BV Bodensee Wasserbüffelbeweidung

Extensive Wasserbüffelbeweidung in Leutkirch im Allgäu, Baden-Württemberg Wasserbüffel sollen auf Flächen bei Leutkirch zur extensiven Beweidung eingesetzt werden. Foto: Holger Spiering. Problemdarstellung Die Maßnahmenfläche wurde im Laufe der Zeit zunehmend von Schilf überwuchert. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, wurde die Beweidung initiiert. Die auf der Fläche eingesetzten Wasserbüffel, halten die Landschaft offen und schaffen eine strukturreiche Nasswiesengesellschaft. Beschreibung der Maßnahme/n Durch die Maßnahme wird eine etwa 16 Hektar große Fläche östlich des Stadtweihers im Naturschutzgebiet Moosmühle durch extensive Beweidung mit Wasserbüffeln offengehalten. Hierdurch wird die Entstehung von vielfältigen Strukturen und Lebensräumen im Gebiet begünstigt Sowohl der Dung als auch die Trittspuren der Wasserbüffel beeinflussen das Gebiet positiv. Durch die Beweidung stellt sich eine vielfältige Nasswiesengesellschaft mit unterschiedlichen Strukturen ein. Zur Unterbringung und Versorgung der Tiere wurden ein Unterstand und andere notwendige Einrichtungen am Rand des Maßnahmengebietes errichtet. Weiterhin wurde die Beweidungsfläche eingezäunt und notwendige Infrastrukturen geschaffen. Wasserbüffel am Stall in Wielazhofen. Foto: Julia Brantner. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Extensive Beweidung mit Wasserbüffeln Ziellebensraum artenreiche Nass- und Feuchtwiesengesellschaft Größe des Biotops ca. 16 ha Beweidungsfläche Umsetzungszeitpunkt ab 2020 Kooperationspartner Wielazhofer Wasserbüffelgemeinschaft GmbH, Stadt Leutkirch im Allgäu Kosten ca. 150.000 € Brutto Ort 88299 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde im Rahmen eines Modellprojekts Biotopverbund in Zusammenarbeit der Stadt Leutkirch im Allgäu, der Heinz-Sielmann-Stiftung und dem Landratsamt umgesetzt und durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Die Beweidung ist durch einen langfristigen Pachtvertrag zwischen der Stadt Leutkirch, örtlichen Landwirten und der Heinz-Sielmann-Stiftung gesichert. Wasserbüffel gewährleisten extensive Beweidung auf Maßnahmenflächen. Foto: Holger Spiering. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T13:55:47+01:0014. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Lanzenhofer Weiher

Teilentschlammung des Lanzenhofer Weihers in Lanzenhofen/Leutkirch im Allgäu, Baden-Württemberg Maßnahmen zur Teilentschlammung an Lanzenhofer Weiher. Foto: Sebastian Seifried. Historie Einige Teile des Weihers existieren vermutlich schon seit dem Mittelalter. Der Weiher betrieb bis zum Jahr 1943 eine Getreidemühle. Der Weiher wurde seit Stilllegung der Mühle nur noch als Angelgewässer genutzt. Problemdarstellung Die Maßnahmenfläche hat aufgrund der strukturreichen, hochwertigen und geschützten umliegenden Habitate einen hohen Wert für verschiedene Arten. Um das Potenzial der Fläche jedoch optimal zu nutzen, mussten Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt werden. Außerdem war der Weiher aufgrund von fehlenden Winterungsmöglichkeiten zu großen Teilen verschlammt, sodass nur noch wenig Wasser bzw. eine geringe Wassertiefe vorhanden war. Der Weiher drohte vollständig zu verlanden. Beschreibung der Maßnahme/n Auf der Weiherfläche wurde eine Teilentschlammung durchgeführt, um eine nutzbare Wassertiefe des Lanzenhofer Weihers wiederherzustellen und somit den ökologischen Nutzen des Gewässers zu verbessern. Auch der Einbau eines Ablassbauwerkes inkl. eines Biberschutzgitters vor dem Weiherdamm, konnte die ökologische Nutzbarkeit der Fläche verbessern. Durch das Ablassbauwerk kann der Weiher nun regelmäßig gewintert d.h. abgelassen werden. Baggerarbeiten am Lanzenhofer Weiher. Foto: Julia Brantner. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Teilentschlammung von Kleingewässer Ziellebensraum Stillgewässer und Umgebung Größe des Biotops Wasserfläche von ca. 0,75 ha Umsetzungszeitpunkt 2020 Kooperationspartner Private/r Akteur/in, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 100.000 € Brutto Ort 88299 Rahmenbedingungen Die Fläche befindet sich in Privateigentum. Die Umsetzung der Maßnahmen wurde durch die Heinz-Sielmann-Stiftung koordiniert und finanziert. Mit den Eigentümern wurde eine vertragliche Vereinbarung abgeschlossen, sodass der Lebensraum langfristig erhalten bleibt. Lanzenhofer Weiher nach der Teilentschlammung. Foto: Sebastian Seifried. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: ravensburg@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T14:11:24+01:0014. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

BV Bodensee Lippertsreute

Neuanlage eines Stillgewässerkomplexes in Lippertsreute/Überlingen am Bodensee, Baden-Württemberg Landwirtschaftlich intensiv genutzter Maisacker vor der Maßnahme. Foto: Holger Spiering. Historie Die Fläche wurde zuvor landwirtschaftlich als intensiver Maisacker genutzt und war entsprechend artenarm und monoton. Problemdarstellung Fast zwei Drittel des Gebiets liegen in einem Moorkörper mit Nieder- und Anmoorböden. Unter Berücksichtigung der im Projektgebiet herrschenden Standortbedingungen, war die vorherige Nutzung des Gebiets unrentabel. Durch einen Flächentausch konnten alle Parteien von der Maßnahmenumsetzung profitieren. Die Fläche wurde in extensiv genutztes Feuchtgrünland umgewandelt und mit heimischem Saatgut angesät. Im Zusammenspiel mit dem angelegten Stillgewässerkomplex konnte ein hochwertiges Biotop entstehen. Beschreibung der Maßnahme/n Es wurde ein Stillgewässerkomplex mit fünf Weihern, Inseln, verschiedenen Tiefenzonen sowie Flachwasserbereichen angelegt. Auch Nasswiesenbereiche und Röhrichtflächen wurden zwischen den Stillgewässern und auf den umliegenden Flächen etabliert. Die vielfältigen Strukturen bieten so vielen Tieren und Pflanzen auf der Fläche unterschiedliche Lebensräume. Das Biotop dient als Trittstein im Biotopverbund Bodensee und verbindet die Biotope in Owingen-Billafingen und Frickingen. Außerdem trägt die Wiedervernässung der Fläche dazu bei, dass einer weiteren Degradation (Verschlechterung) der Torfböden entgegengewirkt wird. Umsetzung der Maßnahme in Lippertsreute. Foto: Michael Häfner/Holger Spiering. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Schaffung von Kleingewässern und Feuchtwiesen Ziellebensraum Stillgewässer, Nasswiesen, Röhricht, Grünland Größe des Biotops Wasserfläche von ca. 1,1 ha Umsetzungszeitpunkt 2020/2021 Kooperationspartner Stadt Überlingen, Heinz-Sielmann-Stiftung Kosten ca. 600.000 € Brutto (Planungs- und Baukosten) Ort 47.798211; 9.215372 Rahmenbedingungen Die Maßnahme wurde in Zusammenarbeit der Stadt Überlingen und der Heinz-Sielmann-Stiftung realisiert. Neu angelegtes Stillgewässer in Lippertsreute. Foto: Holger Spiering. Kontakt Projektbüro Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion Obertorstr. 23 88662 Überlingen Tel.: +49 7551 3011989 E-Mail.: bodensee@sielmann-stiftung.de

Von |2022-02-17T13:49:53+01:0014. Januar 2022|Steckbrief|0 Kommentare

Entwurf für Steckbriefseite

Revitalisierung einer Quelle in Zilchenricht/Schwarzenfeld; Bayern Quelle in Zilchenricht vor (links) und nach (rechts) der Revitalisierung. Fotos: Bernhard Gohlke, Heinz Sielmann Stiftung. Historie Es handelt sich hierbei um eine Austrittsquelle, die auf einer ca. Fläche von 50m² temporär zur Vernässung des Waldgebietes führt. Durch die geologische Formation als schmales Kerbtal entstand dadurch ein Lauf von ehemals ca. 800m Länge mit Mündung in die Schwarzach. Wegen waldbaulichen Maßnahmen wie Verrohrung und Verschüttung ist nur noch der Austrittsbereich und Lauffragmente vorhanden. Durch die Zerschneidung des Laufes aufgrund Infrastruktur (Landstrasse) ist ein durchgängiger Ablauf in die Schwarzach nicht mehr möglich. Problemdarstellung Durch die waldbauliche Nutzung (Wegebau) ist die Quelle in großen Teilen nicht mehr ersichtlich. Lediglich in Teilbereichen können sich Mulden mit Wasser füllen, der Lauf ist nur noch in Fragmenten vorhanden. Die Waldbauliche Ausrichtung mit überwiegend Fichten in Monokultur führt zu einer Versauerung des Areals. Die Mulmschicht aus Nadeln und die Beschattung durch jungen Fichtenaufwuchs lassen wenig der natürlichen Vegetation zu und entziehen oberflächlich bereits den Großteil des Wassers. In Teilbereichen ist an Erlen mit entsprechendem Alter der natürliche Gewässerbegleitende Bewuchs noch erkennbar. Die gesamte Fläche ist stark von Springkrautaufwuchs beeinträchtigt. Beschreibung der Maßnahme/n Entfernung: (1) des Neophyten Springkraut in mehrfachen Intervallen bis dauerhaft in einem Pflegekonzept; (2) des Fichtenaufwuchses in einem Korridor von ca. 8 m um den Quelllauf; (3) großer Fichten zur Förderung des Lichthaushaltes; (4) der Mulmschicht in noch vorhandenen Lauffragmenten; (5) der Verrohrungen und Schüttungen. Modellieren des ehemaligen Quelllaufes unter Einbindung der Fragmente auf ca. 100 m Gesamtlänge Schaffung von Mulden und Seigen zur Gewährleistung einer ganzjährigen Wasserführung als Grundlage für relevante Amphibien und Reptilien. Ergänzung/Schutz des Quellgebietes durch Schaffung eines Waldsaumes auf ca. 20 m Länge. Ergänzung des Lebensraumes durch Schaffung einer Streuobstwiese. Entwicklung der Wiese (ehemals Acker) zu artenreicher Blühwiese auf einem feucht – nassen Standort. Ergänzung der Wiese durch Schaffung von Mulden und Seigen zu temporär wasserführenden Tümpeln (gespeist durch den hier bereits unterirdischen Quellverlauf). Ergänzung der Anlage mit Aufenthalts - und Betätigungsmöglichkeiten im Sinne der Umweltbildung. Erweiterung der Anlage durch Biotopelemente wie Lesesteinhaufen, Totholz, etc. im Zuge erfolgter und künftiger Umweltbildungsmaßnahmen. Quelllauf vor (links), während (mitte) und nach (rechts) der Maßnahme. Fotos: Bernhard Gohlke, Heinz Sielmann Stiftung. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp Gewässerrenaturierung Ziellebensraum Gewässer, Feuchtgebiet, Wald Größe des Biotops gesamt ca. 0,5 ha Umsetzungszeitpunkt 2021 Kooperationspartner Privatpersonen Kosten ca. 15000 Euro Ort  92521 Rahmenbedingungen Die Maßnahmen wurden in Abstimmung und Zusammenarbeit mit den Eigentümern und dem angrenzenden Landwirt (welcher die Flächen betreut) umgesetzt. Es wurden bereits in der Umsetzung Kinder und Jugendliche integriert, wie bspw. die Kindergruppe des Landesbund für Vogelschutz. In diesem Zuge wurde: (1) Springkraut entfernt; (2) der Waldsaum und die Streuobstwiese gepflanzt und (3) ein Reptilienquartier errichtet Weitere Biotopmaßnahmen im Rahmen der Quell-Revitalisierung. Links: Springkraut-Entfernung durch den engagierten Naturschutznachwuchs. Mitte: Pflanzaktion am Waldsaum nahe der Quelle. Rechts: Bau des Reptilienquartiers. Fotos: Bernhard Gohlke, Heinz Sielmann Stiftung. Kontakt Bernhard [...]

Von |2022-01-31T08:49:11+01:0029. November 2021|Steckbrief|0 Kommentare
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