Streuobstwiesen blühen auf

27. Mai 2022

Schulung zur fachgerechten Pflege von kommunalen Streubobstwiesen

Die Pflege von Streuobstwiesen gehört zu den vielfältigen Aufgaben der MitarbeiterInnen von städtischen Bauhöfen. Doch wie wird ein Obstbaum eigentlich fachgerecht geschnitten? Wie kann die Wiese am besten gemäht werden, um die Blütenvielfalt zu steigern und den Arbeitsaufwand zu verringern? Welche Rolle spielen Streuobstwiesen für die Natur und für die Menschen? Um all diese komplexen Fragen zu beantworten, wurden die  Mitarbeiterinnen der kommunalen Bauhöfe im Landkreis Grafschaft Bentheim im Rahmen des Teilprojekts „BioGraf – Biotopverbund im Grafschafter Vechte- und Dinkeltal“ zu einem dreiteiligen Workshop eingeladen, von dem der erste Teil Mitte Mai in Nordhorn stattfand.

Abb.1 Referentin Antje Lübbers demonstriert die Kontrolle eines Verbisschutzes. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim

Vielfältige Nutzungsansprüche

Der Erfahrungsaustausch stand an diesem ersten Workshoptag ganz oben auf der Tagesordnung. Schnell wurde deutlich, dass gerade innerstädtische Streuobstwiesen in den letzten Jahren immer mehr von den BürgerInnen genutzt wurden – und so soll es auch sein. Allerdings bleibt oft wenig Zeit für die Pflege der Bestände und es fehlt das Spezialwissen. Da kommt der Workshop gerade recht, denn in den nächsten beiden Teilen im kommenden Sommer und Winter wird es um die konkreten Schnitttechniken gehen.

Abb.2 Referent Marco Schnieder erläutert, worauf beim Baumschnitt zu achten ist. Foto: Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim

Streuobstwiesen und Obstbaumreihen sind ein bedeutender Teil der Kulturlandschaft und können bei naturnaher Pflege und Gestaltung einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund leisten. Sie können außerdem Innen- und Außenbereiche von Siedlungen als ökologische Trittsteine miteinander vernetzen, denn sie stellen einen wichtigen Lebensraum insbesondere für Insekten, Vögel und Kleinsäuger dar.

Zahlen, Daten, Fakten: Der Aktions-Steckbrief

Aktionstyp: Multiplikatoren-Schulung
Zielgruppe: Mitarbeiter:innen der kommunalen Bauhöfe
Umsetzung: Mai 2022 – Dezember 2022
Kooperationspartner: Stadt Nordhorn
Kosten: ca. 300 € je Veranstaltungs-Vormittag für Referenten + ca. 3 €/p. P. für Verpflegung
Manuela Monzka

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Ihre Ansprechpartnerin
Manuela Monzka, Naturschutzstiftung Grafschaft Bentheim
van-Delden-Str. 1-7, 48529 Nordhorn
Telefon: 05921 96-1620
E-Mail: manuela.monzka@Grafschaft.de