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Anlage einer Strauchhecke

Anlage einer Strauchhecke bei Tillenberge Ehrenamtliche Helfer:innen haben eine Strauchhecke bei Tillenberge gepflanzt. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Historie Im Naturschutzgebiet „Tillenberge“ wurde im Mai 2021 eine Ackerfläche durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim erworben und im Frühjahr 2022 in extensives Grünland umgewandelt. Die Fläche befindet sich in der Vechteaue und wird von meist intensiv bewirtschafteten Acker- und Grünlandflächen umgeben. An zwei Seiten grenzt die Fläche an Entwässerungsgräben. Entlang einer dieser Gräben wurde eine einreihige Strauchhecke gepflanzt. Problemdarstellung Die heutige Agrarlandschaft ist vielerorts ausgeräumt, das bedeutet es befinden sich dort nur noch wenige bis gar keine naturnahen Strukturen wie Feld- und Wegsäume, Einzelgehölze oder Gehölzreihen und Hecken. Tiere und Pflanzen benötigen jedoch solche Biotope als Lebensraum oder als Trittstein, um von einem Teillebensraum in den nächsten zu gelangen. Eine einzelne Maßnahme zur ökologischen Aufwertung dieser Landschaft ist ein guter Anfang, durch die Kombination verschiedener Maßnahmen können jedoch noch mehr Arten profitieren. Mit der Anlage der Strauchhecke in direkter Nachbarschaft zu der in Extensivgrünland umgewandelten Fläche erfährt letztere eine zusätzliche Aufwertung. Beispielsweise können Vögel die Hecke als Ansitz nutzen, um von dort aus auf Insektenjagd auf der Grünlandfläche zu gehen. Beschreibung der Maßnahme Die an die angekaufte Fläche angrenzende Grabenböschung wurde im April 2022 einseitig mit Sträuchern bepflanzt, um eine lineare Biotopverbundstruktur zu schaffen, die v.a. von Singvögeln, Kleintieren und Insekten als Lebensraum und Nahrungsquelle genutzt werden kann. Für die Anlage der Strauchhecke wurden die standortheimischen Gehölzarten Eingriffliger Weißdorn, Pfaffenhütchen, Schlehe, Salweide und Roter Hartriegel verwendet. Die Pflanzung erfolgte in Kooperation mit dem NABU Grafschaft Bentheim. Eine Pflege der Hecke sollte erst in 10-15 Jahren nötig werden, dann sollte sie abschnittsweise auf den Stock gesetzt werden. Pflanzgehölze kurz vor der Einpflanzung. Gehölze stellen in der ausgeräumten Agrarlandschaft wichtige Rückzugsräume für Tierarten dar. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp: Pflanzung einer Strauchhecke Ziellebensraum: Gewässerbegleitende Strauchhecke Größe des Biotops: lineare Pflanzung auf 125m Umsetzungszeitpunkt: April 2022 Kooperationspartner: NABU Grafschaft Bentheim Kosten: 145€ Ort: Brandlecht, Nordhorn, Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen Rahmenbedingungen Die Pflanzung einer Gehölzreihe erfolgte durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim in Kooperation mit dem NABU Grafschaft Bentheim. Die Maßnahme fand im Rahmen des Projekts „BioGraf - Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ statt, welches Teil des Biotopverbund-Projekts „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund ist und über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert wird. Kontakt Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Cornelia Riechert Telefon: 05921-961620 E-Mail: cornelia.riechert@grafschaft.de

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Flächenankauf und Extensivierung einer Grünlandfläche an der Dinkel in Lage

Flächenankauf und Extensivierung einer Grünlandfläche an der Dinkel in Lage Erworbenes Grünland für die extensive Nutzung an der Dinkel. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Historie In direkter Nachbarschaft zur Dinkel in Lage liegt eine ca. 2,9 ha große Grünlandfläche. Diese wurde ehemals intensiv bewirtschaftet und entsprechend gedüngt und mehrmals im Jahr gemäht. Die Fläche wurde von der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim gekauft, um sie aus der intensiven Nutzung zu nehmen und somit für den Biotopverbund im Überschwemmungsbereich der Dinkel aufzuwerten. Die Fläche soll auch nach dem Kauf weiterhin durch den gleichen Pächter bewirtschaftet werden, allerdings zu neuen Pachtbedingungen. Problemdarstellung In der Vergangenheit wurde der Flussverlauf der Vechte und damit ihr gesamter Auenbereich stark verändert. Die Begradigungs- und Befestigungsmaßnahmen am Vechteufer sollten dem Hochwasserschutz dienen und führten auch dazu, dass es seltener zu Überschwemmungen kam. Dieser Umstand machte es möglich, auch in der Aue intensive Landwirtschaft zu betreiben. Gleichzeitig verlor die Flussaue aber auch ihre natürliche Dynamik und damit viele Tier- und Pflanzarten ihre Lebensgrundlage. Mit der Sicherung und Extensivierung von Flächen im Überschwemmungsbereich der Vechte sollen punktuell Areale der Aue wieder naturnah gestaltet und für den Biotopverbund im Vechtetal aufgewertet werden. Beschreibung der Maßnahme Nach dem Erwerb der Fläche und dem Abschluss eines neuen Pachtvertrags mit dem alten Pächter, soll die bislang intensiv genutzte Fläche in extensives Grünland umgewandelt werden. Dies soll zum einen durch die im Pachtvertrag festgelegten Bedingungen zum Einsatz von Pestizid- und Düngemitteln sowie zur Ausführung der Mahd erreicht werden. Zum anderen soll durch streifenweise Ansaat mit Regionalem Saatgut eine Artenanreicherung auf der Fläche erzielt werden. Um die Fläche zusätzlich aufzuwerten und mehr Strukturvielfalt zu schaffen, sind zudem die Anlage eines 10 m breiten Gewässerrandstreifens am Ufer der Dinkel sowie die Herstellung einer Blänke in Kombination mit einer Grabenabflachung vorgesehen. Gewässersäume stellen wichtige Biotope in unserer Landschaft dar und weisen eine hohe Artenvielfalt auf. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp: Flächenankauf Ziellebensraum: extensives Grünland mit Blühsaum und Blänke Größe des Biotops: 2,9ha Umsetzungszeitpunkt: Juli 2022 (Ankauf), Frühjahr 2023 (Maßnahmenumsetzung) Kooperationspartner: - Kosten: 215.000€ Ort: Lage, Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen Rahmenbedingungen Der Erwerb der Grünlandfläche an der Dinkel in Lage erfolgte durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Die Maßnahme fand im Rahmen des Projekts „BioGraf - Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ statt, welches Teil des Biotopverbund-Projekts „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ ist und über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert wird. Kontakt Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Cornelia Riechert Telefon: 05921-961620 E-Mail: cornelia.riechert@grafschaft.de

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Anlage von extensiven Blühsäumen in Neuenhaus

Anlage von extensiven Blühsäumen in Neuenhaus Bodenvorbereitung für den Blühsaum. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Historie Nahe der Dinkel südlich des Ortskerns der Gemeinde Neuenhaus sowie nordöstlich des Ortskerns in der Nähe der Vechte befinden sich zwei an Äcker grenzende Wegerandreifen. Die Randstreifen nehmen eine Fläche von 312 m² und 1.381 m² ein und befinden sich im kommunalen Eigentum der Samtgemeinde Neuenhaus. Sie wurden jedoch seit Jahren intensiv landwirtschaftlich bewirtschaftet. Problemdarstellung Dass kommunale Feldsäume oder Wegerandstreifen landwirtschaftlich genutzt werden ist keine Seltenheit. Durch die Befahrung oder gar Bewirtschaftung dieser Flächen werden der Natur jedoch wertvolle Randstrukturen und linienhafte Verbundelemente entzogen, die für die Erhaltung der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren von hoher Bedeutung sind. Mit der Sicherung dieser Flächen und der Anlage von extensiven Blühsäumen soll der Natur wieder mehr Raum gegeben werden. Beschreibung der Maßnahme Nachdem die beiden Flächen gepflügt und mehrmals glatt gefräst wurden, erfolgte die Einsaat von Hand mit regionalem Saatgut bestehend aus über 30 verschiedenen Pflanzenarten. Zur Sicherung der Säume wurden die Flächen mit Eichenspaltpfählen zu den angrenzenden Ackerflächen abgegrenzt. Durch die neue Abgrenzung und die Pflege der Flächen durch den städtischen Bauhof sollen die Feldsäume langfristig erhalten bleiben und als lineare Verbundelemente die Landschaft ökologisch aufgewertet. Das Regio-Saatgut wird ausgebracht. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp: Anlage von Blüsäumen Ziellebensraum: extensiver Blühsaum Größe des Biotops: 1.700m² Umsetzungszeitpunkt: April 2022 Kooperationspartner: Samtgemeinde Neuenhaus Kosten: 6.250€ (Bodenvorbereitung, Saatgut, Eichenspaltpfähle) Ort: Neuenhaus, Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen Rahmenbedingungen Die Anlage von extensiven Blühsäumen erfolgte durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim in Kooperation mit der Samtgemeinde Neuenhaus. Die Maßnahme fand im Rahmen des Projekts „BioGraf - Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ statt, welches Teil des Biotopverbund-Projekts „Lanschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund ist und über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert wird. Kontakt Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Cornelia Riechert Telefon: 05921-961620 E-Mail: cornelia.riechert@grafschaft.de

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Pflanzaktion an der Vechte in Nordhorn-Hesepe

Pflanzaktion an der Vechte in Nordhorn-Hesepe Ehrenamtliche Helfer:innen bei der Pflanzaktion an der Vechte in Nordhorn-Hespe. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Historie Das Flussufer der Vechte im Bereich von Nordhorn-Hesepe ist zwischen den dortigen Altarmen eher strukturarm und nur mit wenigen Gehölzen bestanden. Daher wurde dieser Uferabschnitt von der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim für eine Pflanzaktion mit standortgerechten Gehölzen ausgewählt. Problemdarstellung In der Vergangenheit wurden die Vechte und ihr gesamter Auenbereich stark verändert, um die angrenzenden Flächen vor Hochwasser zu schützen. Durch die Begradigungs- und Befestigungsmaßnahmen ging die natürliche Dynamik der Flussaue jedoch verloren und damit die Lebensgrundlage für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Pflanzung von Gehölzen in einem bisher eher monotonen Abschnitt des Flussufers soll einerseits der Strukturanreicherung und der Aufwertung des Landschaftsbildes dienen, andererseits wird die Uferböschung auf natürliche Weise befestigt und so vor Erosion geschützt. Beschreibung der Maßnahme Zur Umsetzung der Maßnahme wurden ehrenamtliche HelferInnen lokaler Umwelt- und Naturschutzvereine eingeladen. Gemeinsam mit der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim pflanzten die TeilnehmerInnen der Pflanzaktion 120 Schwarzerlen und einige Weiden auf einer Strecke von 150 m im Böschungsbereich der Vechte in einem Uferabschnitt in Nordhorn-Hesepe. Aufgewerteter Teilabschnitts der Vechte. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp: Pflanzaktion Ziellebensraum: strukturreiche Uferböschung Größe des Biotops: lineare Pflanzung auf 800m Umsetzungszeitpunkt: Dezember 2021 Kooperationspartner: BUND Grafschaft Bentheim, Sportfischverein Nordhorn, NLWKN Kosten: 300€ Ort: Nordhorn-Hesepe, Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen Rahmenbedingungen Die Pflanzung von Gehölzen am Vechteufer in Nordhorn-Hesepe erfolgte durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim in Absprache mit dem NLWKN und in Kooperation mit dem BUND Grafschaft Bentheim und dem Sportfischerverein Schüttorf. Die Maßnahme fand im Rahmen des Projekts „BioGraf - Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ statt, welches Teil des Biotopverbund-Projekts „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund ist und über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert wird. Kontakt Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Cornelia Riechert Telefon: 05921-961620 E-Mail: cornelia.riechert@grafschaft.de

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Pflanzaktion an der Vechte

Pflanzaktion an der Vechte in Quendorf Ehrenamtliche Helfer:innen bei der Pflanzaktion. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Historie Im Sommer 2021 wurden die Renaturierungsrabeiten an einem Teilabschnitt der Vechte in Quendorf abgeschlossen. Bei diesem Projekt, das vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zusammen mit dem Landkreis Grafschaft Bentheim durchgeführt wurde, wurden der Fluss und seine Aue wieder naturnäher gestaltet durch die Anlage von Flussschlingen und Kleingewässern sowie die Einbringung von Strukturelementen. Problemdarstellung In der Vergangenheit wurden die Vechte und ihr gesamter Auenbereich stark verändert, um die angrenzenden Flächen vor Hochwasser zu schützen. Durch die Begradigungs- und Befestigungsmaßnahmen ging die natürliche Dynamik der Flussaue jedoch verloren und damit die Lebensgrundlage für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Pflanzung von Gehölzen in einem Teilbereich des renaturierten Flusslaufs soll einerseits der Strukturanreicherung dienen, andererseits wird die Uferböschung auf natürliche Weise befestigt und so vor Erosion geschützt. Beschreibung der Maßnahme Zur Umsetzung der Maßnahme wurden ehrenamtliche HelferInnen lokaler Umwelt- und Naturschutzvereine eingeladen. Gemeinsam mit der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim pflanzten die ca. 20 TeilnehmerInnen der Pflanzaktion 150 Schwarzerlen auf einer Länge von ca. 800 m im Böschungsbereich des renaturierten Areals entlang der Vechte. Drohnenaufnahme des renaturierten und aufgewerteten Teilabschnitts der Vechte. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp: Pflanzaktion Ziellebensraum: strukturreiche Uferböschung Größe des Biotops: lineare Pflanzung auf 800m Umsetzungszeitpunkt: November 2021 Kooperationspartner: BUND Grafschaft Bentheim, Sportfischverein Schüttorf, Naturschutz-AG Realschule Bad Bentheim, NLWKN Kosten: 300€ Ort: Quendorf, Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen Rahmenbedingungen Die Pflanzung von Gehölzen am Vechteufer erfolgte durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim in Absprache mit dem NLWKN und in Kooperation mit dem BUND Grafschaft Bentheim, dem Sportfischerverein Schüttorf und der Naturschutz-AG der Realschule Bad Bentheim. Die Maßnahme fand im Rahmen des Projekts „BioGraf - Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ statt, welches Teil des Biotopverbund-Projekts „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund ist und über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert wird. Kontakt Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Cornelia Riechert Telefon: 05921-961620 E-Mail: cornelia.riechert@grafschaft.de

Von |2023-05-12T09:53:19+02:0012. Mai 2023|Steckbrief|Kommentare deaktiviert für Pflanzaktion an der Vechte

Blühsaum Emlichheim

Anlage von extensiven Blühsäumen in Emlichheim Säume sind wichtige Strukturen für Tier- und Pflanzenarten. Durch die Flurbereinigung sind diese verschwunden Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Historie Zwischen der Vechte und dem Ortskern der Gemeinde Emlichheim befinden sich zwei an Wegerandreifen zwischen Acker- und Grünlandflächen. Die Randstreifen nehmen eine Fläche von 408 m² und 1.031 m² ein und befinden sich im kommunalen Eigentum der Samtgemeinde Emlichheim. Sie wurden jedoch seit Jahren intensiv landwirtschaftlich bewirtschaftet. Problemdarstellung Dass kommunale Feldsäume oder Wegerandstreifen landwirtschaftlich genutzt werden ist keine Seltenheit. Durch die Befahrung oder gar Bewirtschaftung dieser Flächen werden der Natur jedoch wertvolle Randstrukturen und linienhafte Verbundelemente entzogen, die für die Erhaltung der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren von hoher Bedeutung sind. Mit der Sicherung dieser Flächen und der Anlage von extensiven Blühsäumen soll der Natur wieder mehr Raum gegeben werden. Beschreibung der Maßnahme Nachdem die beiden Flächen gepflügt und mehrmals glatt gefräst wurden, erfolgte die Einsaat von Hand mit regionalem Saatgut bestehend aus über 30 verschiedenen Pflanzenarten (u.a. Wiesen-Margerite, Wilde Malve, Acker-Witwenblume). Zur Sicherung der Säume wurden die Flächen mit Eichenspaltpfählen zu den angrenzenden Ackerflächen abgegrenzt. Durch die neue Abgrenzung und die Pflege der Flächen durch den städtischen Bauhof sollen die Feldsäume langfristig erhalten bleiben und als lineare Verbundelemente die Landschaft ökologisch aufgewertet. Die Bodenbearbeitung zur Anlage eines Blühsaums. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp: Anlage von Blühsäumen Ziellebensraum: Extensiver Blühsaum Größe des Biotops: insgesamt 1.439m² Umsetzungszeitpunkt: Oktober 2021 Kooperationspartner: Samtgemeinde Emlichheim Kosten: 6.250€ (Bodenvorbereitung, Saatgut, Eichenspaltpfähle) Ort: Samtgemeinde Emlichheim, Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen Rahmenbedingungen Die Anlage von extensiven Blühsäumen erfolgte durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim in Kooperation mit der Samtgemeinde Emlichheim. Die Maßnahme fand im Rahmen des Projekts „BioGraf - Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ statt, welches Teil des Biotopverbund-Projekts „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund ist und über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert wird. Kontakt Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Cornelia Riechert Telefon: 05921-961620 E-Mail: cornelia.riechert@grafschaft.de

Von |2023-05-22T08:38:07+02:0012. Mai 2023|Steckbrief|Kommentare deaktiviert für Blühsaum Emlichheim

Nisthilfen für Mehlschwalben

Aufhängung von Mehlschwalben Nisthilfen Reste eines Schwalbennests an einer Brücke. Moderne Bauweisen von Brücken erschweren bzw. verhindern den Bau von Schwalbennestern. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Historie Im Sommer 2020 wurde folgende Beobachtung gemacht – am unteren Seitenteil einer neu errichteten Brücke über die Dinkel klebten die lehmigen Überreste eines Schwalbennestes. Das Nest selbst lag auf den Steinen darunter. Die Jungvögel schienen den Ausflug aus dem Nest geschafft zu haben, mit Sicherheit konnte dies aber nicht geklärt werden. Die Brücke war anscheinend zu glatt, um langfristig die Haftung des Nests zu gewährleisten. Problemdarstellung Mehlschwalben bauen ihre Lehmnester an den Außenwenden von verschiedenen Bauwerken. Dazu benötigen sie Strukturen wie Nischen, Mauervorsprünge oder Dachunterkanten. Die moderne Bauweise macht es den Kulturfolgern jedoch immer schwieriger, geeignete Niststandorte zu finden. Flussbrücken können zwar geeignete Standorte für Brutkolonien der Mehlschwalbe sein, sie dürfen jedoch nicht zu glatt sein. Hier können künstliche Nisthilfen eine Alternative darstellen. Durch das Anbringen von Nisthilfen unter verschiedenen Brücken über die Vechte wird der Mehlschwalbe ein Brutplatz mit einem reichhaltigen Nahrungsangebot angeboten. Beschreibung der Maßnahme In der Grafschaft Bentheim wurden zunächst drei Flussbrücken ausgewählt, die mit jeweils drei Doppelnisthilfen aus wetterbeständigem Holzbeton ausgestattet wurden. Eine gelegentliche Reinigung der Nester ist ausreichend; diese lässt sich am besten zusammen mit der gesetzlich vorgeschriebenen Brückenprüfung (einfache Prüfung alle drei Jahre) umsetzen, um an die ansonsten schwer zugänglichen Nester zu gelangen. Bei der Auswahl der Brücken wurde darauf geachtet, dass die Brücke die richtige Höhe hat, keine Leitungen unter der Brücke durchführen, die sich Nesträuber als Laufwege zu nutzen machen könnten, und dass die Umgebung naturnah ist, so dass die Schwalben auch genug Futter finden können. Außerdem wurde das Einvernehmen mit dem Brückeneigentümer hergestellt. Weitere Brücken sollen folgen, um so zum Biotopverbund für die Mehlschwalben im Vechte- und Dinkeltal beizutragen. Fertig angebrachte Nisthilfen für Mehlschwalben. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp: Aufhängung von Mehlschwalben Nisthilfen Ziellebensraum: Künstliche Nisthilfe Größe des Biotops: punktuelle Maßnahme Umsetzungszeitpunkt: Mai bis August 2022 Kooperationspartner: Gemeinde Ohne, Stadt Nordhorn Kosten: ca. 30€ pro Nisthilfe, 150€ für die Anbringung Ort: Ohne, Nordhorn und Engden, Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen Rahmenbedingungen Der Flächenankauf sowie die Umwandlung und Extensivierung der ehemaligen Ackerfläche wurden durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim umgesetzt. Die Aufstellung der Starennisthilfe erfolgte in Kooperation mit dem NABU Grafschaft Bentheim. Die Maßnahme fand im Rahmen des Projekts „BioGraf - Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ statt, welches Teil des Biotopverbund-Projekts „Lanschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund ist und über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert wird. Kontakt Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Cornelia Riechert Telefon: 05921-961620 E-Mail: cornelia.riechert@grafschaft.de

Von |2023-05-22T08:34:25+02:0012. Mai 2023|Steckbrief|Kommentare deaktiviert für Nisthilfen für Mehlschwalben

Flächenkauf Tillenberge

Flächenankauf mit Extensivierung einer Ackerfläche im Naturschutzgebiet Tillenberge Extensive Grünlandflächen bilden im Biotopverbund eine durchwanderbare Landschaftsmatrix. Intisiv genutze Landschaften hingegen stellen eine Barriere für viele Arten dar. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Historie Das zur Stadt Nordhorn gehörende Naturschutzgebiet „Tillenberge“ zeichnet sich durch eine weitestgehend erhaltene, natürliche Flusslandschaft aus, welche aus der charakteristischen Abfolge von Talniederung, Terrassenhang und Talranddünen besteht. Innerhalb des Naturschutzgebiets im Überschwemmungsbereich der Vechte liegt eine ca. 11.000 m² große Ackerfläche, welche in der Vergangenheit intensiv bewirtschaftet wurde, indem dort unter anderem der Anbau von Mais erfolgte. Problemdarstellung Die Nutzung als Ackerfläche im Überschwemmungsbereich der Vechte wurde erst möglich, weil große Teile der Vechte so ausgebaut wurden, dass es nur noch selten zu Überschwemmungen kommt. Entwässerungsgräben sorgen außerdem dafür, dass die Flächen insgesamt trockener sind. Eine intensive ackerbauliche Nutzung nahe der Vechte steht jedoch dem Ziel entgegen, die Vechteaue wieder zu einer naturnahen Flussauenlandschaft zurück zu entwickeln. Denn auentypische Tiere und Pflanzen stellen bestimmte Ansprüche an ihren Lebensraum wie z.B. eine extensive Bewirtschaftungsweise, welche es ihnen erlaubt, eine Fläche als Brut- oder Nahrungshabitat zu nutzten. Der Ankauf und die Extensivierung der Ackerfläche haben daher zum Ziel, nicht nur die Fläche selbst ökologisch aufzuwerten, sondern auch den Biotopverbund im Überschwemmungsbereich der Vechte zu stärken. Beschreibung der Maßnahme Im Mai 2021 wurde die Fläche von der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim gekauft und zunächst unter den alten Pachtbedingungen an den vorherigen Flächenpächter verpachtet. Nach Ablauf des alten Pachtvertrages erhielt der Pächter im Herbst 2021 einen neuen Pachtvertrag. Der neue Pachtvertrag sieht eine Bewirtschaftung als extensives Grünland vor. Er beinhaltet z.B. ein Düngeverbot und einen späten Mahdtermin. Der alte Pachtvertrag zwischen Pächter und Voreigentümer der Flächen sah eine intensive Ackernutzung vor (z.B. Düngung erlaubt). Über den Winter wurde Grünroggen ohne Düngung oder Pestizide angebaut. Im April 2022 wurde nach Ernte des Grünroggens und der Bodenvorbereitung Regiosaatgut in einer auf die Grafschaft Bentheim angepassten Extensiv-Grünlandmischung eingesät, welche sich für Mahd und Beweidung eignet. Außerdem wurde zwischen der angekauften Fläche und dem angrenzenden Intensivacker ein 5m breiter Saumstreifen mit Regiosaatgut eingesät, der nur max. 1 x im Jahr abschnittsweise gemäht werden soll und so eine dauerhafte Biotopverbundstruktur darstellt. An einem Ende des Saumes wurde in Kooperation mit dem NABU Grafschaft Bentheim eine Staren-Nisthilfe aufgestellt, welcher zukünftig auch durch den NABU gepflegt werden soll.Die Pflege und Kontrolle der Nisthilfe ist nötig, um Defekte an den Nistkästen und am Aufbau frühzeitig zu erkennen. Die Kästen sollten gereinigt werden (Ausfegen der alten Nester), um z.B. Parasitenbefall zu vermeiden. Der Standort für die Nisthilfe wurde so gewählt, dass die Pflege des Saumes nicht beeinträchtigt wird. Der Ankauf einer Fläche bei Tillenberge ermöglicht es der Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim einen intensiv genutzten Acker in extensives Grünland mit einem Blühsaum umzuwandeln. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp: Flächenankauf und Extensivierung einer Ackerfläche Ziellebensraum: Extensives Grünland und extensiver Blühsaum Größe des Biotops: 11.260m² Umsetzungszeitpunkt: Mai 2021 bis April 2022 Kooperationspartner: NABU Grafschaft Bentheim Kosten: 81.200,70€ (Flächenkauf), ca. 2.000€ (Saatgut) Ort: Brandlecht, [...]

Von |2023-05-22T08:26:01+02:0012. Mai 2023|Steckbrief|Kommentare deaktiviert für Flächenkauf Tillenberge

Revitalisierung des Froschteichs in Emlichheim

Revitalisierung des „Froschteichs“ in Emlichheim Amphibien, wie der Teichfrosch, sind auf permanente Gewässer angewiesen. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Historie Zwischen dem Flusslauf der Vechte und dem Ortskern von Emlichheim liegt eine große Wiese (Extensivgrünland). Vor Jahren wurde hier im Rahmen einer Naturschutzaktion ein rund 500 Quadratmeter großes Flachgewässer Kleingewässer angelegt, für das sich rasch der Name „Froschteich" einbürgerte. Im Laufe der Zeit siedelten sich Weiden und Erlen an, sodass das Gewässer immer weiter zuwuchs und beschattet wurde. Durch den Laubfall im Herbst entstand eine dicke Schlammschicht, wodurch die Wasserfläche immer kleiner wurde und der Teich zu verschlammen drohte. Der Froschteich vor der Entschlammung. Der hohe Bewuchs beschattet das Gewässer und sorgt durch Laubabfall für einen hohen Nährstoffeintrag. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Problemdarstellung Das Kleingewässer liegt im Überschwemmungsgebiet der Vechte. Früher konnte der Fluss natürlich fließen; Hochwasser überflutete häufig die ganze Aue und Lebensräume wie der Froschteich entwickelten sich ständig dynamisch. Heute ist die Vechte jedoch so ausgebaut, dass Überschwemmungen nur noch selten vorkommen. Tiere und Pflanzen, die auf sich immer wieder verändernde Lebensräume angewiesen sind, leiden unter diesem Zustand. Um die natürliche Dynamik der Auenlandschaft nachzuempfinden und die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen wieder zu verbessern, wurde der Froschteich revitalisiert. Entschlammung des Froschteiches mithilfe eines Baggers. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Beschreibung der Maßnahme Im Zuge der Revitalisierungsmaßnahme wurde das Weiden- und Erlengebüsch rund um das Kleingewässer entfernt. Mithilfe eines Baggers wurden anschließend der Gewässergrund sowie die Uferböschung entschlammt und von vorhandener Vegetation befreit. Auf diese Weise wurden die Auswirkungen eines starken Hochwassers simuliert. Damit der Froschteich nicht so bald wieder zuwächst, werden die Ufer zukünftig in die Beweidung der angrenzenden Wiese einbezogen. Zusätzlich ist eine regelmäßige Entkusselung (Rodung von Weiden) der Teichrandbereiche notwendig sowie ein teilweiser Rückschnitt von Schilfaufwuchs. Diese Aufgabe wird in regelmäßigen Pflegeaktionen von der Natur AG Gymnasium Emlichheim durchgeführt. Mittelfristig (in 10 – 12 Jahre) wird eine erneute Entschlammung erforderlich sein. Der Froschteich nach der Entschlammung. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim. Zahlen, Daten, Fakten Maßnahmentyp: Entschlammung und Entkusselung eines Kleingewässers Ziellebensraum: Naturnahes Kleingewässer Größe des Biotops: ca. 500 m² Umsetzungszeitpunkt: Januar/Februar 2021 Kooperationspartner: Samtgemeinde Emlichheim Kosten: < 10.000 € Ort: Emlichheim, Landkreis Grafschaft Bentheim, Niedersachsen Rahmenbedingungen Die Revitalisierung des Kleingewässers wurde durch die Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim in Kooperation mit der Samtgemeinde Emlichheim umgesetzt. Die Maßnahme fand im Rahmen des Projekts „BioGraf - Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ statt, welches Teil des Biotopverbund-Projekts „Lanschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund ist und über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert wird. Kontakt Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Christian Kerperin (Dipl. Ing.) Telefon: 05921 96-1622 E-Mail: christian.kerperin@grafschaft.de Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim Cornelia Riechert Telefon: 05921-961620 E-Mail: cornelia.riechert@grafschaft.de

Von |2023-05-22T08:22:33+02:0012. Mai 2023|Steckbrief|Kommentare deaktiviert für Revitalisierung des Froschteichs in Emlichheim

Workshop zum Thema „Biotopverbund in Thüringen“

Workshop zum Thema „Biotopverbund in Thüringen“ 26. April 2023 Am 24.04.2023 lud die Projektleitung des BiotopVerbund-Projekts Entscheidungsträger:innen im Biotopverbund in Thüringen zum gemeinsamen Austausch in Erfurt im Mercure Hotel ein.  Das Treffen stieß im Vorfeld bereits auf eine hohe Resonanz. Mit insgesamt 25 Teilnehmenden fanden sich Vertreter:innen aus der Kommunalpolitik, verschiedenen Verwaltungen, Stiftungen, Verbänden und weiteren Institutionen zur ganztägigen Veranstaltung im Mercure Hotel zusammen. Caroline Hof vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz informiert über die rechtlichen Grundlagen zum Biotopverbund in Thüringen. Foto: Heinz Sielmann Stiftung a Caroline Hof  (Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz) gab den Teilnehmenden zu Beginn des Workshops eine detaillierte Einblicke in die rechtlichen Hintergründe zum Thema Biotopverbund sowie einen vertiefenden Einblick in das Thüringer Biotopverbundkonzept. Es folgte ein Vortrag zur Pflege von Kleingewässern als Beitrag zum Gewässer-Biotopverbund in der Mittleren Hainleite bei Sondershausen von Nicole Sollfrank und Isabel Hümpfner. Die Kleingewässer stellen wichtige Refugien für den bedrohten Kammolch dar und sind durch die anhaltenden Dürreperioden während der Sommermonate von Austrocknung bedroht. Ein erster gemeinsamer Austausch wurde in der anschließenden Kaffeepause ermöglicht. Danach folgte ein Vortrag zu den Biotopverbundmaßnahmen in West-Thüringen von Dr. Kerstin Wiesner und Lisa-Marie Kümmel (Landschaftspflegeverband Eichsfeld-Hainich-Werratal e.V.). Ein zentrales Element der Landschaftspflege im Projektgebiet stellt die Beweidung durch Schafe dar, die sich auf Flächen zwischen Thüringen und Hessen bewegen. Ein wichtiges Fazit aus diesem Projekt: Die Drittelparität, bestehend aus Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunen, ist maßgeblich für den Projekterfolg entscheidend. Denn nur bei einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe ist ein langfristiger Erfolg möglich. Die Vortragsreihe wurde mit dem Projekt „VIA Natura-2000 – Vernetzung in den ländlichen Regionen durch Feldraine“ von Jana Apel (Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V.) abgeschlossen. Projektziel ist unter anderem die Anlage von Feldrainen in der ausgeräumten Agrarlandschaft Thüringens. Oft herrscht schon bei der Definition des Feldrains Verwirrung. Durch außerordentliches Engagement konnten bereits 17,4 Hektar an Feldrainen in Thüringen geschaffen werden. Nicole Sollfrank und Isabel Hümpfner von der NATURA 2000-Station geben einen Überblick der Kleingewässer in der Mittleren Hainleite bei Sondershausen. Foto: Heinz Sielmann Stiftung a Zum Abschluss des Workshops diskutierten die Teilnehmenden unterschiedliche Zwischenschritte, die in einer Biotopverbundplanung berücksichtig werden müssen. Bereichernd hierfür war die Heterogenität der Teilnehmenden, sodass Problemfelder aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden konnten. Zusammenfassend war das Ergebnis der Diskussionsrunde, dass die Entwicklung eines funktionalen Biotopverbunds aktuell durch mangelnde Kommunikation zwischen involvierten Parteien sowie langwierige Prozesse (zum Beispiel Flurbereinigungsverfahren) ausgebremst wird. Ein weiteres Problem stellt die Schwierigkeit der langfristigen Sicherung von Biotopverbundelementen dar, da hierfür häufig zum Beispiel nach Ende von Projektlaufzeiten die Verantwortlichkeit ungeklärt ist. Auf kommunaler Ebene sehen die Entscheidungträger:innen die Notwendigkeit eines regionalen Biotopverbundkonzeptes. Zudem wurde der Wunsch geäußert mehr Infoveranstaltungen zu Biotopverbundmaßnahmen für Bürgermeister:innen anzubieten.

Von |2023-05-04T09:03:42+02:0026. April 2023|Allgemein|Kommentare deaktiviert für Workshop zum Thema „Biotopverbund in Thüringen“
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