10. November 2022

Im Rahmen des BiotopVerbund-Projektes „Landschaft + Menschen verbinden – Kommunen für den bundesweiten Biotopverbund“ im Bundesprogramm Biologische Vielfalt entstehen im Wiesenbrütergebiet bei Thonstetten Trittsteinbiotope, welche Lebensräume miteinander verbinden sollen. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber machte sich, auf Einladung des Landschaftspflegeverbandes, davon persönlich ein Bild.

In dem Teilprojekt „MehrWert Ampertal“ werden aktuell Lebensräume aufgewertet und miteinander verbunden . Bis 2024 werden,  unter Federführung des Freisinger Landschaftspflegeverbandes, noch weitere entsprechende Biotopverbundmaßnahmen durchgeführt. Am Freitag, den 21.10.2022, machte sich der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber und der Freisinger Landtagsabgeordnete Benno Zierer (beide FW), sowie die Bürgermeister:innen aus Haag, Moosburg, Langenbach und Marzling, davon persönlich ein Bild.

Bei einer gemeinsamen Fahrt hinaus ins Projektgebiet erläuterte David Eschler vom Landschaftspflegeverband an Ort und Stelle, welche Maßnahmen man im Wiesenbrütergebiet konkret durchgeführt hat und aktuell durchführt. Beispiele sind die Anlage von Senken und Grabenabflachungen. Senken sind flache Mulden in Wiesen, die sich meist im Frühjahr und nach vermehrten Niederschlägen mit Wasser füllen, ansonsten aber trockenfallen. Bei Grabenabflachungen werden die naturfernen Gräben, meist vertieft und im Kastenprofil angelegt, wieder aufgeweitet und mit einem flachen Ufer versehen. Sie sind wichtige Habitate für Wiesenbrüter, wie zum Beispiel den Kiebitz, welche  dort ihre Nahrung finden oder diese Wasserstellen als Trink- und Bademöglichkeit nutzen.

Abb. 1 Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber sowie die Bürgermeister: inliegender Gemeinden und Städte,  Projektbeteiligte des Landschaftspflegeverbandes Freising e.V. und der Heinz Sielmann Stiftung und weitere Interessierte bei der Besichtigung der Anlage einer Senke im Wiesenbrütergebiet Thonstetten. Quelle: Nico Bauer, Freisinger Tagblatt.

Wiesenbrüter wie der Kiebitz oder der Große Brachvogel, aber auch seltene Libellenarten wie die Vogelazurjungfer, sollen hier bei Thonstetten diese aufgewerteten Lebensräume vorfinden. Denn ein großes Problem der vergangenen Jahre ist die Zerschneidung von Lebensräumen und der damit einhergehende Verlust an Lebensraum und von Biodiversität, sagte Zierer. „Die Vernetzung von Gebieten ist deshalb eine große Aufgabe des Artenschutzes.“ Dabei dürfe man nicht immer nur Forderungen an die Staatsregierung in München richten, sondern müsse man sich auch als Kommune überlegen, was man selber machen könne.

Der Umweltminister zeigt sich beeindruckt vom großen Engagement der am Projekt Beteiligten: „Danke, dass hier so viel Herzblut reingesteckt wird.“ Die Erfolge werde man erst in ein paar Jahren sehen, so Glauber. Aber nach 30 Jahren Artenvielfaltsrückgang sei es jetzt wichtig, dass es in die andere Richtung gehe. Und von solchen Projekten wie diesem, könne auch ein Signal an die Bevölkerung ausgehen.

David Eschler

Wollen Sie sich auch für den Biotopverbund einsetzen? Dann rufen Sie uns einfach an.


Landschaftspflegeverband Freising e.V.
David Eschler
Telefon: 08161/600-439