in Lucklum, Niedersachsen Landwirtschaftlich genutzte Flächen in der Gemarkung Lucklum. Foto: D. Gebensleben   Problemdarstellung In der Gemarkung Lucklum sind, vor allem durch menschliche Nutzung, natürliche Lebensräume selten geworden und liegen aktuell z.T. nur sehr isoliert vor. Wie vielerorts haben Tiere und Pflanzen dadurch weniger Lebensraum zur Verfügung. Damit Tiere und Pflanzen diese isolierten Lebensräume wieder besiedeln können müssen diese miteinander vernetzt werden. Beschreibung der Maßnahme/n Um den Biotopverbund in der Gemarkung Lucklum zu stärken wurden eine Ackerfläche in der Größe von drei Fußballfeldern aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen. Durch Gehölzpflanzungen wurden neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen, welche mit angrenzenden Wiesen, Wegrainen, Kleingewässern und Wäldern verbunden werden – wodurch ein Netz von Biotopen entsteht. Diese neuen Lebensräume sind Trittsteine und Korridore in der vom Menschen geprägten Landschaft, die es Tieren und Pflanzen ermöglichen, zu wandern oder sich zurückzuziehen. Mehr als 3000 Bäume und Sträucher bilden so auf drei Teilflächen, nördlich des Rittergutes Lucklum, ein Heckensystem, das direkt an den Wald des Elms angrenzt. Auf 13m Breite und 1400 m Länge gliedern und beleben diese Strukturen künftig das Landschaftsbild der Region. Wildschutzzaun entlang einer landwirtschaftlich genutzten Fläche nördlich des Rittergutes Lucklum. Die gepflanzten Bäume und Sträucher werden zukünftig ein Heckensystem bilden, welches Lebensraum für Pflanzen und Tiere ist und die Wanderung zwischen bislang isolierten Lebensräumen ermöglicht. Foto: D. Gebensleben   Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Pflanzung von Heckensystem zur Vernetzung von Biotopen Ziellebensraum Heckensystem mit angrenzenden Wiesen, Wegrainen, Kleingewässern und Wäldern Größe des Biotops 2.26 ha Umsetzungszeitpunkt seit 2020 Kooperationspartner Rittergut Lucklum, BUND Landesverband Niedersachsen und Kreisgruppe Wolfenbüttel, Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel und Untere Naturschutzbehörde Landkreis Wolfenbüttel Kosten ca. 40.000 € (brutto) für Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern (exkl. Wildschutzzaun) Ort 38173, Lucklum, Niedersachsen Lageplan der Baum- und Strauchhecke in der Gemarkung Lucklum, Niedersachsen. Quelle: Landkreis Wolfenbüttel.   Rahmenbedingungen Das Projekt selbst ist Vernetzung pur: Engagierte Akteure aus Landwirtschaft, Kreisverwaltung und Umweltverband setzen zusammen den Verbundgedanken für mehr Artenvielfalt um. Hierbei bringen sich folgende Akteure mit ein: Rittergut Lucklum (2.26 ha Ackerfläche), Landesverband und Kreisgruppe des BUND (Expertise und finanzielle Spende in Höhe von 40.000 Euro), Landschaftspflegeverband Wolfenbüttel (Wildschutzzaun) und der Landkreis Wolfenbüttel. Die Untere Naturschutzbehörde koordinierte die Verhandlungen, beauftragte den Landschaftsarchitekten und die Anpflanzungen. Eine Infotafel klärt Interessierte über die Hintergründe und Details des Projektes zur Biotopvernetzung auf. Foto: D. Gebensleben   Kontakt Dr. Carsten Schütte Untere Naturschutzbehörde, Landkreis Wolfenbüttel Bahnhofstraße 11 38300 Wolfenbüttel Tel.: +49 5331 84376 E-Mail.: c.schuette@lk-wf.de Andrea Krug Projektleiterin und Wildkatzen-Expertin BUND Niedersachsen Goebenstraße 3a 30161 Hannover Tel.: +49 511 9656939 E-Mail.: Andrea.Krug@nds-bund.de

Von |2022-06-07T08:00:39+02:0025. Mai 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Kleingewässer und Nasswiese in Mahlspüren

Anlage eines Kleingewässers und Entwicklung einer Nasswiese in Mahlspüren im Tal/Stockach Baggerarbeiten zur Anstauung eines kleinen Baches in Mahlspüren. Foto: Jana Schneider. Historie Die Wiese befand sich im Eigentum eines Landwirtes und wurde zeitweise mit Rindern beweidet. Das umliegende Gebiet war bereits zuvor als Feuchtwiesenbiotop erfasst, konnte durch die umgesetzte Maßnahme jedoch erweitert und verbessert werden. Problemdarstellung Gerade in der zunehmend intensiv genutzten Kulturlandschaft wird der Erhalt und die Schaffung artenreicher Feucht- und Nasswiesen immer wichtiger, und das unabhängig von deren Größe. Sie gehören zu den wichtigsten Grünlandtypen. Da sie vom Vorfrühling bis in den Herbst blühen, sorgen sie für eine abwechslungsreiche Landschaft und bieten nebenbei einen essentiellen Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Beschreibung der Maßnahme/n Durch den Flächenerwerb konnte die Erweiterung des bereits bestehenden Feuchtwiesen-Biotops gewährleistet werden. Auf der gekauften Fläche wurde durch Anstauen des Baches ein Kleingewässers entwickelt und das umliegende Grünland wird extensiviert. Durch die verschiedenen Schritte sollen auf kleiner Fläche vielfältige Lebensräume für Amphibien, Wasserinsekten, Heuschrecken und Tagfalter entstehen. Eine Aufwertung der Biotopverbundsachse feuchter Standorte ist hierdurch vorherzusehen. Angestautes Kleingewässer in Mahlspüren nach den Baggerarbeiten. Foto: Jana Schneider. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage von Stillgewässer und Extensivierung von Grünland Ziellebensraum Stillgewässer, Nasswiese Größe des Biotops ca. 1,3 ha Umsetzungszeitpunkt 2022 Kooperationspartner Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten 23.300 € (Flächenerwerb ca. 16.200 €, Kosten für die Umsetzung ca. 7.100) Ort 47.852695, 9.095812 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde durch die Heinz-Sielmann-Stiftung umgesetzt und überwiegend durch Spenden finanziert. Das Maßnahmengebiet befindet sich im Eigentum der Stiftung und wird durch diese weiterhin gepflegt. Neu geschaffenes Kleingewässer und umgebende Nasswiese in Mahlspüren. Foto: Jana Schneider. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: bodensee@sielmann-stiftung.de

Von |2022-04-05T15:24:41+02:005. April 2022|Steckbrief|0 Kommentare

Flühtewehr Göttingen

Anlage einer Biotoplandschaft am Flüthewehr im Süden der Stadt Göttingen, Niedersachsen Neu angelegter Wanderweg im Biotop am Flüthewehr im Süden Göttingens. Foto: Büro für Freiraumplanung. Historie Die umgestaltete Fläche mit der Größe von ca. 16 - davon ca. 12 ha Ackerland - ha liegt südlich vom Flüthewehr beidseitig des Flusses Leine. Das bisher intensiv genutzte Ackerland wird aktuell in einen vielfältigen Lebensraum verwandelt und flussbegleitend für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten aufgewertet. Im Fokus stehen Eisvogel, Flussregenpfeifer, Amphibien, Insekten und viele weitere Artengruppen. Für Naturbegeisterte sollen etwa 100 Meter Holzsteg, ein Beobachtungspunkt und Informationselemente entstehen. Um der Natur im Zentrum des Biotops Ruhe zu ermöglichen, wird zudem ein alter Wirtschaftsweg entlang des Leineufers nach Osten verlagert. Der Naturraum entsteht im Rahmen der Nachhaltigkeitsprogramme von Sartorius, der Life Science Konzern übernimmt auch die Kosten in Höhe von mehr als einer Million Euro. Neben der Stadt Göttingen, welche die Initiierung und Realisierung des Projektes gefördert und unterstützt sowie die Fläche zur Verfügung gestellt hat, ist auch die Heinz Sielmann Stiftung aus Duderstadt an dem Projekt beteiligt und hat die Koordination der Maßnahmen übernommen. Problemdarstellung Die Idee der Anlage eines Biotops im Raum von Göttingen entstand aufgrund des persönlichen Engagements des CEO von Sartorius, Dr. Joachim Kreuzburg. Anlass war keine Notwendigkeit im Sinne einer Auflage, die Maßnahme durchzuführen, sondern eine persönliche Überzeugung, der Natur etwas zurückzugeben. Angesichts der Intensivierung der Landwirtschaft, des enormen Flächenverbrauchs auch durch Unternehmen und des Klimawandels sind solche Projekte überall in Deutschland wünschenswert und auch dringend nötig, um flächendeckend Biotopstrukturen zum Erhalt der Artenvielfalt zu schaffen und diese nachhaltig im Sinne einer Biotopverbunds miteinander zu vernetzen. Beschreibung der Maßnahme/n Für die Anlage einer Flutrinne mit Mulden und Senken, mehrerer Flachwassertümpel und eines Teichs wurden seit August 2021 Erdarbeiten mit Bodenaushub durchgeführt. Weiterhin werden: das Ufer entsteint, Strömungslenker eingebaut, eine Spundwand für den Schwimmbalken am neuen Standort eingebaut und am alten Standort demontiert, sowie neue Durchlässe für den Anschluss des Landwehrgrabens an die Leine eingebaut. Zusätzlich wird ein neuer Wirtschaftsweg inkl. Wendeplatz für Betriebsfahrzeuge des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz gebaut, wobei der alte Wirtschaftsweg entlang des Flusses Leine rückgebaut wird. Für die Anlage eines Stegs, eines Beobachtungsturms, von Liegen, Fahrradständern, Infoschildern und Interaktionsstationen entlang der Wanderwege werden aktuell Fundamentbau- und Holzarbeiten durchgeführt. Neu angelegte Flutrinne im Biotop am Flüthewehr im Herbst 2021. Foto: Büro für Freiraumplanung. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage Feuchtbiotop Ziellebensraum Auwald, Flutrinne, Flachwassertümpel, Stillgewässer, Randstrukturen, extensives Grünland Größe des Biotops ca. 16 ha Umsetzungszeitpunkt Umsetzung ab August 2021 (Spatenstich am 16.08.2021) Kooperationspartner Sartorius AG, Stadt Göttingen und Heinz Sielmann Stiftung Kosten ca. 1,5 Mio. € Brutto Ort 51.509643591544034, 9.922468906249524 Rahmenbedingungen Auf Initiative des Life-Science-Konzerns Sartorius und unter Koordination der Heinz Sielmann Stiftung aus Duderstadt entsteht bis Frühjahr 2022 ein vielfältiges Feuchtbiotop südlich des Flüthewehrs, in Nähe zum Naherholungsgebiet Kiessee. Die Stadt Göttingen stellt für das Projekt eine etwa 16 Hektar große Fläche am Fluss [...]

Von |2022-06-03T11:16:37+02:007. Februar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Schlier Streuobstlebensraum

Neupflanzungen und Pflege der Streuobstbestände in Schlier, Baden-Württemberg Neuanlage einer Streuobstwiese in Schlier. Foto: Johanna Dodillet. Problemdarstellung Die Neupflanzungen wurden zur Schaffung artenreicher Streuobstlebensräume in der Gemeinde Schlier und zur Erweiterung von Sielmanns Biotopverbund Ravensburg durchgeführt Beschreibung der Maßnahme/n Es fanden umfangreiche Neupflanzungen von über 100 Streuobstbäumen auf sechs verschiedenen Flächen statt. Zusätzlich wurden bestehende Streuobstbestände gepflegt. Durch die Anlage neuer Streuobstbestände sowie den Erhalt bestehender Bestände können wichtige Nahrungs-, Brut- und Jagdhabitate etabliert werden. Dies steigert die Biodiversität in hohem Maße. Neuanpflanzungen von Streuobstbeständen entlang eines Wanderweges. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neupflanzungen Ziellebensraum Streuobstbestände und -wiesen Größe des Biotops ca. 3 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Gemeinde Schlier, private Akteure, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 8.000 € Brutto Ort 88281 Rahmenbedingungen Die Maßnahmen wurden in Kooperation der Gemeinde Schlier, verschiedenen privaten Akteuren und der Heinz-Sielmann-Stiftung finanziert und umgesetzt. Durch langfristige Verträge sind der Erhalt und die Pflege der Bestände gesichert. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T14:04:30+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Ravensburg Streuobstlebensraum

Pflege und Erhalt der Streuobstbestände in Ravensburg, Baden-Württemberg Älterer Streuobstbestand in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Problemdarstellung Streuobstbestände stellen einen wichtigen Baustein des landesweiten Biotopverbundkonzeptes Baden-Württemberg dar. Die Pflege und der Erhalt solcher Bestände, stellen wichtige biodiversitätsfördernde Maßnahmen dar, da Streuobstbäume und -wiesen sowohl als Nahrungs-, sowie als Bruthabitat genutzt werden und viele verschiedene Arten beherbergen können. Beschreibung der Maßnahme/n Auf den Streuobstflächen der Hochzeitswiese, am Bannegghang und auf der Galgenhalde wurden die vorhandenen Streuobstbäume gepflegt. Nachgepflanzte Hochstämme schließen Pflanzlücken von abgegangenen Bäumen. Die Flächen werden zukünftig beweidet oder extensiv mit einmaliger Mahd gepflegt. Ziel ist der Erhalt und die Entwicklung der Streuobstwiesen als Brut-, Nahrungs- und Jagdhabitat für Vögel, Fledermäuse, Schmetterlinge und Wildbiene. Neuanpflanzungen schließen Lücken in älteren Streuobstbeständen. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Gehölzpflegemaßnahmen und Neupflanzungen Ziellebensraum Streuobstbestände und -wiesen Größe des Biotops ca. 5 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Stadt Ravensburg, Landratsamt Ravensburg, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 10.000 € Brutto Ort 88212 Rahmenbedingungen Die Maßnahmen wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund in Zusammenarbeit der Stadt Ravensburg, der Heinz-Sielmann-Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Streuobstlebensraum in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-01-31T08:59:46+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Ravensburg Tobelbach

Strukturmaßnahmen am Eckerschen Tobelbach in Ravensburg, Baden-Württemberg Tobelbach in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Problemdarstellung Der Eckersche Tobelbach stellt ein wichtiges Habitat für die dort beherbergten Steinkrebse dar, deren Bestände in Baden-Württemberg stark rückläufig sind und die auf der Roten Liste gefährdeter Arten stehen. Durch die umgesetzte Maßnahme wurde der Lebensraum aufgewertet und soll so für eine zukünftig stabile Population sorgen. Beschreibung der Maßnahme/n Als artspezifische, ökologische Aufbesserung wurden Strukturen im Gewässer geschaffen, die den Lebensraumansprüchen des Steinkrebses entsprechen. Hierfür wurden Störsteine, Pfahlreihen sowie Stamm- und Astmaterial eingebracht und Totholzstrukturen z.B. mit Wurzelstöcken geschaffen. Darüber hinaus, ermöglicht die Maßnahme allen Altersgruppen die Natur hautnah zu erleben. Der Bachabschnitt wurde naturnah umgestaltet und Gewässerzugänge mit Stufen und sanft abfallenden Böschungen angelegt. Strukturelement im Tobelbach in Ravensburg. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Habitatsanierung Ziellebensraum Fließgewässer Größe des Biotops ca. 1 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Stadt Ravensburg, Landratsamt Ravensburg, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 40.000 € Brutto Ort 88212 Rahmenbedingungen Die Maßnahmen wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund in Zusammenarbeit der Stadt Ravensburg, der Heinz-Sielmann-Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Tobelbach in Ravensburg nach Renaturierung. Foto: Johanna Dodillet. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-01-31T08:59:24+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Ravensburg Scherbelino

Schaffung verschiedener Biotope und Erstellung eines Lehrpfads auf dem „Monte Scherbelino“ in Ravensburg, Baden-Württemberg Baggerarbeiten am "Monte Scherbelino" in Ravensburg. Foto: Michael Müller. Historie Ein ehemaliges Deponiegelände wurde in den 70er Jahren von einem Landschaftsarchitekten Parkartig gestaltet. Die Bereiche sind jedoch in die Jahre gekommen, wurden sehr intensiv genutzt und es fehlte ein stimmiges Konzept, welches auch ökologische Aufwertungen berücksichtigt. Problemdarstellung Die Maßnahmenumsetzung wertet die stadtnahen Freiflächen, die sich auf einer Anhöhe im Nordosten Ravensburg befinden, auf und schafft für verschiedene Altersgruppen die Möglichkeit, Natur aktiv zu erleben und durch interaktive Tafeln wichtige Informationen zu den Lebensräumen verschiedener Tierarten und dem Biotopverbund zu erhalten. Beschreibung der Maßnahme/n Um Lebensraum zu bieten und die Artenvielfalt zu erhöhen wurden Kleingewässer, Heckenstrukturen. Trockenbiotope, Wiesenflächen und Blühstreifen angelegt. Heimische Gehölze wurden erweitert und gepflegt. Darüber hinaus wurde ein Lehrpfad mit verschiedenen Informationstafeln errichtet, der über die Tiere und Pflanzen und deren Lebensräume, sowie über den Biotopverbund informiert. Lehrpfad mit Infotafel am Monte Scherbelino. Foto: Julia Brantner. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage verschiedener Biotope Ziellebensraum Kleingewässer, Heckenstrukturen. Trockenbiotope, Wiesenflächen und Blühstreifen Größe des Biotops ca. 1 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Umweltamt Stadt Ravensburg, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 100.000 € Brutto Ort 88212 Rahmenbedingungen Das Modellprojekt wurde gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württembergs und der Heinz-Sielmann-Stiftung. Die Planung und die Umsetzung der Maßnahmen wurden durch das Umweltamt der Stadt Ravensburg in Zusammenarbeit mit der Heinz Sielmann Stiftung koordiniert. Neu angelegter Blühstreifen am Monte Scherbelino in Ravensburg. Foto: Julia Brantner. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-01-31T08:58:39+01:0018. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Schlauchenweiher

Optimierung des Schlauchenweihers sowie Anlage von weiteren Amphibiengewässern in Wangen im Allgäu Baggerarbeiten zur Entschlammung des Schlauchenweihers in Wangen. Foto: Armin Wolf. Problemdarstellung Der Schlauchenweiher war zunehmend verlandet und das Ablassbauwerk defekt. Da dieser Bereich ein wichtiger Lebensraum u.a. für den Kammmolch darstellt wurde der Weiher zu großen Teilen entschlammt sowie weitere Lebensräume in Form von zusätzlichen flachen Amphibienlaichgewässern angelegt. Beschreibung der Maßnahme/n Auf einer Fläche von rund 2,5 ha wurden verschiedene Teilmaßnahmen zur Optimierung des vorhanden Schlauchenweihers und dessen Umgebung realisiert. Als wichtiger Lebensraum und Laichgewässer wurden fischfreie Kleingewässer angelegt. Zielarten waren u.a. Kammmolch und Laubfrosch. Außerdem wurde durch den Anstau des im Gebiet liegenden Nierätzer Baches die Entwicklung von Nasswiesenlebensräumen begünstigt. Schlauchenweiher nach der Entschlammung im Mai 2020. Foto: Johanna Dodillet. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Entschlammung von Stillgewässer und Analge von Feuchtwiese Ziellebensraum Stillgewässer und Umgebung Größe des Biotops ca. 2,5 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Stadt Wangen im Allgäu, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 50.000 € Brutto Ort 88239 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund im Landkreis Ravensburg in Zusammenarbeit der Stadt Wangen im Allgäu, der Heinz Sielmann Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Neu geschaffener Nasswiesenlebensraum am Schlauchenweiher in Wangen. Foto: Johanna Dodillet. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T14:03:19+01:0014. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Weiher im Ruhestetter Ried

Anlage eines Weihers im Ruhestetter Ried in der Gemeinde Wald (Lkr. Sigmaringen), Baden-Württemberg Baggerarbeiten zur Anlage eines Weihers im Ruhestetter Ried. Foto: Holger Spiering. Historie Die Fläche war in den Jahren vor der Maßnahmenumsetzung mit Bäumen, vorwiegend mit Fichten bestockt, die nach einem Windwurf gefallen sind. Die Maßnahmenfläche war durch eine Sukzession aus Birken und wenigen jungen Fichten sowie aus Hochstaudenfluren, Landschilf und Rohrkolben geprägt. Problemdarstellung Die Projektfläche, welche sich im Naturschutzgebiet „Ruhestetter Ried“ befindet, verfügte über ein hohes Potenzial zur Schaffung neuer Lebensräume und Habitatstrukturen vor allem im Bereich feuchter Standorte. Im umliegenden Gebiet fehlte ein solcher Lebensraumtyp. Daher stellt die Maßnahme einen, im umliegenden Gebiet einzigartigen, Rückzugsort für viele Tier- und Pflanzenarten dar und ist eine wichtige Ergänzung für den Biotopverbund im Naturschutzgebiet Ruhestetter Ried. Beschreibung der Maßnahme/n Auf einer Projektfläche wurde ein Stillgewässer mit rund 7.000 m² Wasserfläche angelegt. Der Weiher wurde mit verschiedenen Tiefenzonen und zwei geschützten Brutinseln ausgestattet. Hinzu kam die Einrichtung eines Mönchbauwerks zum Regulieren des Wasserstands und zum Ablassen des Weihers im Fall nötiger Pflegemaßnahmen. Außerdem wurden im Maßnahmengebiet Initialpflanzungen mit Schwarzerle, Birke und Stieleiche, zur Begründung eines standortgerechten, heimischen Sumpfwaldbestands, durchgeführt. Der Weiher ist umgeben von naturnahmen Sumpf- und Sukzessionswald sowie extensivem Feuchtgrünland. Weiher im Ruhestetter Ried kurz nach Fertigstellung im Mai 2020. Foto: Holger Spiering. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Neuanlage von Stillgewässer Ziellebensraum Stillgewässer und Umgebung Größe des Biotops ca. 1,35 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 500.000 € Brutto Ort 47.891454; 9.167082 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde durch die Heinz-Sielmann-Stiftung umgesetzt und überwiegend durch Spenden finanziert. Das Maßnahmengebiet befindet sich im Eigentum der Stiftung und wird durch diese weiterhin gepflegt. Weiher im Ruhestetter Ried im Sommer 2021. Foto: Holger Spiering. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: bodensee@sielmann-stiftung.de

Von |2022-01-31T08:58:19+01:0014. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare
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